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»Gedanken für den Tag«
Kritischer Punkt
Der kritische Punkt bezeichnet die entscheidende Zuspitzung einer Gefahr. In der medizinischen Fachsprache ist der kritische Punkt der Höhepunkt einer Krankheit, an dem sich Besserung oder Aussichtslosigkeit entscheidet. Daraus ergab sich dann in der Umgangssprache die Bedeutung einer schwierigen, zugespitzten Situation. Krisenzeiten sind Umbruchzeiten, wichtige Zeiten, entscheidende Zeiten. Kritische Punkte sind Höhepunkte einer Gefahr, Tiefpunkte eines Leids. Wendepunkte de

Axel Kühner
11. Juli
Wendepunkt
Umkehren ist ärgerlich. Eine Strecke, die man schon geschafft hat, wieder zurückgehen, das macht niemand gern. Umkehren ist schmerzlich. Eine falsche Entscheidung, einen verkehrten Weg, handfeste Fehler eingestehen, das fällt nicht leicht. Umkehren ist schändlich. Scheitern zugeben, Unrecht haben, vor die Wand gelaufen sein, in einer Sackgasse festsitzen, das sind nicht gerade die Ehren, die wir suchen. Umkehren ist befreiend. Die Weichen des Lebens können noch einmal neu ges

Axel Kühner
10. Juli
Toter Punkt
Wenn eine Verhandlung festgefahren ist, alle Möglichkeiten der Einigung ausgeschöpft und alle Argumente und Einwände gehört worden sind, dann ist sie an einem toten Punkt angelangt. Damit ist ein Stadium beschrieben, in dem kein Fortgang mehr zu erreichen ist. Zum anderen meint die Redensart vom toten Punkt einen Zustand höchster Ermüdung und Erschöpfung. Auf einer Wanderung oder in einem Langlauf kommt man an einen solchen toten Punkt. Diese Redewendung stammt aus dem Bereic

Axel Kühner
9. Juli
Doppelpunkt
Die lange Schulzeit ist vorbei. Endlich ist der Abschluss geschafft. Doch nun beginnt eine neue Herausforderung in der Ausbildung. Es ist kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt. Das Examen ist bestanden. Die Freude auf den Beruf ist groß. Aber nun steht man vor ganz neuen Problemen. Ein Doppelpunkt deutet an: Jetzt geht es erst los. Die Zeit des Wartens hat ein Ende. Die Hochzeit wird fröhlich gefeiert. Ein Doppelpunkt, denn nun beginnt das gemeinsame Leben in seiner Alltagsgest

Axel Kühner
8. Juli
Kontrapunkt
Das Leben ist nicht einfach. Zum Glück geht das ganze Leben nicht in ein Fach. Da wäre es langweilig und tot. Gott hat in seine Welt unendlich viele, gute Spannungen hineingewoben. Er ordnete in Liebe das Gegenüber von Himmel und Erde, Land und Meer. Er schied mit Bedacht Licht und Finsternis, Tag und Nacht. Er schuf mit Sorgfalt Berg und Tal, Pflanzen und Tiere. Gott machte das Leben spannend mit Saat und Ernte, Arbeit und Ruhe, Mann und Frau, Jung und Alt. Wir Menschen sind

Axel Kühner
7. Juli
Startpunkt
Bleiben und Ruhen, verwurzelt und gegründet, gefestigt und beständig zu sein ist die eine Seite des Glaubens. Wir kommen zur Ruhe und nehmen feste Standpunkte ein. Aufbrechen und wagen, losgehen und unterwegs sein, neu anfangen und sich senden lassen ist die andere Seite des Glaubens. Wir stehen immer wieder an Startpunkten und gehen los. Wir machen Schritte im Glauben, gehen in Liebe aufeinander zu und wagen uns mit der Nachricht von Jesus in die Welt der Arbeit und Freizeit

Axel Kühner
6. Juli
Standpunkt
Wer das Leben bestehen will, braucht feste Standpunkte. Nur wenn wir fest stehen, können wir wirken und tragen. Im Wechsel und Wandel von Mode und Meinung brauchen wir einen Ort; der Beständigkeit und Verlässlichkeit. Wenn Zeiten sich ändern, Verhältnisse sich wandeln, wenn alles im Fluss ist, manches weitergeht, anderes untergeht, wenn wir selber uns verändern und neue Lebensumstände entstehen, suchen wir einen festen Halt. In aller Bewegung und Veränderung, in allem Wandel

Axel Kühner
5. Juli
Tiefpunkt
Ganz dicht neben den höchsten Gipfeln liegen oft die tiefsten Täler. Tief können Menschen hineingeraten in Enttäuschung und Einsamkeit. Tief gekränkt und schmerzlich versehrt leiden die einen, lebensbedrohlich erkrankt sorgen sich andere. Beziehungen mögen zerbrechen und Hoffnungen sterben. Tiefe Trauer und elende Verzweiflung breiten sich aus. Scheitern und Misserfolge lähmen, Verlust von Arbeit und Heimat, Würde und Menschen versetzen in Angst und Schrecken. Lebenspläne wer

Axel Kühner
4. Juli
Höhepunkt
In jedem Leben gibt es besondere Zeiten des Glücks und der Erfüllung. Wie Berggipfel ragen sie aus dem Gelände der Zeit hervor und bilden die Höhepunkte: ein guter Schulabschluss, ein bestandenes Examen und die fröhlichen Feiern im Freundeskreis, ein schöner Urlaub, aus dem man mit neuer Kraft und neuen Ideen zurückkehrt, eine tiefe Freundschaft, eine glückliche Heilung nach schwerer Krankheit, Erfolg im Beruf und Wachstum in der Gemeinde und schließlich die besondere Zeit, d

Axel Kühner
3. Juli
Springender Punkt
Das Entscheidende und Ausschlaggebende nennen wir den springenden Punkt, das ist also ein wichtiger Punkt, gleichsam die Hauptsache. Diese Wendung geht auf eine Naturbeobachtung des Aristoteles zurück, der der Ansicht war, dass in einem bebrüteten Vogelei das Herz des kleinen, heranwachsenden Vogels als ein sich bewegender, eben springender Punkt erkennbar sei. Das punctum saliens aus seinem Bericht wurde dann der springende Punkt in der Umgangssprache: Ein Ausdruck für den P

Axel Kühner
2. Juli
Kluge Menschen
Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nichts. Sind das kluge Menschen, die sich schöne Häuser bauen, sie kultiviert einrichten, aber ihre Wohnung bei Gott nicht kennen? Menschen bereiten sich schmackhafte Mahlzeiten und sind um Essen und Trinken besorgt, aber von der Ernährung ihrer Seele wissen sie nichts. Sie sind süchtig nach Genuss und Vergnügen, verstricken sich in viele Abhängigkeiten, aber die Freiheit, die Jesus schenkt, kennen sie nicht. Sie schlucken Pillen und Pulv

Axel Kühner
7. Okt.
Ein Unglück kommt selten allein
Manche Tage beginnen so schön, und dann geht alles schief. Eine Familie macht sich auf, um ihr neues Auto direkt vom Werk abzuholen. Der Vater freut sich auf den großen Wagen, die Mutter freut sich auf den Einkaufsbummel, die Kinder freuen sich auf den Besuch in einem Freizeitpark. Das Auto ist wunderbar, die Einkäufe günstig, der Tierpark ist erreicht. Alle sind gut drauf. Im riesigen Tierpark laufen die wilden Tiere frei herum, und die Menschen sind zur Abwechslung mal eing

Axel Kühner
vor 23 Stunden
Was ist los?
Wenn die Menschen gottlos leben, werden die Sitten zügellos, die Mode schamlos, die Lügen grenzenlos, die Verbrechen maßlos, die Völker friedlos, die Schulden zahllos, die Regierungen ratlos, die Politik charakterlos, die Konferenzen endlos, die Aussichten trostlos, die Kirchen kraftlos und die Christen gebetslos. Was ist los? Der Teufel ist los. Die Hölle ist los. Aber seit dem Kommen Jesu ist noch etwas ganz anderes los: Der Himmel ist offen, die Freude ist los, die Hoffnun

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Ein offenes Geheimnis
Christsein ist ein Geheimnis wie die Liebe. Die Glaubensbeziehung zu Jesus ist mehr als Worte sagen und Gesten zeigen können. Sie ist ein Geschenk, das wir empfangen, ein Geheimnis, das sich uns offenbart und in dem wir leben. Der Glaube ist etwas ganz Persönliches, Inneres, Intimes, eben ein Geheimnis. Aber es sollte nicht das bestgehütete Geheimnis sein, sondern ein offenes Geheimnis, in das wir andere einladen. Auch das Geheimzeichen der Christen, der Fisch, erinnert uns d

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Gefährten oder Tod
Ein Weiser ging über Land und sah einen Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Er blieb stehen, schaute ihm zu und fragte: "Wann wird der Baum wohl seine Früchte tragen?" Der Mann erwiderte: "In siebzig Jahren!" Da sprach der Weise: "Du Tor! Denkst du, in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu ernten? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, dass du dich an ihnen freuen kannst, solange du lebst!" Der Mann aber hatte sein Werk vollendet u

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Der Mantel und die Bücher
Es ist Herbst. Der Winter kommt. Es wird kalt. Paulus sitzt in Rom im Gefängnis. Er hat ein reiches Leben hinter sich und einen schweren Weg vor sich. Paulus hat Sehnsucht nach seinem Freund und Vertrauten Timotheus. "Komme vor dem Winter und bringe den Mantel mit und die Bücher!" Paulus wird beides brauchen: den Mantel für den Leib, wenn es kalt wird, und die Bücher für den Geist wenn es schwer wird, zu leben und zu glauben, zu schreiben und zu beten. Der Mantel steht für Wä

Axel Kühner
vor 5 Tagen
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