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»Gedanken für den Tag«
Die fünfte Jahreszeit
Herr, der Urlaub ist da. Hab von ganzem Herzen Dank! Wie lange haben wir uns auf diesen großen Sonntag des Jahres gefreut. Nun ist es soweit. Herr, komm Du in unseren Urlaub hinein. Hab Dank für jeden dieser kostbaren, uns anvertrauten Tage! Lass von uns abfallen, was uns beschwert. Lass uns froh werden über alles, womit Du uns erfreuen willst. Lass uns dankbar sein für die Schönheit Deiner Schöpfung. Lass uns innehalten in Dir, dass alle Hast von uns weichen muss. Lass uns E

Axel Kühner
21. Juli
Zielpunkt
Der Weg ist das Ziel, sagen die einen und leben drauflos: "Just for fun" und "Genuss ohne Reue". Sie nehmen, was kommt, und nutzen, was geht. Sie fragen nicht, was bleibt, und sorgen nicht, wohin das führt. Der Weg ist nichts, das Ziel ist alles, sagen die anderen und leben auf ein großes Ziel hin: "Just for one" und "Verzicht ohne Reue". Sie fragen nur, was bleibt, und sorgen nur, wohin das führt. Dazwischen gibt es eine bessere Sicht des Lebens. Der Lebensweg ist wichtig, w

Axel Kühner
20. Juli
Der i-Punkt
Das Wort Punkt stammt vom lateinischen punctum, dem Einstich. Als die Buchstaben noch in die Unterlage eingeritzt wurden, war das kleinste Zeichen ein einzelner Einstich, eben ein punctum, ein Punkt. Der kleine Punkt ist winzig, aber wichtig, zum Beispiel am Ende eines Satzes als Schlusspunkt oder auf dem i als Vervollständigung des Buchstabens. So wurde der i-Punkt ein Bild für die letzte Abrundung und Krönung einer Sache. Ohne den i-Punkt ist der Buchstabe nicht ganz, unvol

Axel Kühner
19. Juli
Schlusspunkt
"Nun mach aber einen Punkt!" heißt: "Jetzt ist Schluss!" Der Punkt am Ende eines Satzes markiert den Abschluss. Alles ist gesagt - manchmal ohne Punkt und Komma -, aber mit dem Punkt ist Schluss. "Punkt, Schluss und Streusand darüber!" Diese Wendung erinnert an die Zeit, in der ein Brief mit Tinte geschrieben, mit dem Punkt beendet und mit Streusand abgelöscht wurde. Damit war der Schreibvorgang beendet und alles mitgeteilt. Zum Glück gibt es nicht nur in Briefen und Reden de

Axel Kühner
18. Juli
Strafpunkt
"Nach Rechtskraft des Bußgeldbescheides wird ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen!" Strafpunkte im Straßenverkehr, Fehlerpunkte in der Ausbildung, Minuspunkte im Wettbewerb, überall drohen uns bei Fehlleistungen und Versagen Punkte. Noch schlimmer sind die Punkte, die Menschen in ihren Köpfen speichern und in ihre Herzen eintragen, wenn andere falsch und schlecht gehandelt haben. Strafpunkte setzen unter Druck und machen Angst. Aber sie erziehen auch.

Axel Kühner
17. Juli
Leistungspunkt
In der Schule, im sportlichen Wettkampf, in der Prüfung gibt es Leistungspunkte. Nach irgendeinem Punktsystem muss man die Leistung bewerten, einordnen und vergleichen können. Das Zeichen für die Leistungspunkte ist das Pluszeichen, und jeder möchte Pluspunkte sammeln. Mehr können, mehr leisten, mehr haben, mehr sein, solche Pluspunkte suchen wir. Zahlreich, erfolgreich, einflussreich ist die Steigerung des Lebens. Die Ideologie der Komparative hält uns besetzt: mehr, besser,

Axel Kühner
16. Juli
Glanzpunkt
Als die Erde wüst und leer und es finster auf der Tiefe war, setzte Gott einen ersten Glanzpunkt. Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Gott machte auch die Finsternis, aber er ließ seine Vorliebe für das Licht erkennen. Mitten in der Nacht der Welt, die sich von ihm abgewandt hatte, leuchtete Gottes Herrlichkeit auf, als Jesus geboren wurde. Und mitten in der Nacht ging die Ostersonne auf, als Jesus aus Tod und Grab zum Leben auferstand. Der Alltag wurde z

Axel Kühner
15. Juli
Dunkler Punkt
Etwas Unklares, Unrechtes oder Ungutes in der Lebensgeschichte eines Menschen nennt man einen dunklen Punkt. Diese Redewendung geht auf die antike Vorstellung zurück, dass die Seele eines Menschen dunkle Flecken bekommt, wenn er etwas Böses oder Unrechtes tut. Dass eine Seele dunkle Punkte zeigt, mag man mit Recht bezweifeln, aber dass Fehler und Unrecht ein Leben finster überschatten, ist ohne Zweifel. Auch in der Menschheitsgeschichte gibt es den dunklen Punkt. Als Jesus am

Axel Kühner
14. Juli
Wunder Punkt
Achilles, der tapfere griechische Held, war durch ein Bad im Styx unverwundbar, bis auf seine Ferse. Diese schwache Stelle traf sein Gegner und tötete ihn. Seitdem nennt man den wunden und schwachen Punkt eines Menschen seine Achillesferse. Jeder von uns ist irgendwo verletzlich und hat bei allen Stärken seine Schwachstelle. Aber wir versuchen, den wunden Punkt zu verbergen, damit wir nicht unnötig verletzt und geschlagen werden. Menschen haben oft eine grausame Lust, in den

Axel Kühner
13. Juli
Neuralgischer Punkt
Wenn der Zahnarzt beim Bohren den Nerv des Zahnes berührt, trifft er den neuralgischen Punkt. Aus der Medizin übernommen, nennt man eine besonders schmerzempfindliche Stelle den neuralgischen Punkt. Jeder kennt die schmerzenden Stellen und empfindlichsten Punkte seines Lebens. Eine Zurücksetzung oder Ablehnung macht uns überempfindlich, ein Scheitern oder Versagen ängstlich, eine misslungene oder zerbrochene Beziehung isoliert, eine Ehe- oder Kinderlosigkeit minderwertig. Neu

Axel Kühner
12. Juli
Trübe Tage
Der Klügere gibt nicht nach?
Zwei Bauern treffen mit ihren Fuhrwerken auf einer schmalen Brücke zusammen. Jeder fordert vom anderen, dass er Platz mache. Sie diskutieren. Jeder hat seine Gründe dafür, dass er weiter und der andere weichen muss. Keiner gibt nach. Jeder fühlt sich im Recht und hat seinen Stolz. So stehen sie sich gegenüber. Schließlich lesen sie Zeitung, packen ihre Vesper aus. Jeder sitzt auf seinem Wagen und hofft, dass der andere entnervt aufgibt. Der Tag vergeht, sie halten trotzig ihr

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Wunderbar geleitet
Juanita kam im letzten Moment zum Gottesdienst. Sie hatte eine fremde Frau bei sich, die sie liebevoll an einen Platz brachte. Strahlend erzählte sie dann von ihrem Erlebnis. Wie gewöhnlich fuhr sie mit dem Bus zum Gottesdienst. Sie setzte sich neben eine Frau, die ihr ein christliches Traktat anbot. Erfreut erzählte sie, dass sie auf dem Weg zu einem evangelischen Gottesdienst sei. Die Fremde war verblüfft und erzählte dann voller Freude ihre Geschichte. Vor zwei Wochen war

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Das Herzensgebet
"Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet. Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet. Wenn du kraftlos wirst und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet. Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein Gebet. Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht, hört er dein Gebet. Wenn die Sonne sinkt und die Welt vergeht, hört er dein Gebet!" (Mark Heard - Chr. Zehendner) In guten und in schweren Tagen, zu Hause und unterweg

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Die Bibel und das Bett
Um 1820 lebte in Witzhelden der Schuhmacher Breidenbach mit seiner Familie. Sie waren bitter arm, aber fröhlich im Glauben. Als das dritte Kind unterwegs war, brauchten sie dringend ein Bett. So traf es sich gut, dass im Wirtshaus eine Versteigerung von Hausrat angesagt war. Der Schuster Breidenbach nahm die gesamten Ersparnisse von 17 Talern, um ein Bett zu ersteigern. Als erstes wurde eine wunderschöne alte Familienbibel angeboten. Die Leute im Wirtshaus waren angetrunken u

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Immer diese Missverständnisse
In der Kirche flüstert Frau Meier: "Schlechte Akustik hier!" Ihr Mann flüstert zurück: "Jetzt, wo du es sagst, rieche ich es auch!" Der neue Untermieter zu seiner Wirtin: "Ich bin Dichter und habe ein Pseudonym!" - "Einverstanden", erwiderte die Wirtin, "aber um 22 Uhr muss sie die Wohnung verlassen haben!" "Stillgestanden!", brüllt der Spieß. Alle stehen stramm. Da brüllt der Spieß: "Was ist mit dem dahinten mit dem roten Helm?" - "Das ist doch ein Hydrant, Herr Feldwebel!"

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Klug und ohne Falsch
In der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren Nonnen aus einem Kloster in Trier ab und an in das nahe Luxemburg, um dort Lebensmittel einzukaufen, die es damals in Deutschland nicht gab. Zu allerhand Nahrungsmitteln besorgten sie auch einige Pfunde guten Bohnenkaffee. Diese besonderen Schätze verstauten sie in ihrer weiten Ordenstracht, indem sie die Kaffeepäckchen unter die Arme einklemmten. Einmal gerieten sie in eine Zollkontrolle, und der Zöllner fragte die Nonnen stre

Axel Kühner
vor 7 Tagen
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