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»Gedanken für den Tag«
Einer ist anders
An einem Auto vor mir lese ich auf einem Aufkleber: "Macht macht immer kaputt!" Ja, denke ich, und mir fallen die vielen Kriege und Gewalttaten ein. Ich sehe vor mir die Spur von Blut und Tränen, die die Mächtigen hinter sich herziehen. Militärische Macht, Finanzmacht, Körperkraft oder seelische Übermacht haben andere unterdrückt und ihr Leben zerstört. Zwischen den Völkern im Großen und den Menschen in Familien und Gruppen im Kleinen hat Macht viel kaputtgemacht. Und die Ant

Axel Kühner
30. März
Versöhnt
Ein Mann wurde nach und nach blind. Mit allen Mitteln der eigenen Kraft und der medizinischen Kunst kämpfte er gegen die Erblindung. Als die Ärzte ihm nicht mehr helfen konnten, ging er mit seinen Gefühlen weiter gegen die Erkrankung an. Ein guter Freund sah mit Schmerzen, wie der Mann im Unglück verfiel. Er nahm allen Mut zusammen und riet ihm, sich mit seiner Blindheit zu versöhnen. Es war ein langer Kampf. Zunächst Verweigerung, dann sprach der Mann über seine Blindheit mi

Axel Kühner
29. März
In den eigenen Ketten gefangen
Eine Geschichte aus dem Mittelalter erzählt von einem Schmied. Er hatte Kräfte wie ein Bär und konnte besonders gute Ketten schmieden, die niemand zu sprengen vermochte. Eines Tages wurde der Schmied bei einem Diebstahl überrascht und in das Gefängnis gebracht. Dort wurde er mit Ketten gefesselt. Er lachte in sich hinein, weil er daran dachte, wie leicht er mit seinen Riesenkräften die Ketten würde sprengen können. Doch sein Lachen verwandelte sich in Schmerz, als er an der K

Axel Kühner
29. März
Der Mantel und der Mensch
Gott hat nach dem Unglück der Sünde nicht den Menschen zugeschnitten, dass er in seinen Mantel passt. Er hat den Mantel zugeschnitten, dass er dem Menschen passt. (1.Mose 3,21) Der Vater hat nach der glücklichen Heimkehr des verlorenen Sohnes nicht den Sohn zugeschnitten, dass er dem Kleid passt, sondern das Festkleid zugeschnitten, dass es dem Sohn passt. (Lukas 15,22) Wie oft haben wir einen Menschen, den Ehepartner, die Kinder, die Eltern, Freunde und Helfer, zugeschnitten

Axel Kühner
28. März
Worte, Worte und das Wort
Die Geschichte von der Erschaffung der Welt am Anfang der Bibel gehört anerkanntermaßen zu den großen Werken der Weltliteratur. In einer einmalig schönen und dichten Sprache wird in wenigen Sätzen die Entstehung der ganzen Welt von den Gestirnen des Himmels bis zu den kleinsten Lebewesen auf Erden beschrieben. Die Schöpfungsgeschichte umfasst 787 Worte. Das Glaubensbekenntnis der Christen, in dem das ganze Evangelium von der Schöpfung, Erlösung und Heiligung zusammengefasst u

Axel Kühner
27. März
Ein Blick in die Augen
Der Befehlshaber der Besatzungstruppen sagte zu dem Bürgermeister des Bergdorfes: "Wir sind sicher, dass ihr einen Verräter in eurem Dorf versteckt. Wenn ihr ihn uns nicht übergebt, werden wir euch und die Dorfbewohner in Angst und Schrecken versetzen!" In der Tat versteckte sich ein Mann im Dorf, der aber gut und aufrichtig schien und von allen geliebt wurde. Aber was konnte der Bürgermeister tun, wenn das Wohlergehen des ganzen Dorfes auf dem Spiel stand? Tagelange Beratung

Axel Kühner
26. März
Jesus
Jesus, nicht von oben herab zwingt deine Liebe den Menschen Gemeinschaft auf. Jesus, Stufe für Stufe steigst du hinab zum Menschen, füllst die Schale mit Wasser, den Dreck wegzunehmen, der an den Füßen haftet. Jesus, du kennst die Wege, die Menschen gehen, die Irrwege und Umwege, die Trampelpfade, Sehnsuchtsstraßen, die vergeblichen, und die, die Ziele finden, die sauberen und schmutzigen, die nach oben und nach unten. Jesus, du bist dir nicht zu schade, dich niederzubeugen,

Axel Kühner
25. März
Tränen der Freude
Eine Diakonisse ging einst als Missionarin nach China. Mit viel Mühe und unter manchen Entbehrungen baute sie dort eine kleine Gemeinde auf. Nun lag sie an den Folgen einer schweren Krankheit im Sterben. Da kam eine durch ihren Dienst gläubig gewordene Chinesin an ihr Sterbelager, setzte sich der Missionarin zu Füßen, streichelte sie unter vielen Tränen und sagte: "Schwester Minna, ich danke dir, dass deine Füße über unsere hohen Sinping-Berge gestiegen sind, um uns die Erlös

Axel Kühner
24. März
Die beste Vorsorge
Ein italienischer Schriftsteller will ein Buch schreiben über die Jugendkriminalität. Er ruft gegen 23 Uhr zwölf wohlhabende Familien an, um dort die Eltern zu fragen, ob sie wüssten, wo ihre Kinder jetzt seien. Bei seinen ersten sechs Anrufen melden sich Kinder, die keine Ahnung haben, wo sich ihre Eltern befinden. "Wer für ein Jahr sorgen will, muss Korn säen. Wer für zehn Jahre sorgen will, muss Bäume pflanzen. Wer aber für hundert Jahre vorausdenkt, muss sich um seine Fam

Axel Kühner
23. März
Wie der Dieb ins Paradies gelangte
Ein Dieb kam zum Himmelreich und pochte an die Tür. "Macht auf!" Der Apostel Petrus, der die Schlüssel zum Himmelreich besitzt, hörte das Klopfen und ging zur Tür. "Wer ist da?" - "Ich." - "Wer bist du?" - "Ein Dieb. Lass mich ins Himmelreich." - "Nein, hier ist kein Platz für Diebe." - "Und wer bist du, dass du mich nicht einlassen willst?" - "Der Apostel Petrus." - "Dich kenn ich! Du bist der, der Christus verleugnete, noch bevor der Hahn krähte. Ich weiß alles, Bruder!" Da

Axel Kühner
22. März
Ich glaube an Jesus Christus
"Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau geboren, sei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Ich glaube an Gott
"Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Frau und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Ver

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Stein auf Stein
Der Grundstein für das Leben ist von Gott gelegt. Jesus trägt mit seiner Liebe das ganze Lebenshaus. (Jesaja 28,16; 1.Korinther 3,11) Auch der beim Hausbau so wichtige Eckstein ist in den Winkel gesetzt und gibt dem Fundament den Halt. Gott hat den Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein für sein Reich gemacht. (Psalm 118,22; Epheser 2,20) Darauf werden als lebendige Steine die Glaubenden zum Hause Gottes aufgebaut. (1.Petrus 2,5f) Immer wieder hat Gottes Volk d

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Leben und Tod
Zweierlei ist am christlichen Glauben überzeugend: seine Liebe zum Leben und seine Überwindung des Todes. Der Tod ist schrecklich für Menschen, die geistlich tot sind, also ohne Beziehung zum lebendigen Gott sind. Sie bringt der Tod ins Verderben. Gottes Kinder, die geistlich lebendig sind, bringt der Tod zur Erfüllung und Krönung in das ewige Leben. Ist der Tod das Aus und die unabwendbare Niederlage, so ist das Leben nur eine von Anfang an verlorene Schlacht. Ist der Tod di

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Sonnengesang
Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein ist das Lob, der Ruhm und die Ehre und alles Preisen. Dir allein, Höchster, stehen sie zu, und kein Mensch ist würdig, dich nur zu nennen. Sei gelobt, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, besonders dem Herrn, dem Bruder Sonne; er ist der Tag, und du leuchtest uns durch ihn. Er ist schön und strahlend in großem Glanz, von dir, Höchster, trägt er ein Bild, das dir gleicht. Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne, am

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Abschied von Illusionen
Niemals komme ich mir selbst auf die Spur. Niemals bekomme ich mich selbst in den Griff. Niemals bin ich mir meiner selbst sicher. Niemals bin ich aus mir selbst verständlich. Niemals bin ich mir selbst genug. Niemals habe ich in mir selbst einen Sinn. Niemals bringe ich mich selbst ans Ziel. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich n

Axel Kühner
vor 7 Tagen
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