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»Gedanken für den Tag«
Das hat noch gefehlt
Die Geschichte fängt so gut an. Ein Mensch hat viele Güter. Er ist reich und erfolgreich. Er hat viel geleistet und kann sich viel leisten. Er hat Einkommen und Auskommen, Wohlstand und Reichtum. Und er hat noch mehr. Mit den äußeren Gütern sind die inneren Werte mitgewachsen. Er ist ein Mensch ohne Lug und Trug, ohne Falsch und Neid, ohne List und Gewalt. Er hat nicht nur Wohlstand, sondern auch Anstand. Seine Ehe und Familie sind in bester Ordnung. Gottes Gebote hat er mit

Axel Kühner
31. Juli
Der Klügere gibt nach
John Wesley (1703-1791), der bekannte englische Erweckungsprediger, hatte viele Freunde und Anhänger, aber auch viele Feinde und Gegner. Seine griffigen Predigten waren einigen Zeitgenossen zu direkt und unangenehm, denn John Wesley nannte die Sünde beim Namen und schonte die Sünder nicht. Als Wesley einmal auf einer schmalen Gasse unterwegs war, kam ihm ein Lord entgegen, der auf den Prediger Zorn hatte. Der Lord blieb direkt vor Wesley stehen und sagte scharf: "Ich gehe kei

Axel Kühner
30. Juli
Heimat
Heimat ist eine prägende, tragende und bleibende Kraft des Lebens. Sie ist Erinnerung und Hoffnung zugleich, Quelle und Einmündung in einem. Heimat ist Herkunft und Zukunft. Wir stammen aus einer Heimat und gehen auf sie zu. Heimat ist geographisch: eine Landschaft mit Flüssen und Bäumen, Dörfern und Städten, Wegen und Straßen. Heimat ist biologisch: Geborenwerden und Heranwachsen, Essen und Trinken, Tageszeiten und Jahreszeiten, Gerüche und Geschmack, Spiele und Abenteuer, K

Axel Kühner
29. Juli
Christen
Christus allein macht die Christen. Sie sind sein Liebeswerk, darum hören sie auf ihn, gehören ihm an und gehorchen ihm. Hören, gehören, gehorchen ist ihre Lebensmelodie. Mit ihrem Herzen lieben sie Jesus. Mit ihrem Mund loben und bezeugen sie Jesus. Mit ihren Händen arbeiten sie für Jesus. Mit ihrem Leben drücken sie Jesus aus. Mit ihrer Freude danken sie Jesus. Mit ihrem Leid gleichen sie Jesus. Mit ihrem Sterben gehen sie zu Jesus. "Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund un

Axel Kühner
28. Juli
Warum sind Sie ein Christ?
So wurde ein Inder von einem Freund gefragt. In seiner bilderreichen Sprache antwortete er mit einer Geschichte: "Einst traf ich auf einer Wanderung auf einen Tiger, der mich knurrend verfolgte. Ich rannte um mein Leben und konnte mich schließlich an einer Schlingpflanze in einen Brunnenschacht hinunterlassen. Ich blickte nach oben, wo der Tiger mit seinen wilden Augen auf mich schaute. Ich blickte nach unten und sah zu meinem Entsetzen eine riesige Giftschlange auf dem Boden

Axel Kühner
27. Juli
Der Stellvertreter
Im letzten Haus des Dorfes, einem alten, halb zerfallenen Speicher, wohnte ein buckliger Mann ganz allein. Er wurde von allen gemieden, denn er war wegen Brandstiftung mit einer schweren Freiheitsstrafe belegt worden. Er hatte einst die Mühle des Dorfes angezündet. Nach langen Jahren kam er aus dem Gefängnis zurück, menschenscheu und noch zusammengefallener als früher. Sogar zum Kinderschreck war er geworden, denn wenn die Kinder nicht brav sein wollten, drohten die Mütter mi

Axel Kühner
26. Juli
Der deinen Mund fröhlich macht
Der Mund ist die Öffnung zum Leben. Durch ihn atmen wir Lebens-Stoffe ein und Schadstoffe aus. Mit ihm trinken wir und stillen unseren Durst nach frischem Wasser. Mit ihm essen und schmecken wir, was zur Ernährung und Erhaltung lebensnotwendig ist. Mit ihm sprechen wir und teilen uns anderen mit. Mit ihm singen wir und drücken unsere Freude, Sehnsucht und Trauer aus. Mit ihm küssen wir als Zeichen der besonderen Liebe und Nähe zu einem Menschen. Und mit dem Mund beten wir zu

Axel Kühner
25. Juli
Wer kann am weitesten sehen?
Vor einem großen Mietshaus spielen die Kinder auf der Straße. Sie kommen beim Spiel auf die Frage, wer von den Kindern aus seiner Wohnung am weitesten sehen kann. Der Junge aus dem ersten Stock meint, er könne weit über die Felder und Wiesen sehen. Das Mädchen aus dem zweiten Stock behauptet, es könne in der Ferne den Deich vor dem Meer erkennen. Der Junge aus dem dritten Stock gar erklärt, er sehe bis aufs Meer und könne die Schiffe am Horizont erkennen. Die kleine Tochter d

Axel Kühner
24. Juli
Wann wird es Sonntag?
Eines Tages kamen unter einem großen Baum, so erzählt eine afrikanische Sage, die Tiere zusammen, weil auch sie - wie die Menschen - einen Sonntag haben wollten. Der König der Tiere, der Löwe, erklärte: Das ist ganz einfach. Wenn ich eine Gazelle verspeise, dann ist für mich Sonntag. Das Pferd meinte: Mir genügt schon eine weite Koppel, dass ich stundenlang austraben kann, dann ist für mich Sonntag. Das Schwein grunzte: Eine richtige Dreckmulde und ein Sack Eicheln müssen her

Axel Kühner
23. Juli
Fortsetzung folgt
Winston Churchill fiel als Kind einmal im Park seines Elternhauses in einen Teich. Der Gärtner des Vaters rettete den Jungen vor dem Ertrinken. Winston Churchills Vater wollte diese gute Tat belohnen. Und so bezahlte er dem Sohn des Gärtners, der ein begabter Junge war, die Ausbildung und das Medizinstudium. Aus ihm wurde ein guter Mediziner und der bekannte Forscher Alexander Flemming. Er erfand das Penicillin und wurde weltberühmt. Als Winston Churchill später an einer schw

Axel Kühner
22. Juli
Ein offenes Geheimnis
Christsein ist ein Geheimnis wie die Liebe. Die Glaubensbeziehung zu Jesus ist mehr als Worte sagen und Gesten zeigen können. Sie ist ein Geschenk, das wir empfangen, ein Geheimnis, das sich uns offenbart und in dem wir leben. Der Glaube ist etwas ganz Persönliches, Inneres, Intimes, eben ein Geheimnis. Aber es sollte nicht das bestgehütete Geheimnis sein, sondern ein offenes Geheimnis, in das wir andere einladen. Auch das Geheimzeichen der Christen, der Fisch, erinnert uns d

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Gefährten oder Tod
Ein Weiser ging über Land und sah einen Mann, der einen Johannisbrotbaum pflanzte. Er blieb stehen, schaute ihm zu und fragte: "Wann wird der Baum wohl seine Früchte tragen?" Der Mann erwiderte: "In siebzig Jahren!" Da sprach der Weise: "Du Tor! Denkst du, in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu ernten? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, dass du dich an ihnen freuen kannst, solange du lebst!" Der Mann aber hatte sein Werk vollendet u

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Der Mantel und die Bücher
Es ist Herbst. Der Winter kommt. Es wird kalt. Paulus sitzt in Rom im Gefängnis. Er hat ein reiches Leben hinter sich und einen schweren Weg vor sich. Paulus hat Sehnsucht nach seinem Freund und Vertrauten Timotheus. "Komme vor dem Winter und bringe den Mantel mit und die Bücher!" Paulus wird beides brauchen: den Mantel für den Leib, wenn es kalt wird, und die Bücher für den Geist wenn es schwer wird, zu leben und zu glauben, zu schreiben und zu beten. Der Mantel steht für Wä

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Er las, lachte und zahlte
Auf einem Basar, der 1863 für notleidende Polenkinder veranstaltet wurde, hielt sich an einem Stand die bekannte Schriftstellerin George Sand auf. Als der reiche Baron James von Rothschild vorüberging, sagte Frau Sand zu ihm: "Nun, Baron, möchten Sie bei mir etwas kaufen?" - "Ich sehe nichts, was mir gefiele", antwortete von Rothschild. "Aber verkaufen Sie mir doch Ihr Autogramm!" Die Schriftstellerin nahm ein Blatt und schrieb darauf: "Von Herrn Baron von Rothschild tausend

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Auf Händen getragen
Ein Mann ist mit einer neuen Aufgabe betraut, die ihn übermäßig belastet. Bald kommen ihm Zweifel, ob er der Herausforderung gewachsen ist. Wie eine schwere Last drückt seine Arbeit. Resignation keimt auf. Eines Tages kommt er von der Arbeit nach Haus. Er hat für seine Frau ein hübsches Geschenk mitgebracht und trifft im Flur auf seine kleine Tochter, die an Kinderlähmung erkrankt im Rollstuhl sitzt. "Wo ist Mutter?" - "Mutter ist oben", sagt die Kleine. "Ich habe ein Geschen

Axel Kühner
vor 7 Tagen
Vergebliche Mühe
Eine Frau und ihr Mann bestellen ihren Garten. Sie graben um und säen ein, was sie im Herbst ernten wollen. Ein Beet ließen sie brach liegen. Da säte der Mann heimlich noch Salat aus, um seiner Frau damit eine Freude zu machen. Am nächsten Tag denkt auch die Frau an das leere Beet und legt heimlich Bohnen aus, weil ihr Mann sie gerne isst. Immer wieder gehen nun die Ehepartner zum Beet, der eine ohne den anderen. Jeder von beiden jätet nun, was er für Unkraut hält. Die Frau j

Axel Kühner
29. Sept.
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