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»Gedanken für den Tag«
Dreimal täglich
Abends, morgens und mittags loben wir Dich, Gebieter über das All, wir preisen Dich, wir danken Dir und bitten Dich, menschenfreundlicher Herr, lenke unser Gebet in Deine Gegenwart und lass unsere Gedanken nicht abirren zu schlechtem Reden und Sinnen, sondern befreie uns von Allem, was unseren Seelen schaden kann. Zu Dir, Herr, erheben wir unseren Blick, und auf Dich setzen wir unsere Hoffnung. Denn Dir gebührt aller Ruhm, alle Ehre und Anbetung, dem Vater, dem Sohn und dem h

Axel Kühner
31. Mai
Morgens
... empfangen wir den neuen Tag als ein Geschenk von Gott. Der Dank wird uns gegen alles Fehlende und Negative positiv machen. ... stellen wir den Tag unter Gottes Regie. Dann sind wir nicht von Angst oder Zorn oder Neid bestimmt. ... vertrauen wir unsere Familie und Freunde der Fürsorge Gottes an. So sind wir frei von ängstlichen Sorgen und können uns aneinander freuen. ... legen wir Gott auch die schwierigen Aufgaben und Menschen hin, damit wir mit ihnen richtig umgehen. ..

Axel Kühner
30. Mai
Mundwerk und Handwerk
Es hatte lange nicht geregnet. Die Ernte auf den Feldern drohte zu verdorren. Die Gemeinde wurde zu einem Bittgottesdienst um Regen eingeladen. Die Not trieb viele zum Beten, und die Kirche füllte sich mittags um zwei Uhr in der glühenden Hitze eines Sommersonntags. Auch ein kleiner, fünfjähriger Junge kam und brachte seinen Regenschirm mit. "Was willst du mit dem Schirm?", fragte ihn streng der Küster an der Tür. "Es ist doch Bittgottesdienst für den Regen", sagte der Junge,

Axel Kühner
29. Mai
Wie beten wir richtig?
Während ein Techniker vom Störungsdienst das Telefon repariert, unterhalten sich im Arbeitszimmer des Pfarrers drei Geistliche über die richtige Gebetshaltung. Der eine meint, im Knien ließe es sich am besten beten, das wäre die einzige richtige Haltung vor Gott. Der andere erklärt, dass er am besten im Stehen betet und dazu die Hände flehend zu Gott erhebt. So würde die Sehnsucht und Bedürftigkeit am deutlichsten ausgedrückt. Der dritte ist anderer Meinung. Für ihn ist die r

Axel Kühner
28. Mai
Ist der Weg frei?
In Surinam haben sich die Christen, weil ihre Hütten nur aus einem Raum bestehen, einen Gebetsplatz im Wald gesucht, wohin sie täglich gingen, um dort in der Stille allein mit Gott zu reden. Die Gebetswege waren mit der Zeit wie ausgetretene kleine Pfade. Eines Tages sagte ein Eingeborener zu seinem Nachbarn ganz liebevoll: "Du, auf deinem Gebetsweg wächst langsam das Gras!" Der Weg zu Gott im Gebet ist immer frei. Gott wartet mit Sehnsucht darauf, dass wir Zeit haben und Ruh

Axel Kühner
27. Mai
Die Königin
Das Gebet ist die Königin aller guten Taten. Sie kann alle anderen Taten nicht ersetzen, aber sie ist die wichtigste Tat, die durch keine andere zu ersetzen ist. Aus dem Gebet fließt das Tun wie von selbst in die richtige Bahn. Und das beste Tun mündet wie von selbst in seine höchste Form, das Gebet, ein. Dem Betenden geht die Arbeit leicht von der Hand. Und dem Arbeitenden fließt das Gebet leicht aus dem Herzen. So bilden Beten und Arbeiten ein Ganzes, bilden einen wunderbar

Axel Kühner
26. Mai
Gebet
Gebet ist die größte Möglichkeit der Menschen, aber es nimmt den kleinsten Raum in ihrem Tun ein. Gebet ist die schönste Pflicht der Glaubenden, aber sie wird am schlechtesten erfüllt. Gebet ist die einfachste Form der Liebe und Hingabe, aber es wird das schwierigste Problem daraus. Allen Menschen steht im Gebet die Tür zu Gott weit auf, aber nur die wenigsten gehen wirklich hindurch. Gebet ist die nächstliegende Form, über sich selbst hinauszuwachsen, aber die Menschen greif

Axel Kühner
25. Mai
Es ist umgekehrt
In der deutschen Sprache konjugieren wir: ich, du, er, sie, es. In der hebräischen Sprache ist es umgekehrt. Dort konjugiert man: er, sie, es, du, ich. Für ein Kind beginnt der Weg zum Ich tatsächlich mit dem Wahrnehmen der Umgebung. Ein Kind tritt in die Welt des Er, Sie und Es ein und hört und sieht und nimmt wahr. Erst viel später kommt das Du, die direkte persönliche Anrede und Beziehung, und zum Schluss stehen auch das Ich und das Ichbewusstsein. Leben erschließt sich al

Axel Kühner
24. Mai
Aufwachen
Als David Livingstone in Afrika unterwegs war, kam es hin und wieder vor, dass ein Stamm von Eingeborenen ihn bat: "Gib uns unseren Schlaf wieder!" Sie baten um die ungestörte Ruhe vor nächtlichen Überfällen und Störungen. Das ist begreiflich und verständlich. Wenn aber diese Bitte in unseren Gemeinden so zum Ausdruck kommt, dass Menschen ihre Ruhe haben und nicht aufgeweckt werden wollen vom Evangelium, dann ist das eine tödliche Bitte. Die Predigten sollen uns beruhigen und

Axel Kühner
23. Mai
Wir sind Empfänger
Kinder, die taub waren, blieben früher immer auch stumm, obwohl sie voll ausgebildete Sprachorgane hatten. Gehörlose waren immer sprachlose Menschen. Das erinnert uns daran, dass wir nur sagen können, was wir auch hören, nur wiedergeben können, was wir auch empfangen haben. Wir sind nur Empfänger und in allem, was wir von uns geben, angewiesen, es vorher bekommen zu haben. Lebensraum und Lebenszeit, Lebenskraft und Lebensgefährten, Lebenswege und Lebensziel haben wir nicht au

Axel Kühner
22. Mai
Trübe Tage
Der Klügere gibt nicht nach?
Zwei Bauern treffen mit ihren Fuhrwerken auf einer schmalen Brücke zusammen. Jeder fordert vom anderen, dass er Platz mache. Sie diskutieren. Jeder hat seine Gründe dafür, dass er weiter und der andere weichen muss. Keiner gibt nach. Jeder fühlt sich im Recht und hat seinen Stolz. So stehen sie sich gegenüber. Schließlich lesen sie Zeitung, packen ihre Vesper aus. Jeder sitzt auf seinem Wagen und hofft, dass der andere entnervt aufgibt. Der Tag vergeht, sie halten trotzig ihr

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Wunderbar geleitet
Juanita kam im letzten Moment zum Gottesdienst. Sie hatte eine fremde Frau bei sich, die sie liebevoll an einen Platz brachte. Strahlend erzählte sie dann von ihrem Erlebnis. Wie gewöhnlich fuhr sie mit dem Bus zum Gottesdienst. Sie setzte sich neben eine Frau, die ihr ein christliches Traktat anbot. Erfreut erzählte sie, dass sie auf dem Weg zu einem evangelischen Gottesdienst sei. Die Fremde war verblüfft und erzählte dann voller Freude ihre Geschichte. Vor zwei Wochen war

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Das Herzensgebet
"Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet. Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet. Wenn du kraftlos wirst und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet. Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein Gebet. Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht, hört er dein Gebet. Wenn die Sonne sinkt und die Welt vergeht, hört er dein Gebet!" (Mark Heard - Chr. Zehendner) In guten und in schweren Tagen, zu Hause und unterweg

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Die Bibel und das Bett
Um 1820 lebte in Witzhelden der Schuhmacher Breidenbach mit seiner Familie. Sie waren bitter arm, aber fröhlich im Glauben. Als das dritte Kind unterwegs war, brauchten sie dringend ein Bett. So traf es sich gut, dass im Wirtshaus eine Versteigerung von Hausrat angesagt war. Der Schuster Breidenbach nahm die gesamten Ersparnisse von 17 Talern, um ein Bett zu ersteigern. Als erstes wurde eine wunderschöne alte Familienbibel angeboten. Die Leute im Wirtshaus waren angetrunken u

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Immer diese Missverständnisse
In der Kirche flüstert Frau Meier: "Schlechte Akustik hier!" Ihr Mann flüstert zurück: "Jetzt, wo du es sagst, rieche ich es auch!" Der neue Untermieter zu seiner Wirtin: "Ich bin Dichter und habe ein Pseudonym!" - "Einverstanden", erwiderte die Wirtin, "aber um 22 Uhr muss sie die Wohnung verlassen haben!" "Stillgestanden!", brüllt der Spieß. Alle stehen stramm. Da brüllt der Spieß: "Was ist mit dem dahinten mit dem roten Helm?" - "Das ist doch ein Hydrant, Herr Feldwebel!"

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Klug und ohne Falsch
In der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren Nonnen aus einem Kloster in Trier ab und an in das nahe Luxemburg, um dort Lebensmittel einzukaufen, die es damals in Deutschland nicht gab. Zu allerhand Nahrungsmitteln besorgten sie auch einige Pfunde guten Bohnenkaffee. Diese besonderen Schätze verstauten sie in ihrer weiten Ordenstracht, indem sie die Kaffeepäckchen unter die Arme einklemmten. Einmal gerieten sie in eine Zollkontrolle, und der Zöllner fragte die Nonnen stre

Axel Kühner
vor 7 Tagen
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