top of page
»Gedanken für den Tag«
Das Leben ist nicht einfach
Die Angst vor dem Weniger und die Gier nach dem Mehr zerreiben wie zwei schwere Mühlsteine die Seele. Menschen sind um das Glück besorgt und von der Sorge zerfressen, sie sind in Hast und Hetze zu Arbeitstieren verkommen oder von Unlust gelähmt. In der Wüste von Stress und Langeweile bedroht, von Rebellion aufgebracht und von Resignation niedergedrückt. Leichtfertig die einen, schwermütig die anderen. Die Sehnsucht erkrankt an Fernweh und Heimweh zugleich. Menschen suchen das

Axel Kühner
5. März
Späte Frucht
In den Gräbern der alten ägyptischen Könige fand man unter den Grabgaben auch Gefäße mit Weizenkörnern, die bereits 5.000 Jahre alt waren. Als man sie in die Erde legte und mit Wasser begoss, keimten die Weizenkörner und wuchsen zur Frucht. Noch nach 5.000 Jahren hatten sie die Keimkraft in sich und warteten nur auf den richtigen Boden, um auch wachsen und Frucht bringen zu können. Auch Gottes Wort ist 2-3.000 Jahre alt. Aber es hat in sich eine erstaunliche Kraft. Die Worte

Axel Kühner
4. März
Gabe des Schweigens
Es gibt die Sprache mit Worten und mit Händen. Es gibt die Sprache der Augen und des Körpers. Und es gibt die Sprache des Schweigens. Der alte Abt eines Klosters fühlt nach einem langen und mühevollen Leben, dass es wohl bald mit ihm zum Ende kommt. Da möchte er noch einmal seinen besten Freund besuchen, um von ihm Abschied zu nehmen. Ein junger Mönch begleitet ihn auf der langen und schwierigen Wanderung in das Bergkloster. Dort fallen sich die beiden alten Freunde in die Ar

Axel Kühner
3. März
Nachtragen oder Ablegen
Ein Junge hat seine Mutter durch Grobheiten tief verletzt. Der Junge ist längst weitergegangen, aber die Mutter trägt es in ihrer Seele dem Jungen nach, und sie trägt schwer daran. Eine Frau hat ihren Mann schwer gekränkt. Sie hat das gar nicht so empfunden und lebt fröhlich fort. Aber der Mann trägt es ihr in seinem Herzen nach und ist damit sehr belastet. Ein Arbeitskollege ist von einem anderen hintergangen worden und in seiner Ehre verletzt. Der Kollege ist schon in einer

Axel Kühner
2. März
Loslassen und Festhalten
Die vergänglichen Werte, Zeit und Geld, Hab und Gut, Gesundheit und Lebenskraft bringen einen großen Segen, wenn man sie loslässt und einsetzt, hingibt und verschenkt. Wir sollten all die vergänglichen Dinge des Lebens dankbar empfangen und fröhlich verschenken. So sind sie für uns, für andere und für das Leben ein großer Gewinn. Die ewigen Werte, der Glaube an Jesus, die Liebe zu anderen, die Hoffnung auf die Zukunft Gottes, das Vertrauen in Jesu Macht bringen einen großen S

Axel Kühner
1. März
Gott wird helfen müssen
Zum Rabbi Meir kam ein Dorfjude mit Namen Seinwel. Er war kinderlos, obwohl schon zehn Jahre verheiratet. Immer wieder drängte er den Rabbi, dass er für ihn Kinder erflehen möchte. Einmal kam er mit seiner Frau. "Wir werden euch", rief die redegewandte Frau, "keine Ruhe lassen, bis ihr uns mit einem Kind segnet." Der Rabbi erwiderte: "Gebt mir den Zahlenwert des Wortes ‚Ben’, also 52 Dukaten, so werde ich für euch einen Sohn erflehen." Der arme Jude fing an zu handeln. Er kön

Axel Kühner
28. Feb.
Helau oder Halleluja
Die Ursprünge des Karnevals gehen auf die Fruchtbarkeitsriten der antiken Völker zurück. Griechen und Römer huldigten dem Gott des Weines. In Rom beging man im Januar die Saturnalien. Ein Mann aus dem Volk wurde zum König gewählt und mit großem Prunk führte er die Prozession an. Auf Wagen wurden Bilder der Götter, nackte Statuen und leichte Mädchen mitgeführt. Gemeine Zoten und hässliche Lieder schallten durch die Straßen. Römische Bürger brachten ihre Frauen und Töchter für

Axel Kühner
27. Feb.
Gelobt sei der Herr!
Gelobt sei der Herr für raue Wege. Sie haben manchen Fuß vor dem Ausgleiten bewahrt und den Schritten einen festen Halt gegeben. Gelobt sei der Herr für raue Winde. Sie haben manches Lebensschiff heimgeweht, das sonst ins eigene Verderben gesegelt wäre. Gelobt sei der Herr für raue Worte. Sie haben manche Augen für die Wahrheit geöffnet und Herzen für die Liebe empfänglich gemacht. Gelobt sei der Herr für raue Wasser. Sie haben den Dreck von der Seele gespült und manches Lebe

Axel Kühner
26. Feb.
Vertrauen gegen die Angst
Ein Kind liegt abends im Bett. Es kann nicht einschlafen und bekommt plötzlich Angst. Das Alleinsein im Dunkel der Nacht lässt das Kind vor Angst nach seinen Eltern schreien. Die Eltern können im Kinderzimmer Licht machen und nun das Kind allein lassen. Sie können aber auch im Dunkeln bei dem Kind bleiben und es durch ihre Gegenwart beruhigen. So wird das Kind Vertrauen fassen und die Angst überwinden. Vertrauen ist keine eigene Kraftleistung gegen die Schwäche der Angst, son

Axel Kühner
25. Feb.
Kopf und Herz
Es war einmal ein Salatkopf. Er war kein Einzelkind, sondern im Freibeet der Gärtnerei unter der guten Hand seines Gärtners mit vielen Geschwistern herangewachsen. Hier war kein Platz für Sonderstellungen. Jeder hatte gleiche Rechte und gleiche Pflichten. Trotzdem war unser Salatkopf anders. Er war sozusagen das "schwarze Schaf" der Familie, obwohl er keineswegs extrem über die Schnur schlug. Er neigte nur dazu, den Mund etwas zu voll zu nehmen. Er prahlte mit seiner Größe, d

Axel Kühner
24. Feb.
Trübe Tage
Am Ende
Gott ist vor uns und hinter uns. Er ist unter uns und über uns. Gott ist neben uns und in uns. Und Gott ist für uns. Von allen Seiten umgibt er uns. Alle Tage begleitet er uns. Immer hält er seine Hände über uns. Darin sind wir wirklich gut untergebracht. Hier ist der beste Ruheort zum Wohnen und Bleiben, zum Leben und Überleben. Hier ist der Raum, in dem die Sehnsucht, die uns in Bewegung bringt, auch gestillt wird. Hier ist das Gelass Gottes, in dem wir die Gelassenheit fin

Axel Kühner
vor 9 Stunden
Völlig eingehüllt
Gott ist unter uns in seiner tragenden Liebe. Seine glühende Liebe sucht immer die tiefste Stelle unseres Lebens. Wo wir ganz tief besorgt und geängstigt sind, da ist Gott noch unter uns. Wo wir tief in Trauer und Leid hineingeraten, da reicht seine Barmherzigkeit noch tiefer. Wo Menschen ganz tief in Verzweiflung und Resignation hineinfallen, da fängt uns Gottes Treue auf. Selbst die tiefste Verstrickung in Sünde und Schuld nimmt Gott noch auf sich, indem das Lamm Gottes uns

Axel Kühner
vor 1 Tag
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Wer sein Leben zu Jesus hingebracht, ihm ganz übergeben hat, der ist in seiner Fürsorge gut untergebracht. Das Leben ruht in seiner Hand aus. Menschen wissen nun, woher sie kommen, aus der Güte und Weisheit Gottes, und wohin sie gehen, Gott und seinem Reich entgegen. Nun können sie das Leben wirklich erfahren, erleben, erglauben, erbeten, erhoffen und erlangen. Alles ist in Bewegung, aber in einem Lebenszusammenhang, auf einem gebahnten Weg, durch eine aufgestoßene Tür, zu ei

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Zuflucht nehmen
Wohin auch immer wir gehen, reisen, fliehen, Gott ist schon vor uns da. Alle Träume und Türme bis an den Himmel enden bei Gott. So hoch hinaus Menschen auch gelangen mögen, Gott ist noch über ihnen und vor ihnen. Auch der Tod ist kein Ausweg, und im Sterben ist kein Friede. Der Tod führt uns nur noch direkter in die Hände Gottes und vor sein Angesicht. Nehmen wir Flügel der Morgenröte und reisen an die letzten Enden der Erde über die weitesten Meere, auch dort wird Gottes Han

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Aber wohin?
Menschen sind unterwegs. Zu Hause packt sie das Fernweh und lässt sie abfahren. Sie wollen weit weg und suchen die Fremde. In der Ferne bekommen sie Heimweh und haben Sehnsucht nach Haus und Bekannten. Menschen sind unterwegs. Sie haben ihr Leben hingebracht. Aber wohin? Sie haben ihre Jahre zugebracht. Aber wozu? "Wohin soll ich gehen, und wozu soll ich leben?", sind die bangen Fragen des Unterwegs-Menschen. Vor uns liegen eine unsichere Zukunft und ein sicherer Tod. Aber wi

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Alles ist in Bewegung
Wir kommen woher und gehen wohin. Wir treten aus dem Raum der Vergangenheit, huschen über den schmalen Flur der Gegenwart und gelangen in das Zimmer einer dunklen Zukunft. Alles ist in Bewegung. Die Erde unter uns dreht sich. Die Wolken über uns ziehen weiter. Die Menschen neben uns hasten voran. Die Fragen in uns halten uns auf Trab. Die Wissenschaft bringt uns immer neue Möglichkeiten. Alles ist in Bewegung. Die Zeiger an der Uhr drehen sich. Kalenderblätter wechseln. Jahre

Axel Kühner
vor 5 Tagen
bottom of page

