top of page
»Gedanken für den Tag«
Lebendiges Leben
Ein reicher Geschäftsmann wird auf offener Straße überfallen. Er spürt die Pistole in seinem Rücken und hört die Stimme in seinem Ohr: "Geld oder Leben!" Der Geschäftsmann dreht sich um und antwortet: "Nehmen Sie das Leben, das Geld brauche ich noch!" Was machen die Güter des Lebens ohne den Geber des Lebens für einen Sinn? Was soll die Anhäufung von Mitteln des Lebens bei gleichzeitigem Verlust der Mitte des Lebens? Was bedeutet immer mehr Lebensunterhalt bei immer weniger L

Axel Kühner
2. Feb.
Gold oder Leben
Midas erwarb sich der antiken Sage nach die Fähigkeit, dass alles, was er berührte, zu Gold wurde. Solche Midasse möchten viele Menschen sein. Sie träumen davon, dass alles, was sie anfassen, zu Gold und Reichtum wird. Solche glücklichen Hände wünschen sich viele Menschen, unter denen sich alles in Reichtum und Luxus verwandelt. Dem Midas jedoch wurde gerade diese Fähigkeit zum Verhängnis, weil auch die Nahrung, die er zum Essen brauchte, sich in hartes Gold verwandelte. So m

Axel Kühner
1. Feb.
Auch ich schreib meinen Liebesbrief
Unsere Lebenszeit ist wie ein leeres Blatt, das Gott uns anvertraut hat, damit wir mit unserem Leben darauf unsere Antwort schreiben. Es ist ein weißes Pergament, Die Zeit, und jeder schreibt Mit seinem roten Blut darauf, Bis ihn der Strom vertreibt. An dich, du wunderbare Welt, Du Schönheit ohne End', Auch ich schreib' meinen Liebesbrief Auf diesem Pergament. Froh bin ich, dass ich aufgeblüht In deinem runden Kranz; Zum Dank trüb' ich die Quelle nicht Und lobe deinen Glanz.

Axel Kühner
31. Jan.
Nach oben schauen
Ein Schiffsjunge musste einmal im Sturm den Mast hinaufklettern. Die Wogen gingen hoch, und die Wellen trugen das Schiff bald nach oben in schwindelnde Höhen und bald hinab in abgründige Tiefen. Dem Schiffsjungen begann schwindelig zu werden, und er drohte herabzustürzen. Da rief ihm der Kapitän von unten zu: "Junge, sieh nach oben!" Der Schiffsjunge riss seinen entsetzten Blick von den tobenden Wellen los und richtete ihn nach oben. Und dieser Blick in den Himmel rettete ihn

Axel Kühner
30. Jan.
Die Hoffnung nicht aufgeben
Es waren einmal zwei Bienen, die saßen am Eingang ihres Bienenkorbes in der Sonne. Lange Zeit hatte ein heftiger Sturm gewütet. Seine Gewalt hatte alle Blumen weggefegt und die Welt verwüstet. "Was soll ich noch fliegen?" klagte die eine Biene. "Überall herrscht ein wüstes Durcheinander. Was kann ich da schon ausrichten?" Und traurig blieb sie sitzen. "Blumen sind stärker als der Sturm", sagte die andere Biene. Irgendwo müssen noch Blumen sein, und sie brauchen uns, sie brauc

Axel Kühner
29. Jan.
Phantasie oder Glaube
Phantasie ist, einen bunten Regenbogen über den tristen Alltag zu malen. Glaube ist, über dem Grau des Alltags mit seinen Mühen und Leiden, Sorgen und Lasten den Regenbogen Gottes zu wissen. Christen sehen über das Dunkle und Notvolle im Alltag nicht hinweg, aber sie sehen über all dem Grau-in-Grau den bunten Bogen der Treue Gottes. Sie malen ihn nicht einfach darüber, sie sehen ihn darüber. Das eine ist Phantasie, das andere ist Gewissheit. Über unserem Leben leuchtet der Bo

Axel Kühner
28. Jan.
Der alte Jim
Dem Pastor einer Gemeinde in Kenia fiel ein alter, ärmlich wirkender Mann auf, der jeden Mittag um 12 Uhr die Kirche betrat und sie schon nach kurzer Zeit wieder verließ. Eines Tages wartete der Pastor auf den Mann und fragte ihn, was er denn in der Kirche tue. Der Alte antwortete: "Ich gehe hinein, um zu beten!" Auf die verwunderte Feststellung: "Aber du bist niemals lange genug in der Kirche, um wirklich beten zu können!" erklärte der alte Mann: "Ich kann kein langes Gebet

Axel Kühner
27. Jan.
Goldene Äpfel auf silbernen Schalen
Ein Arzt, der in seinem Beruf über Jahrzehnte Erfolg hatte, setzte sich eines Tages hin und schrieb einen Dankesbrief an seine ehemalige Lehrerin, die ihn damals so sehr ermutigt hatte, als er in ihrer Klasse war. Eine Woche darauf erhielt er eine mit zittriger Hand geschriebene Antwort. Der Brief lautete: ‚Mein lieber Willi, ich möchte, dass Du weißt, was mir Dein Brief bedeutet hat. Ich bin eine alte Frau in den Achtzigern, lebe allein in einem kleinen Zimmer, koche mir mei

Axel Kühner
26. Jan.
Mehr als nur ein Wort
Liebe ist ein Geheimnis. Hass ist ein Gefängnis. Liebe bietet ein Heim, in ihr ist jeder gut untergebracht. Hass ist unheimlich und macht aufenthaltslos. Liebe verbindet und Hass zerschneidet. Liebe baut Brücken, und Hass gräbt Gräben. Liebe ist eine Mauer, die einschließt, und eine Tür, die sich weit öffnet. Hass ist eine Mauer ohne Tür, die ausschließt und erdrückt. Liebe ist ein Weg in ein weites Land. Hass ist eine Sackgasse, in der man schließlich vor die Wand läuft. Sic

Axel Kühner
25. Jan.
Vom Dorn zum Edelstein
Ich bin ein Dorn in deiner Krone, der trieb das Blut, Herr, über dein geliebtes Angesicht. Ich bin ein Dorn in deinem Auge, nie hast du es versucht, mich dort herauszuziehen, du Gnade, unbegreiflich! Ich bin ein Dorn in jener Geißel, die deinen Rücken schlug, auf dem du heimträgst mich in deines Vaters Schoß. Ich bin ein Dorn in deinem Herzen, doch zogst du tiefer mich nur noch hinein und sagtest leise, voller Schmerzen: "Das tat ich auch für dich!" Dann starbst du! Wie eine

Axel Kühner
24. Jan.
Trübe Tage
Am Ende
Gott ist vor uns und hinter uns. Er ist unter uns und über uns. Gott ist neben uns und in uns. Und Gott ist für uns. Von allen Seiten umgibt er uns. Alle Tage begleitet er uns. Immer hält er seine Hände über uns. Darin sind wir wirklich gut untergebracht. Hier ist der beste Ruheort zum Wohnen und Bleiben, zum Leben und Überleben. Hier ist der Raum, in dem die Sehnsucht, die uns in Bewegung bringt, auch gestillt wird. Hier ist das Gelass Gottes, in dem wir die Gelassenheit fin

Axel Kühner
vor 11 Stunden
Völlig eingehüllt
Gott ist unter uns in seiner tragenden Liebe. Seine glühende Liebe sucht immer die tiefste Stelle unseres Lebens. Wo wir ganz tief besorgt und geängstigt sind, da ist Gott noch unter uns. Wo wir tief in Trauer und Leid hineingeraten, da reicht seine Barmherzigkeit noch tiefer. Wo Menschen ganz tief in Verzweiflung und Resignation hineinfallen, da fängt uns Gottes Treue auf. Selbst die tiefste Verstrickung in Sünde und Schuld nimmt Gott noch auf sich, indem das Lamm Gottes uns

Axel Kühner
vor 1 Tag
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Wer sein Leben zu Jesus hingebracht, ihm ganz übergeben hat, der ist in seiner Fürsorge gut untergebracht. Das Leben ruht in seiner Hand aus. Menschen wissen nun, woher sie kommen, aus der Güte und Weisheit Gottes, und wohin sie gehen, Gott und seinem Reich entgegen. Nun können sie das Leben wirklich erfahren, erleben, erglauben, erbeten, erhoffen und erlangen. Alles ist in Bewegung, aber in einem Lebenszusammenhang, auf einem gebahnten Weg, durch eine aufgestoßene Tür, zu ei

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Zuflucht nehmen
Wohin auch immer wir gehen, reisen, fliehen, Gott ist schon vor uns da. Alle Träume und Türme bis an den Himmel enden bei Gott. So hoch hinaus Menschen auch gelangen mögen, Gott ist noch über ihnen und vor ihnen. Auch der Tod ist kein Ausweg, und im Sterben ist kein Friede. Der Tod führt uns nur noch direkter in die Hände Gottes und vor sein Angesicht. Nehmen wir Flügel der Morgenröte und reisen an die letzten Enden der Erde über die weitesten Meere, auch dort wird Gottes Han

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Aber wohin?
Menschen sind unterwegs. Zu Hause packt sie das Fernweh und lässt sie abfahren. Sie wollen weit weg und suchen die Fremde. In der Ferne bekommen sie Heimweh und haben Sehnsucht nach Haus und Bekannten. Menschen sind unterwegs. Sie haben ihr Leben hingebracht. Aber wohin? Sie haben ihre Jahre zugebracht. Aber wozu? "Wohin soll ich gehen, und wozu soll ich leben?", sind die bangen Fragen des Unterwegs-Menschen. Vor uns liegen eine unsichere Zukunft und ein sicherer Tod. Aber wi

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Alles ist in Bewegung
Wir kommen woher und gehen wohin. Wir treten aus dem Raum der Vergangenheit, huschen über den schmalen Flur der Gegenwart und gelangen in das Zimmer einer dunklen Zukunft. Alles ist in Bewegung. Die Erde unter uns dreht sich. Die Wolken über uns ziehen weiter. Die Menschen neben uns hasten voran. Die Fragen in uns halten uns auf Trab. Die Wissenschaft bringt uns immer neue Möglichkeiten. Alles ist in Bewegung. Die Zeiger an der Uhr drehen sich. Kalenderblätter wechseln. Jahre

Axel Kühner
vor 5 Tagen
bottom of page

