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»Gedanken für den Tag«
Bedingungslose Liebe
Ein kleiner Berliner Steppke fragt eines Tages eine feine Dame nach dem Kurfürstendamm. Die vornehme Frau schaut den kleinen Jungen durchdringend an und sagt: "Junge, wenn du mich was fragst, dann nimm erst mal die Hände aus der Tasche, zieh die Mütze vom Kopf, putz dir anständig die Nase, mach einen Diener und sag ‚Gnädige Frau’ zu mir!" Darauf antwortet der Junge: "Det ist mir vill zu ville, da verloof ick mir lieba!" Gott stellt uns keine Bedingungen. Wir dürfen zu ihm kom

Axel Kühner
13. Sept.
Nun danket alle Gott
Martin Rinckart (1586-1649) war während des Dreißigjährigen Kriegs Pastor in Eilenburg in Sachsen-Anhalt. Man nannte ihn den "Ambrosius" der evangelischen Kirche. Sein Mut und seine Tapferkeit bewährten sich während der österreichischen und schwedischen Belagerung von Eilenburg. Wie überall wütete auch dort die Pest, und Rinckart musste insgesamt 4.480Menschen seiner Gemeinde beerdigen. Auf Belagerung und Pest folgte dann die Hungersnot, die noch weitere 0pfer forderte. Von d

Axel Kühner
12. Sept.
Manchmal ein Vorteil
Die Familie war um den Tisch versammelt beim Abendessen. Der älteste Sohn kündigte an, er werde das Mädchen von gegenüber heiraten. "Aber ihre Familie hat ihr nicht einen Pfennig hinterlassen", sagte der Vater voller Missbilligung. "Und sie selbst hat sicher nichts gespart", ergänzte die Mutter. "Sie versteht rein gar nichts von Fußball", sagte der Bruder. "Ich habe noch nie ein Mädchen mit einer so blöden Frisur gesehen", warf die Schwester ein. "Sie tut nichts als billige R

Axel Kühner
11. Sept.
Familie intakt?
Vater und Mutter sind beide berufstätig und haben wenig Zeit. Ihre kleine Tochter hat Geburtstag, und eilig kommen die Eltern in ein Spielwarengeschäft und erklären der Verkäuferin: "Wir sind den ganzen Tag beruflich von zu Hause fort. Wir brauchen für unsere Tochter ein Geschenk, was sie sehr erfreut, lange beschäftigt, gut anregt und ihr das Gefühl der Geborgenheit schenkt." - "Tut mir leid", sagt die Verkäuferin freundlich, "Eltern führen wir nicht!" Wenn Eltern keine Zeit

Axel Kühner
10. Sept.
Entlarvt
Onkel Tom hatte ein schwaches Herz, und der Arzt hatte ihn ermahnt, sehr vorsichtig zu sein und jede Aufregung zu meiden. Als die Familie erfuhr, er habe von einem verstorbenen Verwandten eine Milliarde Dollar geerbt, zögerte man, ihm die Nachricht zu überbringen, aus Furcht, er könne dadurch einen Herzanfall bekommen. So baten sie den örtlichen Pastor um Hilfe. Der versicherte ihnen, er würde einen Weg finden, es dem Onkel vorsichtig beizubringen. "Sagen Sie, Tom", wandte si

Axel Kühner
9. Sept.
Gerichtet!
Es waren einmal zehn Bauern, die gingen miteinander über das Feld. Sie wurden von einem schweren Gewitter überrascht und flüchteten sich in einen halb zerfallenen Tempel. Das Gewitter kam immer näher, und es war ein Donner, dass die Luft um sie her zitterte. Kreisend fuhren die Blitze fortwährend um den Tempel herum. Die Bauern fürchteten sich sehr. Und in ihrer Angst dachten sie, es müsse wohl ein Sünder unter ihnen sein, den der Blitz treffen wolle. Um herauszufinden, wer v

Axel Kühner
8. Sept.
Arbeit und Vergnügen
Vater und Sohn streiten sich. Der Vater möchte, dass sein Junge fleißig und tüchtig ist. Der Sohn möchte lieber das Leben genießen und alles locker angehen. Der Vater versucht, die Vorzüge der Arbeit deutlich zu machen. Er spricht vom Vorrecht und der besonderen Gabe der Arbeit, von ihrem Nutzen und der tiefen Befriedigung, die man aus einer vollbrachten Arbeit beziehen kann. "Für mich ist die Arbeit jedenfalls etwas Schönes, und es bereitet mir ein Vergnügen, tüchtig zu arbe

Axel Kühner
7. Sept.
Natürlich und heilig
Welt und Leben, Mann und Frau, Leib und Geist, Geschlecht und geschlechtliches Leben, Essen und Trinken, Arbeiten und Genießen sind von Gott. Aber die natürlichen Gaben des Lebens sind gebrochen, weil Menschen mit Gott im Bruch leben. Darum muss alles Natürliche wieder in der Hingabe an Gott geheiligt werden. Auf die natürliche Geburt muss eine geistliche Geburt folgen, damit wir von Geschöpfen Gottes zu seinen Kindern werden. So werden Verstand und Sinne, Sexualität und Arbe

Axel Kühner
6. Sept.
Drei Wünsche
Ein Mann, der ewig und mit allem unzufrieden war, bekam eines Tages drei Wünsche frei. Spontan wünschte er sich aus seinem tristen Zuhause fort an den Ort seiner Träume. Unter den Palmen der Südsee konnte er nun endlich das süße Leben genießen. Doch nach einiger Zeit erschien ihm das alles so fad und leer, und er bekam heftiges Heimweh nach Hause. So wünschte er sich wieder an den ihm vertrauten Ort seiner Heimat. Nun hatte er noch einen der drei Wünsche frei. Ihm war klar, d

Axel Kühner
5. Sept.
Dank für alles Gute, das wir empfangen
Herr, wir sehen oft nur das, was uns bedrückt; öffne Du uns die Augen dafür, zu erkennen, wie Du uns segnest. Herr, Du weißt, dass wir oft mürrisch sind über das, was uns nicht gelingt; dränge uns, dass wir uns an all das erinnern, was Du schon hast gelingen lassen. Herr, wir stehen manchmal in der Gefahr, mit dem, was wir empfangen haben oder besitzen, nicht zufrieden zu sein. Verzeih uns solche Gedanken, die Dich, den Geber aller guten Gaben, beleidigen. Lehre uns, die uns

Axel Kühner
4. Sept.
Zweifel und Glaube
Thomas, der Zweifler, hieß Zwilling. Ist der Zweifel ein Zwillingsbruder des Glaubens? Gehören Glaube und Zweifel immer zusammen? Fragen und Zweifeln sind ein Ausdruck der menschlichen Würde. Tiere und Sterne, Bäume und Steine fragen und zweifeln nicht. Aber der Mensch hat die Würde des Fragens. Er muss abwägen und entscheiden, nachdenken und wählen. So setzt die Glaubensentscheidung den Zweifel eigentlich voraus. Das Wort Zweifel erinnert daran: "Zwei-Falten" = zwei Möglichk

Axel Kühner
vor 2 Tagen
The new way of life - Der neue Lebensweg
Eine Sonntagsausgabe der New York Times verbraucht 63.000 Bäume. In den USA gibt es mehr Psychoanalytiker als Briefträger. Die Verpackung von Cornflakes enthält mehr Nährstoffe als die Cornflakes selber. In Los Angeles gibt es mehr Autos als Menschen. Zehn Prozent des jährlichen Salzabbaus der ganzen Welt werden für die Enteisung der Straßen in den USA verwendet. Die Bevölkerung der USA macht etwa 6 % der Weltbevölkerung aus, verzehrt aber rund 60 % aller irdischen Ressourcen

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Beten ist alles
Die Hände ineinander falten, nicht handeln, keine Hand anlegen, keine Hände rühren, auf Gottes Handeln warten. Die Seele auseinander falten, sich öffnen, erklären, hinhalten, offen legen, alles rauslassen, auf Gottes Liebe zählen. Die Hände emporheben, sich ausstrecken, alles erwarten, Sehnsucht zeigen, Erfüllung empfangen, mit Gottes Einfluss rechnen. Die Seele hinunterbeugen, Schuld bekennen, bescheiden bitten, demütig werden, Gott groß sein lassen. Die Augen aufheben, Jesu

Axel Kühner
vor 4 Tagen
An den Händen erkennt man den Menschen
"Ex ungue leonem" - "An der Klaue erkennst du den Löwen!" sagten die Lateiner und meinten damit: An den Händen erkennt man einen Menschen. Babyhände, Mutterhände, Künstlerhände, Arbeiterhände, betende Hände, schlagende Hände, Bauernhände, Arzthände sprechen vom Menschen und sagen viel über seine Lebensart. Auch aus der Handschrift eines Menschen möchte die Wissenschaft der Graphologie auf den Charakter schließen. Selbst im Bereich des Okkulten meint man, aus der Hand eines Me

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Selig sind:
Selig sind, die es verstehen, die kleinen Dinge ernst und die ernsten Dinge gelassen anzusehen; sie werden weit kommen. Selig sind, die einen Berg von einem Maulwurfhaufen unterscheiden können; sie werden sich sehr viel Ärger ersparen. Selig sind, die fähig sind, sich auszuruhen und Stille zu haben, ohne dafür Entschuldigungen zu suchen; sie werden weise werden. Selig sind, die schweigen und zuhören können; sie werden dabei viel Neues lernen. Selig sind, die denken, bevor sie

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Der Mächtigste
Zu einem Rabbi kommen die Leute eines Tages mit einer wichtigen Frage: "Wer ist der Mächtigste im ganzen Land?" Der Rabbi überlegt und antwortet dann: "Wer die Liebe seines Feindes gewinnt, ist der Mächtigste im ganzen Land!" Normalerweise halten die Menschen den für mächtig, der gegen seine Feinde gewinnt. Aber die Liebe, die den Feind gewinnt, ist noch viel mächtiger. Solche Mächtigen voller Liebe und Liebende voller Kraft brauchten wir mehr. "Homo homini lupus est!" sagten

Axel Kühner
18. Okt.
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