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»Gedanken für den Tag«

Schauen und Staunen

  • Autorenbild: Axel Kühner
    Axel Kühner
  • vor 3 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Um die Beziehung zwischen Gott und seiner Welt zu umschreiben, haben die Inder ein wunderbares Bild gebraucht: "Gott tanzt seine Schöpfung." Er ist der Tänzer, die Schöpfung der Tanz. Sie sind eins und sind doch zwei. Der Tänzer ist etwas anderes als der Tanz. Und doch gibt es das eine nicht ohne das andere. Wenn der Tänzer einhält, gibt es keinen Tanz mehr. Der Tänzer geht in seinem Tanz nicht auf, aber er kommt in ihm zum Ausdruck. So ist auch die Schöpfung der Ausdruck eines liebenden, schöpferischen Gottes. Alles Leben ist der Ausdruck von Gottes Überfluss an Liebe und Macht. Wenn wir Gottes Schöpfung sehen, sollten wir nicht soviel grübeln und denken, analysieren und philosophieren, reden und lärmen. Wir sollten still werden und dem Tanz zuschauen, lauschen und staunen, bis wir den Tänzer selbst sehen und erkennen.


Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist schön und prächtig geschmückt. Licht ist dein Kleid, das du anhast!

Psalm 104,1f

Axel Kühner "Eine gute Minute, 365 Impulse zum Leben" © 1994 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 11. Auflage 2015 /

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 
 
 
Sommer

Atme, Seele, erhöhter, weil du den Sommer lobst. Dunkler, goldener und röter schwellen dir Reben und Obst. Goldene Schatten schweben. Sind sie nicht mehr verbannt? Träuft dir von selber das Leben in d

 
 
 
Steigerung

Der Sommer ist die Zeit der Steigerung und Reife. Alles wächst aus zur ganzen Süße und Schwere. Unter dem Glanz und der Kraft der Sommersonne reifen die Ähren und Beeren, die Früchte und Reben. Das Ja

 
 
 
Glaubensfrüchte

Das Ziel des Sommers ist die Frucht: der Weizen auf den Feldern, das Obst an den Bäumen, die Früchte im Garten, der Wein in den Bergen. Es geht im Leben um das Aufblühen und im Aufblühen um das Frucht

 
 
 

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