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»Gedanken für den Tag«
Der Geschäftige
Ein Rabbi sah einen Mann auf der Straße eilen, ohne links und rechts zu schauen. "Warum rennst du so?" fragte er ihn. "Ich gehe meinem Erwerb nach!" antwortete der Mann. "Und woher weißt du", fragte der Rabbi weiter, "dass dein Erwerb vor dir herläuft und du ihm nachjagen musst? Vielleicht ist dein Erwerb dir im Rücken, und du brauchst nur einzuhalten, um ihn zu bekommen. So aber läufst du ihm davon!" Denn so spricht Gott, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bl

Axel Kühner
1. Mai
Trübe Tage
Der Klügere gibt nicht nach?
Zwei Bauern treffen mit ihren Fuhrwerken auf einer schmalen Brücke zusammen. Jeder fordert vom anderen, dass er Platz mache. Sie diskutieren. Jeder hat seine Gründe dafür, dass er weiter und der andere weichen muss. Keiner gibt nach. Jeder fühlt sich im Recht und hat seinen Stolz. So stehen sie sich gegenüber. Schließlich lesen sie Zeitung, packen ihre Vesper aus. Jeder sitzt auf seinem Wagen und hofft, dass der andere entnervt aufgibt. Der Tag vergeht, sie halten trotzig ihr

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Wunderbar geleitet
Juanita kam im letzten Moment zum Gottesdienst. Sie hatte eine fremde Frau bei sich, die sie liebevoll an einen Platz brachte. Strahlend erzählte sie dann von ihrem Erlebnis. Wie gewöhnlich fuhr sie mit dem Bus zum Gottesdienst. Sie setzte sich neben eine Frau, die ihr ein christliches Traktat anbot. Erfreut erzählte sie, dass sie auf dem Weg zu einem evangelischen Gottesdienst sei. Die Fremde war verblüfft und erzählte dann voller Freude ihre Geschichte. Vor zwei Wochen war

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Das Herzensgebet
"Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet. Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet. Wenn du kraftlos wirst und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet. Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein Gebet. Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht, hört er dein Gebet. Wenn die Sonne sinkt und die Welt vergeht, hört er dein Gebet!" (Mark Heard - Chr. Zehendner) In guten und in schweren Tagen, zu Hause und unterweg

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Die Bibel und das Bett
Um 1820 lebte in Witzhelden der Schuhmacher Breidenbach mit seiner Familie. Sie waren bitter arm, aber fröhlich im Glauben. Als das dritte Kind unterwegs war, brauchten sie dringend ein Bett. So traf es sich gut, dass im Wirtshaus eine Versteigerung von Hausrat angesagt war. Der Schuster Breidenbach nahm die gesamten Ersparnisse von 17 Talern, um ein Bett zu ersteigern. Als erstes wurde eine wunderschöne alte Familienbibel angeboten. Die Leute im Wirtshaus waren angetrunken u

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Immer diese Missverständnisse
In der Kirche flüstert Frau Meier: "Schlechte Akustik hier!" Ihr Mann flüstert zurück: "Jetzt, wo du es sagst, rieche ich es auch!" Der neue Untermieter zu seiner Wirtin: "Ich bin Dichter und habe ein Pseudonym!" - "Einverstanden", erwiderte die Wirtin, "aber um 22 Uhr muss sie die Wohnung verlassen haben!" "Stillgestanden!", brüllt der Spieß. Alle stehen stramm. Da brüllt der Spieß: "Was ist mit dem dahinten mit dem roten Helm?" - "Das ist doch ein Hydrant, Herr Feldwebel!"

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Klug und ohne Falsch
In der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg fuhren Nonnen aus einem Kloster in Trier ab und an in das nahe Luxemburg, um dort Lebensmittel einzukaufen, die es damals in Deutschland nicht gab. Zu allerhand Nahrungsmitteln besorgten sie auch einige Pfunde guten Bohnenkaffee. Diese besonderen Schätze verstauten sie in ihrer weiten Ordenstracht, indem sie die Kaffeepäckchen unter die Arme einklemmten. Einmal gerieten sie in eine Zollkontrolle, und der Zöllner fragte die Nonnen stre

Axel Kühner
vor 7 Tagen
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