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»Gedanken für den Tag«
Unsere Werke sind Gottes Werke
Kann man Christen an guten Werken erkennen? Christen sind zuerst einmal gute Werke Gottes. Christen sind das Liebeswerk Gottes, und als solche tun sie dann auch gute Werke, Werke der Liebe. Wer sich gefallen lässt, was Gott so gerne an uns tut, der wird dann auch gerne tun, was Gott gefällt. Wer sich von Christus dienen lässt, der wird dann auch ihm mit seinem ganzen Leben dienen wollen. Wir können nichts für Gott tun, wenn wir nicht empfangen haben, was er für uns getan hat.

Axel Kühner
11. Mai
Die vereitelte Scheidung
Es geschah einmal, dass eine Frau in Sidon mit ihrem Mann zehn Jahre lang lebte, ohne dass sie ein Kind gebar. Dem Gesetz in diesen Angelegenheiten folgend, gingen sie zum Rabbi, um sich scheiden zu lassen. Der Rabbi sprach zu ihnen: "Bei eurem Leben! Wie ihr, als ihr euch trauen ließet, bei einem festlichen Gelage zusammenkamt, so solltet ihr auch jetzt nicht ohne ein festliches Gelage auseinandergehen." Sie folgten dem Rat des Rabbi und bereiteten ein großes Fest. Als der M

Axel Kühner
10. Mai
Manchmal ist mein Gebet
Manchmal ist mein Gebet so wie ein Arm, den ich nach oben recke, um dir zu zeigen, wo ich bin, inmitten von Milliarden Menschen. Manchmal ist mein Gebet so wie ein Ohr, das auf ein Echo wartet, auf ein leises Wort, einen Ruf aus deinem Mund. Manchmal ist mein Gebet wie eine Lunge, die sich dehnt, um frischen Wind in mich hineinzuholen - deinen Hauch. Manchmal ist mein Gebet wie eine Hand, die ich vor meine Augen lege, um alles abzuschirmen, was mir den Blick verstellt. Manchm

Axel Kühner
9. Mai
Alter und Lebensalter
Jedes Lebensalter hat seinen Zauber und seine Mühe. Die Kindheit ist die Zeit des Entdeckens und Spielens, des Träumens und Lernens. Und wie viel Schmerzen und Tränen sind darin! Die Jugend ist die Zeit des Wählens und Findens. Ausbildung und Beruf, Freunde und Lebenspartner, Lebensaufgabe und Lebensziel werden gesucht und gefunden. Welch ein Abenteuer und Anstrengung zugleich! Die Zeit der Erwachsenen ist die Zeit des Ausgestaltens und Verwirklichens. Ausbauen und Festmachen

Axel Kühner
8. Mai
Sieg oder Niederlage
Wo verläuft die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg? Ist die Atombombe ein Erfolg? Ist die moderne Industrie ein Fortschritt oder der Anfang vom Untergang? Ist Reichtum ein Erfolg oder die teuerste Form des Scheiterns? Ist die Ehe eine Erfüllung oder der stärkste Ausdruck einer Sehnsucht? Ist die moderne Medizin die Bewahrung oder die Entwürdigung des Lebens? Eröffnen Erfolge wirklich die Freiheit des Lebens oder führen sie nur in goldene Käfige? Ist unter dem lieblichen Ma

Axel Kühner
7. Mai
Christomobil
Ist die Bewegung und Erfahrung meines Lebens aus mir selbst und für mich selbst, oder bin ich mobil durch Jesus, bewegt von Jesus und motiviert von seiner Liebe, und mobil für Jesus, unterwegs in seinem Namen? Wer ist Jesus im Gefährt meines Lebens? Ist er das Ersatzrad, das ich bei einer Panne im Leben glücklich dabei habe und gut brauchen kann? Ist er das Antriebsrad, das mein Leben vorwärts und in Schwung bringt? Ist er gar das Lenkrad, das die ganze Lebensgeschichte steue

Axel Kühner
6. Mai
Automobil
Das Automobil ist mehr als ein Gebrauchsgegenstand, mehr als das "Heilig Blechle", mehr als des Deutschen liebstes Kind, es ist eine Weise des Lebens und Menschseins. Nicht es bewegt sich von selbst, auto-mobil, nein: ich bewege mich selbst. Ich bin ein Führer und habe den Führerschein dabei. Ich lenke, ich schalte, ich gebe Gas, ich bremse, ich überhole (Sieg), ich werde überholt (Niederlage). Ich fahre selbst, ich fahre gut, ich erfahre das Leben und die Welt. Ich fahre sch

Axel Kühner
5. Mai
Kein Unterschied
Als 1989 die letzte Kaiserin Österreichs im Alter von 97 Jahren starb, wurde sie in der Kaisergruft der Habsburger begraben. Die Kaiserin Zita hatte zwar einfach und zurückgezogen gelebt, wurde nun aber mit allem Prunk beerdigt. Der große Leichenzug gelangte zur Grabstätte. Der Zeremonienmeister klopfte an das Tor. Der Wächter fragte von innen: "Wer begehrt Einlass?" Der Zeremonienmeister: "Zita, die Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn, Königin von Böhmen, Dalmatien u

Axel Kühner
4. Mai
F{f}este feiern
"Ein Leben ohne Fest ist ein langer Weg ohne Einkehr!" (Demokrit) Das Fest ist wie eine Oase in der Wüste, wie frisches Wasser nach langem Weg. Der eintönige Weg der Alltage wird unterbrochen und gekrönt von den Festtagen. Zu einem Fest gehört ein großes Ja. Das Ja zum Leben, zueinander, zu Gott, zur Schöpfung, zur Liebe, zur Zukunft. Nur Menschen voller Ja und Hoffnung können Feste feiern und Freude erleben. Das Ja wird an einem Fest nicht gedacht, sondern erlebt, ausgedrück

Axel Kühner
3. Mai
Der rote Faden der Liebe
Der sprichwörtliche Ariadnefaden geht zurück auf die griechische Sage von Theseus und Ariadne. Auf der Insel Kreta hauste in einem unterirdischen Labyrinth ein Ungeheuer, halb Mensch und halb Stier, der Minotauros. Alle neun Jahre mussten die Inselbewohner, um sich vor den wahllosen Zugriffen des Ungeheuers zu schützen, sieben junge Mädchen und sieben junge Männer bringen. Der Held Theseus meldete sich freiwillig zum Opfer im Labyrinth. Ariadne, die schöne Tochter des Königs

Axel Kühner
2. Mai
Trübe Tage
Ganze Sache
Mein Vater, ich überlasse mich dir. Mach mit mir, was du willst. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele; ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe, und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, oh

Axel Kühner
vor 12 Stunden
Wenn Wissenschaft nur Wissen schafft
Vier königliche Prinzen wollten sich auf Erden umschauen und es in der Naturwissenschaft zu besonderen Kenntnissen bringen. Sie vereinbarten einen Treffpunkt für ihr Wiedersehen und zogen aus, sich kundig zu machen. Die Zeit verging, und die Brüder fanden sich am Treffpunkt ein. "Ich habe die Fertigkeit erworben", sagte der erste, "die es mir, wenn ich von einem Geschöpf nur einen Knochensplitter habe, ermöglicht, auf der Stelle das dazugehörende Fleisch zu erschaffen." - "Ic

Axel Kühner
vor 1 Tag
Mehr als eine Gabe
Eines Tages wurde der russische Dichter Iwan Sergejewitsch Turgenjew auf der Straße angesprochen, ein Bettler bat ihn um ein Almosen. Da durchsuchte er gründlich alle seine Taschen - aber ohne Erfolg, er hatte kein Geld bei sich. Betrübt entschuldigte er sich bei dem Bettler: "Brüderchen, ich habe wirklich nichts bei mir; somit kann ich dir leider nichts geben." - "Doch ich danke dir von Herzen, mein Bruder", antwortete der Bettler und verneigte sich. "Wofür denn?", staunte T

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Zeit verschenken - Zeit gewinnen
Jesus sah eine große Menge Volkes; die Menschen taten ihm leid, und er redete zu ihnen von der unwiderstehlichen Liebe Gottes. Als es dann Abend wurde, sagten seine Jünger: "Herr, schicke diese Leute fort, es ist schon spät, sie haben keine Zeit!" - "Gebt ihr ihnen doch davon", sagte er, "gebt ihr ihnen doch von eurer Zeit!" "Wir haben selber keine", fanden sie, "und was wir haben, dieses wenige, wie soll das reichen für so viele?" Doch da war einer unter ihnen, der hatte woh

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Die bessere Sprache
"Seid still, wenn ihr nichts zu sagen habt. Seid bitte still!" hatte die aidskranke Bigi unter ein Bild in ihrem Krankenzimmer geschrieben. Was wird an Kranken- und Sterbebetten alles geredet, weil man im Grunde nichts zu sagen hat. Wie oberflächlich, gedankenlos und lieblos sind oft die Reden und Worte, weil wir in der Tiefe der Situation so hilflos sind. Warum fällt es so schwer, liebevoll zu schweigen und auf ganz andere Weise miteinander zu sprechen? Mit der Sprache des K

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Leben ist Empfangen
Viele lieben ihn, viele hassen ihn, die meisten besitzen ihn, den Fernseher. Information und Kommunikation finden weitgehend über dieses Gerät statt. Wunderbare Bilder, schreckliche Bilder, Wissenswertes und Überflüssiges kommt über ihn in unser Wohnzimmer. Durch den Fernseher sind wir mit der ganzen Welt verbunden. Das Gerät ist ein in sich geschlossenes Ganzes, das aus vielen Bausteinen einen wunderbaren und komplizierten technischen Zusammenhang bildet. Aber der Fernseher

Axel Kühner
vor 5 Tagen
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