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»Gedanken für den Tag«
Der ist wie ein Baum
Mauretanische Häuptlinge kamen einst aus der Wüste in fruchtbares Stromland. Dort erblickten sie zum ersten Mal in ihrem Leben Bäume. Von deren Anblick ergriffen und fasziniert, weinten sie vor Staunen. Bäume sind Leben, Zauber, Geheimnis und Wunder in einem. Sie sprechen alle unsere Sinne direkt an. Einen Baum anzusehen, ist zu jeder Jahres- und Tageszeit ein Erlebnis. Nie sieht sich das Auge satt an ihrer Schönheit und Vielfalt. Das Rauschen der Bäume zu hören, ist wie auf

Axel Kühner
10. Apr.
Brückenbauer
In Südafrika besucht ein Seelsorger einen schwarzen Gefangenen, der um einen Besuch und das Abendmahl gebeten hat. Das Gespräch und die kleine Feier werden von einem weißen Aufseher bewacht. Zu dritt sind die Männer in einem Raum eingeschlossen. Als er mit dem Abendmahl beginnt, sagt der Pfarrer zu dem Gefängniswärter: "Wir Christen feiern das Abendmahl auch im Gefängnis als offene Gemeinde und als Zeichen der Freiheit, die für alle bereit ist", und bittet den Aufseher, am Ab

Axel Kühner
9. Apr.
Liebe rechnet nicht
Mann und Frau geraten in einen Streit. "Warum hältst du mir immer meine Fehler vor, die ich früher einmal gemacht habe? Ich denke, du hast sie mir längst vergeben und vergessen." - "Ja, ich habe dir vergeben und auch vergessen," antwortet die Ehefrau, "aber ich möchte auch sicher sein, dass du nicht vergisst, dass ich dir vergeben und alles vergessen habe!" Die Liebe führt nicht Buch, rechnet nicht auf, hält nicht vor, trägt nicht nach. Die Liebe vergibt. Die Liebe rechnet da

Axel Kühner
8. Apr.
Die andere Sicht
Auf einem steilen, holprigen Weg begegnet ein Mann einem kleinen Mädchen, das schwer beladen und mühsam seinen Weg geht. "Du trägst aber eine schwere Last!" sagt der Mann bedauernd und voller Mitleid mit dem Kind. Darauf schaut das Mädchen ihn verwundert an: "Ich trage doch keine Last, ich trage meinen Bruder!" Nur in der Liebe wird eine Last erträglich. Nur die Liebe misst die Last nicht nach der Schwere, sondern nach der Nähe. Darum trug Jesus unsere Sünde und nahm auf sich

Axel Kühner
7. Apr.
Reichtum
Die Lehrerin spricht in der Schule mit den Kindern über den Reichtum. Worin der Reichtum besteht und woran man reiche Menschen erkennen könne, fragt sie die Schülerinnen und Schüler. Reiche haben ein großes Haus und einen schicken Wagen. Sie tragen teure Kleidung und machen weite Reisen. Sie haben oft Dienstboten und Angestellte. Sie haben wertvollen Schmuck und sind gut versichert. So kommen die Antworten der Kinder zusammen. Schließlich ruft ein Junge in die Klasse hinein:

Axel Kühner
6. Apr.
Die sieben Krüge voll Gold
Ein Barbier kam an einem verwunschenen Baum vorbei, als er eine Stimme hörte: "Möchtest du die sieben Krüge voll Gold haben?" Er blickte sich um und sah niemand. Aber seine Habgier war geweckt: "Ja, natürlich möchte ich sie haben!" - "Dann geh sofort nach Hause", sagte die Stimme, "dort wirst du sie vorfinden." Der Barbier lief, so schnell er konnte, nach Hause. Und wirklich, dort waren die sieben Krüge voll Gold, außer einem, der nur halbvoll war. Der Barbier konnte jetzt de

Axel Kühner
5. Apr.
Verhaftet
"Jesus soll für dich ein Erlöser alles dessen sein, was du durch Sünden an dir verderbt hast. Und mit alledem schmiege dich ganz an ihn, denn du hast mit Sünden verderbt alles, was an dir ist: Herz, Sinne, Leib, Seele, Kräfte und was an und in dir ist. Es ist alles ganz krank und verdorben. Darum fliehe zu ihm, an dem kein Gebrechen ist, sondern lauter Gutes, auf dass er ein Erlöser für alle deine Verderbnis sei, innen und außen. Wer Gott eng anhaftet, dem haftet alles an, wa

Axel Kühner
4. Apr.
Unvergleichlich
Jesus Christus ist nicht nur ein Leuchtender, sondern das Licht, nicht nur ein Wegweiser, sondern der Weg, nicht nur ein Wahrhaftiger, sondern die Wahrheit. Jesus Christus ist nicht nur ein Lebendiger, sondern das Leben, nicht nur ein Großer, sondern der Herr aller Herren, nicht nur ein guter Mensch, sondern die Güte Gottes in Person. Jesus Christus ist der einzige, in dem wir Gott selbst erkennen, wie er ist, und zugleich der einzige, von dem wir ganz erkannt sind, wie wir s

Axel Kühner
3. Apr.
Das bessere Lied
Der polnische König und sächsische Kurfürst, August der Starke, hatte einst im Musiksaal des Dresdener Schlosses eine erlesene Gesellschaft zu einem abendlichen Konzert eingeladen. Ein berühmter Musiker sollte ihnen eine Probe seines Könnens zeigen und die vornehmen Leute unterhalten. Man erwartet fröhliche Weisen und wunderbare Tanzmelodien. Doch der Künstler ist von ganz anderer Musik erfüllt, als er all die armen Reichen dort im Saal ansieht. Ganz langsam beginnt Johann Se

Axel Kühner
2. Apr.
Der Schmerz der Liebe
Ein König verliebte sich leidenschaftlich in eine Sklavin. Er ließ sie aus dem Sklavenhaus holen und in den königlichen Palast bringen. Er wollte sie heiraten und sie zu seiner Ehefrau machen. Aber an dem Tag, an dem sie den Palast betrat, wurde die Frau auf rätselhafte Weise krank. Es ging ihr von Tag zu Tag schlechter. Die besten Ärzte wurden gebeten, die kostbarsten Arzneien verabreicht. Aber nichts half, und die Frau schwebte zwischen Leben und Tod. Verzweifelt bot der Kö

Axel Kühner
1. Apr.
Unzufrieden?
Ein junges, fröhliches Fohlen lebte mit anderen Pferden in einem wunderschönen Tal. Es gab dort reichlich gutes Gras, sauberes Wasser und große, schattige Bäume. Eines Tages wurde das Fohlen übermütig und unzufrieden. Das Tal war ihm zu eng, das Leben zu alltäglich, die Gesellschaft zu eintönig. "Vater, wenn ich hier weiterleben muss, werde ich ganz unglücklich. Die Weide bekommt mir nicht mehr, die Luft ist so schlecht. Wir wollen fort von hier!" So zogen sie fort, steile, s

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Der goldene Ohrring
Alte Seeleute und Handwerksburschen trugen früher einen goldenen Ohrring. Das war weniger ein Schmuck und mehr eine Art Vorsorge. Denn von dem Erlös des goldenen Ringes war bei einem eventuellen Todesfall eine anständige Beisetzung gewährleistet. Wenn Menschen für die irdische Seite des Todes, ihr Begräbnis, so sorgsam Vorbereitungen treffen, wie viel mehr sollten sie für die Gestaltung des Lebens nach dem Tod Vorsorge treffen! Für eine anständige Beisetzung zu sorgen, ist gu

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Wozu sind die Schafe da?
Es gibt ein böses Sprichwort: "Die Schafe sind nicht für die Weide, nur für die Wolle da!" Wenn Leben nur vom Ertrag her verstanden und nur auf Leistung hin betrachtet wird, verkommt es zur nützlichen Lieferung von Waren. Hat Leben nicht einen Wert in sich, in einer Beziehung und dann auch in einem Ertrag? Also sind Schafe für die Weide, den Hirten und die Wolle da. So ist es jedenfalls bei Gott. Bei ihm sind die Menschen nicht wertvoll, weil sie was bringen, sondern weil Got

Axel Kühner
9. Okt.
Die Wahrheit bleibt immer wahr
Aus einer Lüge wird keine Wahrheit, so oft sie auch wiederholt wird. Aus einem Irrtum wird keine Wahrheit, so schön er auch garniert und eingefärbt wird. Und aus einer Wahrheit wird nie ein Irrtum, auch wenn sie noch so ungeschickt gesagt oder ausgelebt wird. Die Wahrheit Gottes ist nicht abhängig von der Ausdruckskraft seiner Leute. Es ist immer gut, wenn das Leben der Christen mit der Wahrheit des Christus übereinstimmt. Aber wahr ist Christus auch, wenn seine Leute ihn sch

Axel Kühner
8. Okt.
Kluge Menschen
Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nichts. Sind das kluge Menschen, die sich schöne Häuser bauen, sie kultiviert einrichten, aber ihre Wohnung bei Gott nicht kennen? Menschen bereiten sich schmackhafte Mahlzeiten und sind um Essen und Trinken besorgt, aber von der Ernährung ihrer Seele wissen sie nichts. Sie sind süchtig nach Genuss und Vergnügen, verstricken sich in viele Abhängigkeiten, aber die Freiheit, die Jesus schenkt, kennen sie nicht. Sie schlucken Pillen und Pulv

Axel Kühner
7. Okt.
Ein Unglück kommt selten allein
Manche Tage beginnen so schön, und dann geht alles schief. Eine Familie macht sich auf, um ihr neues Auto direkt vom Werk abzuholen. Der Vater freut sich auf den großen Wagen, die Mutter freut sich auf den Einkaufsbummel, die Kinder freuen sich auf den Besuch in einem Freizeitpark. Das Auto ist wunderbar, die Einkäufe günstig, der Tierpark ist erreicht. Alle sind gut drauf. Im riesigen Tierpark laufen die wilden Tiere frei herum, und die Menschen sind zur Abwechslung mal eing

Axel Kühner
6. Okt.
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