top of page

»Gedanken für den Tag«

Die sieben Krüge voll Gold

Autorenbild: Axel Kühner
Axel Kühner
5. Apr.
1 Min. Lesezeit

Ein Barbier kam an einem verwunschenen Baum vorbei, als er eine Stimme hörte: "Möchtest du die sieben Krüge voll Gold haben?" Er blickte sich um und sah niemand. Aber seine Habgier war geweckt: "Ja, natürlich möchte ich sie haben!" - "Dann geh sofort nach Hause", sagte die Stimme, "dort wirst du sie vorfinden."

Der Barbier lief, so schnell er konnte, nach Hause. Und wirklich, dort waren die sieben Krüge voll Gold, außer einem, der nur halbvoll war. Der Barbier konnte jetzt den Gedanken nicht ertragen, dass ein Krug nur halbvoll war. Er war besessen von dem Wunsch, ihn zu füllen, sonst könnte er einfach nicht glücklich sein. Er ließ allen Familienschmuck einschmelzen und füllte ihn in den halbvollen Krug. Aber der Krug wurde nicht voll. Es war zum Verzweifeln. Er sparte und knauserte und hungerte sich und seine Familie fast zu Tode. Aber ohne Erfolg. Gleichgültig, wie viel er in den Krug hineintat, er wurde nicht voll. Also bat er den König, sein Gehalt zu verdoppeln. Der Krug verschlang jede Münze und blieb doch nur halbvoll. Der Barbier war früher mit seinem kleinen Gehalt so glücklich. Nun hatte er das doppelte Gehalt und die sieben Krüge voll Gold und wurde immer trauriger, verzweifelter und ärmer. Was sollte er nur machen? Geben Sie ihm doch einen guten Rat! (Nach einer alten Legende)


Es ist ein böses Übel, das sah ich unter der Sonne: Reichtum, wohl verwahrt, wird zum Schaden dem, der ihn hat!

Prediger 5,12

Axel Kühner "Eine gute Minute, 365 Impulse zum Leben" © 1994 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 11. Auflage 2015 /

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 
 
 
Unzufrieden?

Ein junges, fröhliches Fohlen lebte mit anderen Pferden in einem wunderschönen Tal. Es gab dort reichlich gutes Gras, sauberes Wasser und große, schattige Bäume. Eines Tages wurde das Fohlen übermütig

 
 
 
Der goldene Ohrring

Alte Seeleute und Handwerksburschen trugen früher einen goldenen Ohrring. Das war weniger ein Schmuck und mehr eine Art Vorsorge. Denn von dem Erlös des goldenen Ringes war bei einem eventuellen Todes

 
 
 
Wozu sind die Schafe da?

Es gibt ein böses Sprichwort: "Die Schafe sind nicht für die Weide, nur für die Wolle da!" Wenn Leben nur vom Ertrag her verstanden und nur auf Leistung hin betrachtet wird, verkommt es zur nützlichen

 
 
 

Kommentare


Gedanken für den Tag

bottom of page