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»Gedanken für den Tag«
Mein Psalm
Ohren gabst du mir, hören kann ich nicht, der Du Taube heilst, Herr,erbarm Dich mein. Augen gabst Du mir, sehen kann ich nicht, der Du Blinde heilst, Herr, erbarm Dich mein. Hände gabst Du mir, wirken kann ich nicht, der Du Lahme heilst, Herr, erbarm Dich mein. Leben gabst Du mir, glauben kann ich nicht, der Du Tote rufst, Herr, erbarm Dich mein. Menschen gabst Du mir, lieben kann ich nicht, der Du Wunder tust, Herr, erbarm Dich mein. (Autor unbekannt) "Wie sich ein Vater übe

Axel Kühner
20. Apr.
Warum hast du uns das getan?
Einst hatten sich europäische Siedler unter den Indianern angesiedelt. Aber sie waren zu den Eingeborenen grausam und betrogen sie schändlich. Nur eine Familie begegnete den Indianern wie Freunden und mit Achtung. Ein Indianer fasste darum Vertrauen und besuchte die Familie öfter, obwohl sie sich nicht recht verständigen konnten. Eines Tages erschien er aufgeregt bei den Siedlern und bat sie, mit ihm zu kommen. Sie verstanden aber nicht, was er wollte. So nahm der Indianer sc

Axel Kühner
19. Apr.
Osterlied
Die Erde ist schön, und es lebt sich leicht im Tal der Hoffnung. Gebete werden erhört. Gott wohnt nah hinter dem Zaun. Die Zeitung weiss keine Zeile vom Turmbau. Das Messer findet den Mörder nicht. Er lacht mit Abel. Nicht irr surrt die Fliege an tödlicher Scheibe. Alle Wege sind offen. Im Atlas fehlen die Grenzen. Das Wort ist verstehbar. Wer Ja sagt, meint Ja, und, Ich liebe bedeutet: Jetzt und für ewig. Der Zorn brennt langsam. Die Hand des Armen ist nie ohne Brot. Geschos

Axel Kühner
18. Apr.
Die Osterkerze
Ein grausamer Verwalter quälte die leibeigenen Bauern in Russland so sehr, dass sie ihn umbringen wollten. Doch Petruschka war dagegen. Er meinte, sie hätten kein Recht dazu, und er würde auch an Ostern das Feld pflügen. Tatsächlich kam am zweiten Ostertag der Befehl, das Haferfeld des Gutes zu pflügen. Die Bauern kamen, und niemand wagte, sich zu widersetzen. Alle Bauern schimpften und murrten über den Verwalter. Aber Petruschka kam im österlichen Festgewand, sang laut die O

Axel Kühner
17. Apr.
Das ändert die Lage
Er lebt. Der Stein ist abgewälzt vom Grab Jesu. Nichts ist unabänderlich seitdem. Keine Situation ausweglos. Nicht der Tod und nicht das Leben. Wo wir nicht weiterwissen, ist nicht Ende. Von Gott kann alles erwarten, wer ihm alles zutraut. Wenn wir sagen: "Es ist genug", sagt er: "Es beginnt". Seine Morgensonne geht auf über jeder Hoffnungslosigkeit. Wo ich keine Kraft habe, sagt er: "Ich brauche dich". Aus dem gebrechlichsten Halm weiß er Brot zu machen für andere. Der Stein

Axel Kühner
16. Apr.
Das Kreuz rettet mich
Paul Claudel erzählt in seinem Stück "Der seidene Schuh", wie Piraten ein Schiff überfallen. Sie rauben es aus und binden den Kapitän an einen Schiffsmast und versenken das Schiff. Der Kapitän soll mit seinem Schiff untergehen. Doch der Mast löst sich aus dem untergehenden Schiff und trägt den Kapitän an die Oberfläche des Meeres. Dort auf der endlosen Fläche des Ozeans schwimmt nun der Kapitän, an den Mast seines Schiffes gebunden, und betet angesichts seiner Lage: "Herr, ic

Axel Kühner
15. Apr.
Leben um Leben
Elise Rivet trat 1913 mit 23 Jahren als Schwester Elisabeth in Lyon ins Kloster ein. Später wurde sie Priorin und nahm während der deutschen Besatzung französische Widerstandskämpfer in ihrem Kloster auf. 1944 wurde sie verhaftet und bald darauf in das KZ Ravensbrück gebracht. Man nannte Mutter Elisabeth die "Seele von Ravensbrück", weil ihre Liebe die Frauen immer wieder aufrichtete. Am Karfreitag 1945 wurden 500 Frauen für den Transport in ein Vernichtungslager aufgerufen.

Axel Kühner
14. Apr.
Gewissheit
Im April 1945 wurde Friedrich Justus Perels in Berlin aus seiner Gefängniszelle gezerrt und von einem SS-Sonderkommando auf der Straße erschossen. Kurz vor seinem Tod schrieb er an seine Frau: "Heute, am Karfreitag, steht der ganze Trost des Kreuzes Jesu Christi unmittelbar vor unseren Augen. Das ist eine starke und ewige Gewissheit, dass er für unsere Sünden dahingegeben ist und dass wir durch seine Wunden geheilt sind. Diese Gewissheit gibt er uns und macht uns damit in der

Axel Kühner
13. Apr.
Jesus, Du bist anders.
Du stelltest Dich zur Ehebrecherin, als sich alle von ihr distanzierten. Du kehrtest bei dem Zöllner ein, als sich alle über ihn empörten. Du riefst die Kinder zu Dir, als alle sie wegschicken wollten. Du vergabst dem Petrus, als er sich selbst verdammte. Du lobtest die opfernde Witwe, als sie von allen übersehen wurde. Du verjagtest den Teufel, als alle anderen auf ihn hereingefallen wären. Du versprachst dem Schächer das Himmelreich, als alle ihm die Hölle wünschten. Du rie

Axel Kühner
12. Apr.
Liebe und Tod
Nur die Liebe und der Tod verändern wirklich etwas. Doch die Liebe ist stärker als der Tod. Der englische Diktator Oliver Cromwell verurteilte einen seiner Gegner zum Tod auf dem Schafott. Dessen Frau bat Oliver Cromwell um Gnade für ihren Mann. Doch Cromwell blieb hart, lehnte das Gnadengesuch ab und sagte der Frau: "Morgen früh um sechs, wenn die Glocke läutet, muss ihr Mann sterben!" Aber am nächsten Morgen um sechs Uhr läutete die Glocke nicht. Als der Küster oben im Turm

Axel Kühner
11. Apr.
Unzufrieden?
Ein junges, fröhliches Fohlen lebte mit anderen Pferden in einem wunderschönen Tal. Es gab dort reichlich gutes Gras, sauberes Wasser und große, schattige Bäume. Eines Tages wurde das Fohlen übermütig und unzufrieden. Das Tal war ihm zu eng, das Leben zu alltäglich, die Gesellschaft zu eintönig. "Vater, wenn ich hier weiterleben muss, werde ich ganz unglücklich. Die Weide bekommt mir nicht mehr, die Luft ist so schlecht. Wir wollen fort von hier!" So zogen sie fort, steile, s

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Der goldene Ohrring
Alte Seeleute und Handwerksburschen trugen früher einen goldenen Ohrring. Das war weniger ein Schmuck und mehr eine Art Vorsorge. Denn von dem Erlös des goldenen Ringes war bei einem eventuellen Todesfall eine anständige Beisetzung gewährleistet. Wenn Menschen für die irdische Seite des Todes, ihr Begräbnis, so sorgsam Vorbereitungen treffen, wie viel mehr sollten sie für die Gestaltung des Lebens nach dem Tod Vorsorge treffen! Für eine anständige Beisetzung zu sorgen, ist gu

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Wozu sind die Schafe da?
Es gibt ein böses Sprichwort: "Die Schafe sind nicht für die Weide, nur für die Wolle da!" Wenn Leben nur vom Ertrag her verstanden und nur auf Leistung hin betrachtet wird, verkommt es zur nützlichen Lieferung von Waren. Hat Leben nicht einen Wert in sich, in einer Beziehung und dann auch in einem Ertrag? Also sind Schafe für die Weide, den Hirten und die Wolle da. So ist es jedenfalls bei Gott. Bei ihm sind die Menschen nicht wertvoll, weil sie was bringen, sondern weil Got

Axel Kühner
9. Okt.
Die Wahrheit bleibt immer wahr
Aus einer Lüge wird keine Wahrheit, so oft sie auch wiederholt wird. Aus einem Irrtum wird keine Wahrheit, so schön er auch garniert und eingefärbt wird. Und aus einer Wahrheit wird nie ein Irrtum, auch wenn sie noch so ungeschickt gesagt oder ausgelebt wird. Die Wahrheit Gottes ist nicht abhängig von der Ausdruckskraft seiner Leute. Es ist immer gut, wenn das Leben der Christen mit der Wahrheit des Christus übereinstimmt. Aber wahr ist Christus auch, wenn seine Leute ihn sch

Axel Kühner
8. Okt.
Kluge Menschen
Wissen ist Macht. Nichts wissen macht nichts. Sind das kluge Menschen, die sich schöne Häuser bauen, sie kultiviert einrichten, aber ihre Wohnung bei Gott nicht kennen? Menschen bereiten sich schmackhafte Mahlzeiten und sind um Essen und Trinken besorgt, aber von der Ernährung ihrer Seele wissen sie nichts. Sie sind süchtig nach Genuss und Vergnügen, verstricken sich in viele Abhängigkeiten, aber die Freiheit, die Jesus schenkt, kennen sie nicht. Sie schlucken Pillen und Pulv

Axel Kühner
7. Okt.
Ein Unglück kommt selten allein
Manche Tage beginnen so schön, und dann geht alles schief. Eine Familie macht sich auf, um ihr neues Auto direkt vom Werk abzuholen. Der Vater freut sich auf den großen Wagen, die Mutter freut sich auf den Einkaufsbummel, die Kinder freuen sich auf den Besuch in einem Freizeitpark. Das Auto ist wunderbar, die Einkäufe günstig, der Tierpark ist erreicht. Alle sind gut drauf. Im riesigen Tierpark laufen die wilden Tiere frei herum, und die Menschen sind zur Abwechslung mal eing

Axel Kühner
6. Okt.
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