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»Gedanken für den Tag«
Aber wohin?
Menschen sind unterwegs. Zu Hause packt sie das Fernweh und lässt sie abfahren. Sie wollen weit weg und suchen die Fremde. In der Ferne bekommen sie Heimweh und haben Sehnsucht nach Haus und Bekannten. Menschen sind unterwegs. Sie haben ihr Leben hingebracht. Aber wohin? Sie haben ihre Jahre zugebracht. Aber wozu? "Wohin soll ich gehen, und wozu soll ich leben?", sind die bangen Fragen des Unterwegs-Menschen. Vor uns liegen eine unsichere Zukunft und ein sicherer Tod. Aber wi

Axel Kühner
11. März
Alles ist in Bewegung
Wir kommen woher und gehen wohin. Wir treten aus dem Raum der Vergangenheit, huschen über den schmalen Flur der Gegenwart und gelangen in das Zimmer einer dunklen Zukunft. Alles ist in Bewegung. Die Erde unter uns dreht sich. Die Wolken über uns ziehen weiter. Die Menschen neben uns hasten voran. Die Fragen in uns halten uns auf Trab. Die Wissenschaft bringt uns immer neue Möglichkeiten. Alles ist in Bewegung. Die Zeiger an der Uhr drehen sich. Kalenderblätter wechseln. Jahre

Axel Kühner
10. März
Ich habe es satt
Herr, ich habe es satt, den Hals zu verdrehen und jedem Trugbild nachzugaffen. Ich drehe mich nicht mehr um. Geradeaus sehe ich und schweige. Ich gönne meinem Nacken Ruhe. Denn mein Nacken ist müde vom ewigen Drehen und Wenden. Mache mich zu einem Menschen, der geradeaus geht, dass ich nur auf deinen Weg schaue, den Weg, den du zeigst. Meine Ohren sind müde vom Lärm der Züge und Autos, müde vom Nachhall der Worte, vom Kopfweh kommender Tage, sehr, sehr müde und beinahe ertöte

Axel Kühner
9. März
Nur Noten oder auch Musik?
Es war einmal ein Mann, der sammelte Noten. Alle Regale seines Zimmers waren angefüllt mit den Noten wunderbarer Musikstücke. Alles Geld gab der Mann aus, um immer mehr und noch wertvollere alte Notenausgaben zu erwerben. Er sortierte sie sorgfältig ein und freute sich an seiner wachsenden, kostbaren Sammlung. Einse Tages klingelte ein Durchreisender an seiner Tür. Er war etwas heruntergekommen und stellte sich als "Bruder Tippel" von der Landstraße vor. Der Mann führte seine

Axel Kühner
8. März
Menschenkind nochmal!
Gott hat ein Land erschlossen für seine Menschenkinder. Es ist von Wahrheit und Liebe umgeben und hat einen wunderbaren Namen: Jesus. Er ist die ganze Wahrheit Gottes über das Leben und die restlose Liebe Gottes zum Leben in einem. Die Wahrheit Jesu deckt das Leben auf, entbirgt alle Not und Last, macht die tiefe Verlorenheit offenbar. Die Liebe Jesu deckt Sünden zu, birgt verwundete Herzen und schenkt eine tiefe Lebensbeziehung zu Gott. Jesus will Menschenkinder mit seiner W

Axel Kühner
7. März
Menschenkind
Mit Wehen zum Leben geboren, mit Liebe gestillt, mit Hoffnung herangewachsen, auf Freude gewartet: wertvoll das Menschenkind, aber auch verletzlich, liebenswert und zerbrechlich zugleich. Kostbar das Leben und gefährdet, zauberhaft und abgründig in einem. Leben kann gelingen und scheitern, aufblühen und welken, erfüllt werden und in tausend Scherben zerspringen. Menschenkind, mit beiden Beinen auf der Erde und mit allen Träumen im Himmel. Aufgewiegelt und abgewrackt, eingelul

Axel Kühner
6. März
Das Leben ist nicht einfach
Die Angst vor dem Weniger und die Gier nach dem Mehr zerreiben wie zwei schwere Mühlsteine die Seele. Menschen sind um das Glück besorgt und von der Sorge zerfressen, sie sind in Hast und Hetze zu Arbeitstieren verkommen oder von Unlust gelähmt. In der Wüste von Stress und Langeweile bedroht, von Rebellion aufgebracht und von Resignation niedergedrückt. Leichtfertig die einen, schwermütig die anderen. Die Sehnsucht erkrankt an Fernweh und Heimweh zugleich. Menschen suchen das

Axel Kühner
5. März
Späte Frucht
In den Gräbern der alten ägyptischen Könige fand man unter den Grabgaben auch Gefäße mit Weizenkörnern, die bereits 5.000 Jahre alt waren. Als man sie in die Erde legte und mit Wasser begoss, keimten die Weizenkörner und wuchsen zur Frucht. Noch nach 5.000 Jahren hatten sie die Keimkraft in sich und warteten nur auf den richtigen Boden, um auch wachsen und Frucht bringen zu können. Auch Gottes Wort ist 2-3.000 Jahre alt. Aber es hat in sich eine erstaunliche Kraft. Die Worte

Axel Kühner
4. März
Gabe des Schweigens
Es gibt die Sprache mit Worten und mit Händen. Es gibt die Sprache der Augen und des Körpers. Und es gibt die Sprache des Schweigens. Der alte Abt eines Klosters fühlt nach einem langen und mühevollen Leben, dass es wohl bald mit ihm zum Ende kommt. Da möchte er noch einmal seinen besten Freund besuchen, um von ihm Abschied zu nehmen. Ein junger Mönch begleitet ihn auf der langen und schwierigen Wanderung in das Bergkloster. Dort fallen sich die beiden alten Freunde in die Ar

Axel Kühner
3. März
Nachtragen oder Ablegen
Ein Junge hat seine Mutter durch Grobheiten tief verletzt. Der Junge ist längst weitergegangen, aber die Mutter trägt es in ihrer Seele dem Jungen nach, und sie trägt schwer daran. Eine Frau hat ihren Mann schwer gekränkt. Sie hat das gar nicht so empfunden und lebt fröhlich fort. Aber der Mann trägt es ihr in seinem Herzen nach und ist damit sehr belastet. Ein Arbeitskollege ist von einem anderen hintergangen worden und in seiner Ehre verletzt. Der Kollege ist schon in einer

Axel Kühner
2. März
Ich glaube an Jesus Christus
"Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau geboren, sei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Ich glaube an Gott
"Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Frau und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Ver

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Stein auf Stein
Der Grundstein für das Leben ist von Gott gelegt. Jesus trägt mit seiner Liebe das ganze Lebenshaus. (Jesaja 28,16; 1.Korinther 3,11) Auch der beim Hausbau so wichtige Eckstein ist in den Winkel gesetzt und gibt dem Fundament den Halt. Gott hat den Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein für sein Reich gemacht. (Psalm 118,22; Epheser 2,20) Darauf werden als lebendige Steine die Glaubenden zum Hause Gottes aufgebaut. (1.Petrus 2,5f) Immer wieder hat Gottes Volk d

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Leben und Tod
Zweierlei ist am christlichen Glauben überzeugend: seine Liebe zum Leben und seine Überwindung des Todes. Der Tod ist schrecklich für Menschen, die geistlich tot sind, also ohne Beziehung zum lebendigen Gott sind. Sie bringt der Tod ins Verderben. Gottes Kinder, die geistlich lebendig sind, bringt der Tod zur Erfüllung und Krönung in das ewige Leben. Ist der Tod das Aus und die unabwendbare Niederlage, so ist das Leben nur eine von Anfang an verlorene Schlacht. Ist der Tod di

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Sonnengesang
Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein ist das Lob, der Ruhm und die Ehre und alles Preisen. Dir allein, Höchster, stehen sie zu, und kein Mensch ist würdig, dich nur zu nennen. Sei gelobt, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, besonders dem Herrn, dem Bruder Sonne; er ist der Tag, und du leuchtest uns durch ihn. Er ist schön und strahlend in großem Glanz, von dir, Höchster, trägt er ein Bild, das dir gleicht. Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne, am

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Abschied von Illusionen
Niemals komme ich mir selbst auf die Spur. Niemals bekomme ich mich selbst in den Griff. Niemals bin ich mir meiner selbst sicher. Niemals bin ich aus mir selbst verständlich. Niemals bin ich mir selbst genug. Niemals habe ich in mir selbst einen Sinn. Niemals bringe ich mich selbst ans Ziel. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich n

Axel Kühner
vor 7 Tagen
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