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»Gedanken für den Tag«
Ein Leben, das klingt!
Eine Querflöte ist ein kostbares Stück. Sie ist aus gutem Material kunstvoll gebaut und schon für sich wertvoll und schön. Aber eine Flöte möchte nicht nur schön herumliegen, sie möchte gespielt und zum Klingen gebracht werden. Erst dann wird sie lebendig, sinnvoll und wertvoll. Das kostbare Material braucht eine gute Hand, die sie nimmt, und den Atem des Künstlers, der ihr die Töne und Melodien entlockt. Das wertvolle Material, die geschickte Hand und der lebendige Atem bild

Axel Kühner
14. Juni
Pelz und Brot und Wort
"Nicht der Pelz hält den Menschen warm, sondern das Brot!" lautet ein russisches Sprichwort. Jesus geht noch einen Schritt weiter: "Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern vom Wort Gottes!" Was würden wir im äußersten Notfall, wenn nur eins möglich wäre, wählen: die Kleidung, die Nahrung oder die Worte des Lebens? Wie gut, dass Gott uns alles reichlich schenkt. Und seine Liebe findet in allen dreien ihren Ausdruck: in der Kleidung, die uns wärmt und schützt, in der Nah

Axel Kühner
13. Juni
Wer sind wir?
Jemand fand ein Adlerei und legte es in das Nest einer gewöhnlichen Henne. Das Adlerkind schlüpfte zusammen mit den Hühnerküken aus dem Ei und wuchs mit ihnen heran. Sein ganzes Leben benahm sich der Adler wie ein Huhn. Er pickte in der Erde nach Würmern und suchte Körner und gluckte und gackerte wie die Hühner im Hinterhof. Die Jahre vergingen. Eines Tages sah er einen herrlichen Vogel hoch oben im wolkenlosen Himmel kreisen. Anmutig und majestätisch zugleich zog der große V

Axel Kühner
12. Juni
Die beste Einsicht
"Was Jesus für mich ist? Einer, der für mich ist! Was ich von Jesus halte? Dass er mich hält!" (Lothar Zenetti) Ist Gott für uns, wer will gegen uns sein? Er hat den eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Boten des Abgrunds, weder Zufall noch Schicksal, weder das Unheil von heute noch die Gefahr von morgen, weder die Gewalten der Erde noch die Mä

Axel Kühner
11. Juni
Gott ist wunderbar
"Du bist ein wunderbarer, liebevoller Gott. Du regierst uns wunderbar und freundlich. Du erhöhst uns, wenn du uns erniedrigst. Du machst uns gerecht, wenn du uns zu Sündern machst. Du führst uns gen Himmel, wenn du uns in die Hölle stößt. Du gibst uns den Sieg, wenn du uns unterliegen lässt. Du tröstest uns, wenn du uns trauern lässt. Du machst uns fröhlich, wenn du uns heulen lässt. Du machst uns singen, wenn du uns weinen lässt. Du machst uns stark, wenn wir leiden. Du mach

Axel Kühner
10. Juni
Aufwachen und Aufstehen
Was haben wir eigentlich bei unserer Geburt gemacht? Wir waren dabei, aber wir wurden geboren und mit dem Leben beschenkt. Was machen wir eigentlich beim Aufwachen? Wir sind dabei, aber es geschieht mit uns, und der neue Tag liegt wie eine wunderbare Gabe vor uns. Aufgeweckt werden wir, geboren werden wir. Leben beginnt also immer mit dem Geschenk des Lebens und des Tages, das wir passiv empfangen. Aber dann müssen wir aktiv werden. Das Aufstehen passiert dann nicht mehr mit

Axel Kühner
9. Juni
Traumhaft leben - lebhaft träumen
Nein, Träume sind keine Schäume. Sie sind wichtige Erfahrungen an der Grenze. Träume leben an der Grenze von Tag und Nacht. Wachträume sind Ausdruck einer Sehnsucht, und Nachtträume sind die Verarbeitung des Lebens im Innern. Träume deuten den Zusammenhang von Bewusstem und Unbewusstem an. Nur einen Teil unseres Seins erleben wir bewusst, ein anderer Teil vollzieht sich völlig unbewusst, aber ebenso real. Träume zeigen das Ineinander von aktivem Gestalten und passivem Widerfa

Axel Kühner
8. Juni
Zum Nachdenken
Eine Kirche, die Angst hat, die Welt zu verlieren, wird sich in der Welt verlieren. Eine Kirche hat nur soviel Einfluss auf die Welt, wie sie sich von ihr unterscheidet. Eine Kirche, die nur den Menschen im Blick hat, wird unmenschlich. Nur wenn sie Gott im Blick hat, kann eine Kirche auch menschlich sein. Der schmale Weg der Nachfolge Jesu lässt uns Fremde sein in dieser Welt. Aber nur als Jesusverhaftete werden wir die Weltverhafteten erreichen. Die Kirche ist nicht beauftr

Axel Kühner
7. Juni
In welchem Kreis?
"Die Leute", sagte der kleine Prinz, "schieben sich in die Schnellzüge, aber sie wissen gar nicht, wohin sie fahren wollen. Nachher regen sie sich auf und drehen sich im Kreis..." Und er fügte hinzu: "Das ist nicht der Mühe wert!" (Antoine de Saint-Exupéry) Immer schneller, immer aufgeregter und abgelebter drehen sich die Menschen im Kreis. Im Kreis um sich selber, im Kreis um irgendein goldenes Kalb, im Kreis um die Erde. Am Ende sind sie ganz schwindelig und krank. Es gäbe

Axel Kühner
6. Juni
Satt sein ist mehr!
Man erzählt von einem alten Bäcker, der ganz besonderes Brot hatte. "Sie sehen heute so bedrückt aus", fragte der Bäcker einen Mann, der bei ihm Brot einkaufen wollte. "Ich habe Angst um mein Kind, es ist gestern verunglückt und liegt nun in der Unfallklinik." Der Bäcker nahm das Brot auf dem Ladentisch, brach zwei Stücke ab und gab eines davon dem Mann. "Essen Sie mit mir das Brot", sagte er, "ich will an Sie und Ihr Kind denken." So etwas hatte der Mann noch nie erlebt, sol

Axel Kühner
5. Juni
Zweifel und Glaube
Thomas, der Zweifler, hieß Zwilling. Ist der Zweifel ein Zwillingsbruder des Glaubens? Gehören Glaube und Zweifel immer zusammen? Fragen und Zweifeln sind ein Ausdruck der menschlichen Würde. Tiere und Sterne, Bäume und Steine fragen und zweifeln nicht. Aber der Mensch hat die Würde des Fragens. Er muss abwägen und entscheiden, nachdenken und wählen. So setzt die Glaubensentscheidung den Zweifel eigentlich voraus. Das Wort Zweifel erinnert daran: "Zwei-Falten" = zwei Möglichk

Axel Kühner
vor 2 Tagen
The new way of life - Der neue Lebensweg
Eine Sonntagsausgabe der New York Times verbraucht 63.000 Bäume. In den USA gibt es mehr Psychoanalytiker als Briefträger. Die Verpackung von Cornflakes enthält mehr Nährstoffe als die Cornflakes selber. In Los Angeles gibt es mehr Autos als Menschen. Zehn Prozent des jährlichen Salzabbaus der ganzen Welt werden für die Enteisung der Straßen in den USA verwendet. Die Bevölkerung der USA macht etwa 6 % der Weltbevölkerung aus, verzehrt aber rund 60 % aller irdischen Ressourcen

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Beten ist alles
Die Hände ineinander falten, nicht handeln, keine Hand anlegen, keine Hände rühren, auf Gottes Handeln warten. Die Seele auseinander falten, sich öffnen, erklären, hinhalten, offen legen, alles rauslassen, auf Gottes Liebe zählen. Die Hände emporheben, sich ausstrecken, alles erwarten, Sehnsucht zeigen, Erfüllung empfangen, mit Gottes Einfluss rechnen. Die Seele hinunterbeugen, Schuld bekennen, bescheiden bitten, demütig werden, Gott groß sein lassen. Die Augen aufheben, Jesu

Axel Kühner
vor 4 Tagen
An den Händen erkennt man den Menschen
"Ex ungue leonem" - "An der Klaue erkennst du den Löwen!" sagten die Lateiner und meinten damit: An den Händen erkennt man einen Menschen. Babyhände, Mutterhände, Künstlerhände, Arbeiterhände, betende Hände, schlagende Hände, Bauernhände, Arzthände sprechen vom Menschen und sagen viel über seine Lebensart. Auch aus der Handschrift eines Menschen möchte die Wissenschaft der Graphologie auf den Charakter schließen. Selbst im Bereich des Okkulten meint man, aus der Hand eines Me

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Selig sind:
Selig sind, die es verstehen, die kleinen Dinge ernst und die ernsten Dinge gelassen anzusehen; sie werden weit kommen. Selig sind, die einen Berg von einem Maulwurfhaufen unterscheiden können; sie werden sich sehr viel Ärger ersparen. Selig sind, die fähig sind, sich auszuruhen und Stille zu haben, ohne dafür Entschuldigungen zu suchen; sie werden weise werden. Selig sind, die schweigen und zuhören können; sie werden dabei viel Neues lernen. Selig sind, die denken, bevor sie

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Der Mächtigste
Zu einem Rabbi kommen die Leute eines Tages mit einer wichtigen Frage: "Wer ist der Mächtigste im ganzen Land?" Der Rabbi überlegt und antwortet dann: "Wer die Liebe seines Feindes gewinnt, ist der Mächtigste im ganzen Land!" Normalerweise halten die Menschen den für mächtig, der gegen seine Feinde gewinnt. Aber die Liebe, die den Feind gewinnt, ist noch viel mächtiger. Solche Mächtigen voller Liebe und Liebende voller Kraft brauchten wir mehr. "Homo homini lupus est!" sagten

Axel Kühner
17. Okt.
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