top of page

»Gedanken für den Tag«

  • AutorenbildAxel Kühner

Satt sein ist mehr!

Man erzählt von einem alten Bäcker, der ganz besonderes Brot hatte. "Sie sehen heute so bedrückt aus", fragte der Bäcker einen Mann, der bei ihm Brot einkaufen wollte. "Ich habe Angst um mein Kind, es ist gestern verunglückt und liegt nun in der Unfallklinik." Der Bäcker nahm das Brot auf dem Ladentisch, brach zwei Stücke ab und gab eines davon dem Mann. "Essen Sie mit mir das Brot", sagte er, "ich will an Sie und Ihr Kind denken." So etwas hatte der Mann noch nie erlebt, solch ein Brot noch nie gegessen. Beide aßen ihr Stück schweigend und dachten an das Kind im Krankenhaus und erflehten seine Besserung. Eine Frau kam in den Laden, um Brot zu kaufen. Der Bäcker brach noch einen Bissen ab, reichte ihn der Frau und sagte: "Essen Sie mit uns, sein Kind liegt schwerverletzt im Krankenhaus. Er soll wissen, dass wir seine Not teilen und mit ihm hoffen und beten." Und die Frau nahm das Stückchen Brot und aß es mit den beiden Männern. Brot ist etwas Lebendiges und Stärkendes. Wer es mit anderen teilt und gemeinsam isst, hat mehr davon: Lebenskraft und Lebensfreude, Lebenshoffnung und Lebenserfüllung. Das besondere Brot ist die Liebe.


Und Jesus nahm das Brot, dankte, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn.

Lukas 24,30f

 

Axel Kühner "Eine gute Minute, 365 Impulse zum Leben" © 1994 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 11. Auflage 2015 /

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages


26 Ansichten0 Kommentare

Jahre

Kalenderjahre vergehen. Lebensjahre bleiben und Gottes Gnadenjahr kommt. "Das nächste Jahr wird kein Jahr ohne Angst, Schuld und Not sein. Aber, daß es in aller Schuld, Angst und Not ein Jahr mit Chri

Vom Wissen zum Danken

Drei kluge Leute saßen abends vor ihrer Tür, um ihre Weisheit auszutauschen. Da sagte der eine: "Was Menschen von der Welt wissen, wissen wir. Wir können glücklich sein." - "Ja", bestätigte der zweite

Der Esel

Ich bin ja nur ein graues Tier und stehe auf den Beinen vier und habe lange Ohren. Doch was ich dann am Abend sah, und was da dicht vor mir geschah, war, dass ein Kind geboren. Es waren beides schlich

Comments


Gedanken für den Tag

bottom of page