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»Gedanken für den Tag«

Das Leben ist nicht einfach

  • Autorenbild: Axel Kühner
    Axel Kühner
  • vor 2 Tagen
  • 1 Min. Lesezeit

Die Angst vor dem Weniger und die Gier nach dem Mehr zerreiben wie zwei schwere Mühlsteine die Seele. Menschen sind um das Glück besorgt und von der Sorge zerfressen, sie sind in Hast und Hetze zu Arbeitstieren verkommen oder von Unlust gelähmt. In der Wüste von Stress und Langeweile bedroht, von Rebellion aufgebracht und von Resignation niedergedrückt. Leichtfertig die einen, schwermütig die anderen. Die Sehnsucht erkrankt an Fernweh und Heimweh zugleich. Menschen suchen das Weite und die Wärme, sie brauchen Freiheit und Geborgenheit zugleich. Träume sterben an Enttäuschung und verwandeln sich über Nacht in Alpträume, die sich dunkel aufs Gemüt legen.

Zwischen Wunsch und Wirklichkeit aufgespalten, von Neugier und Ekel umgetrieben, zwischen Karriere und Misere eingerichtet, zwischen Idylle und Katastrophe geängstet, an Mangel und Überdruss krank geworden, vom Einerlei und Vielerlei ermüdet, zwischen Selbstverwirklichung und Selbstverweigerung aufgespießt, zwischen Lust und Frust betäubt, suchen Menschen ein außerordentliches Leben und finden noch nicht einmal ein ordentliches.


Jesus spricht: "ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern. Und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten!

Johannes 6,35

Axel Kühner "Eine gute Minute, 365 Impulse zum Leben" © 1994 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 11. Auflage 2015 /

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 
 
 
Späte Frucht

In den Gräbern der alten ägyptischen Könige fand man unter den Grabgaben auch Gefäße mit Weizenkörnern, die bereits 5.000 Jahre alt waren. Als man sie in die Erde legte und mit Wasser begoss, keimten

 
 
 
Gabe des Schweigens

Es gibt die Sprache mit Worten und mit Händen. Es gibt die Sprache der Augen und des Körpers. Und es gibt die Sprache des Schweigens. Der alte Abt eines Klosters fühlt nach einem langen und mühevollen

 
 
 
Nachtragen oder Ablegen

Ein Junge hat seine Mutter durch Grobheiten tief verletzt. Der Junge ist längst weitergegangen, aber die Mutter trägt es in ihrer Seele dem Jungen nach, und sie trägt schwer daran. Eine Frau hat ihren

 
 
 

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