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»Gedanken für den Tag«

Nachtragen oder Ablegen

Autorenbild: Axel Kühner
Axel Kühner
2. März
1 Min. Lesezeit

Ein Junge hat seine Mutter durch Grobheiten tief verletzt. Der Junge ist längst weitergegangen, aber die Mutter trägt es in ihrer Seele dem Jungen nach, und sie trägt schwer daran.

Eine Frau hat ihren Mann schwer gekränkt. Sie hat das gar nicht so empfunden und lebt fröhlich fort. Aber der Mann trägt es ihr in seinem Herzen nach und ist damit sehr belastet.

Ein Arbeitskollege ist von einem anderen hintergangen worden und in seiner Ehre verletzt. Der Kollege ist schon in einer anderen Abteilung, aber der andere trägt es ihm noch nach und macht sich dadurch sein Leben schwer.

In einer Gemeinde hat es hässliches Gerede übereinander und gegeneinander gegeben. Man ist zerstritten und trägt es sich noch Jahre später mit Groll und Bitterkeit nach.

Wer einem anderen Menschen etwas nachträgt, hat schwer daran zu schleppen. Wie töricht ist es, einem anderen etwas nachzutragen. Man büßt nur die Fehler der anderen am eigenen Leibe. Darum gibt es für die Kränkungen und Verletzungen, die wir empfangen, nur eine richtige Möglichkeit: sie bei Gott ablegen und ihm bewusst übergeben. Verdrängen schadet, nachtragen schadet, nur ablegen und an Gott übergeben befreit. Vertragen ja, nachtragen nie!


Ertrage einer den anderen und vergebt euch untereinander, wenn

jemand Klage hat wider den anderen.

Kolosser 3,13

Axel Kühner "Eine gute Minute, 365 Impulse zum Leben" © 1994 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 11. Auflage 2015 /

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 
 
 
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