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»Gedanken für den Tag«
Wir sind gut gebaut
Gott gab uns zwei Beine, damit wir uns bewegen und vorankommen können. Für einen Standpunkt hätte ein Bein genügt. Gott gab uns zwei Hände, damit wir festhalten und liebhalten, handeln und loslassen, nehmen und geben können. Für ein Handy hätte eine Hand genügt. Gott gab uns zwei Augen, damit wir die Wahrheit und mit Liebe sehen, damit wir immer beide Ansichten, meine und deine, ihre und seine sehen. Zum Rechthaben hätte ein Auge genügt. Gott gab uns zwei Ohren, dass wir sein

Axel Kühner
20. Okt.
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Ablenkung
Sie trafen sich: die geplagten Tiere, denen man beleidigende Beinamen gegeben hatte. Die dumme Gans. Dabei hatten ihre Vorfahren Rom gerettet. Das Dreckschwein. Dabei kann es besonders gut Trüffeln suchen. Die diebische Elster. Dabei hat sie einen Sammlertrieb, der jedem Museumsdirektor gut anstünde. Der faule Hund. Dabei ist gerade er der wachsame und treue Freund des Menschen. Der falsche Fuchs. Dabei ist er berühmt für seine Klugheit. Der Dreckspatz. Dabei ist er der char

Axel Kühner
19. Okt.
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Man kann seine Meinung doch mal ändern
Ein Mann kommt eines Tages zu einem Priester und bittet ihn, für seinen verstorbenen Hund eine Messe zu lesen. Der Priester lehnt entrüstet ab. Der Mann beteuert, wie sehr er seinen Hund geliebt hat. Der Priester wehrt energisch ab: "Wir lesen keine Messen für Hunde!" Der Mann beschreibt, wie sehr sein Hund ihm ein Freund und Partner und wie treu und ergeben er gewesen sei. Der Priester bleibt hart und rät dem Mann, er solle es doch bei der anderen Konfession versuchen. "Frag

Axel Kühner
18. Okt.
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Was kann warten?
"Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du einem Kind einen Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist!" (Aus China) Welche Arbeit kann heute warten, damit ich eine besondere Gelegenheit nicht versäume: einem Kind die bunten Farben des Regenbogens zeigen, einen geliebten Menschen umarmen, die altgewordenen Eltern anrufen, mit den kleinen Enkelkindern spielen, einen Kranken besuchen, mit Gott über mein Leben sprechen? Die Arbeit läuf

Axel Kühner
17. Okt.
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Apfeljahr
Der Apfel ist nicht gleich am Baum. Da war erst lauter Blüte. Da war erst lauter Blütenschaum. Da war erst lauter Frühlingstraum aus lauter Lieb und Güte. Dann waren Blätter, grün an grün und grün an grün nur Blätter. Die Amsel nach des Tages Mühn, sie sang ihr Abendlied gar kühn. Und auch bei Regenwetter. Der Herbst, der macht die Blätter steif. Der Sommer muss sich packen. Hei, dass ich auf dem Finger pfeif: da sind die ersten Äpfel reif und haben rote Backen. Und haben

Axel Kühner
16. Okt.
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Falsch gewählt - alles richtig gemacht!
London. Ein falsch verbundener Anrufer hat in Großbritannien einer Diabetikerin das Leben gerettet. Wie der "Daily Star" gestern berichtete, war die 32-jährige Karen Tuke in ihrer Wohnung wegen Unterzuckerung zusammengebrochen und dabei mit dem Kopf aufgeschlagen. Ihre vierjährige Tochter Emily und ihr zweijähriger Sohn Stephen wussten nicht, was sie tun sollten, als ihre Mutter bewusstlos liegen blieb. Da klingelte das Telefon. Der Geschäftsmann Carl Harrison hatte sich verw

Axel Kühner
15. Okt.
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Die alte Frau Schatt
Die alte Frau Schatt war drei Wochen krank, sie lag zwischen Waschtisch und Kleiderschrank in ihrem Bettzeug aus gelbem Linn und wimmerte leise vor sich hin. Die Busklingeln schrillten, die Sonne schien warm, die Kinder spielten Prinzess und Schandarm. Wer fragt schon in der großen, großen Stadt nach der alten Frau Schatt? Sechs Familien wohnten im gleichen Haus, die gingen geschäftig ein und aus, jeder in Eile, jeder in Hatz. Nur manchmal auf dem Treppenabsatz blieb einer s

Axel Kühner
14. Okt.
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Einsamkeit
"Die Mühlbäche, die die Räder der Weltgeschichte bewegen, entspringen an einsamen Stellen!" (Wilhelm Raabe) Mose lebte vierzig Jahre in der Wüste, bevor Gott ihn zum Führer und Befreier seines Volkes machte. Elia floh in die Einsamkeit und wollte sterben, doch Gott machte ihn zu seinem Boten. Jeremia litt unsäglich unter der Einsamkeit seines Prophetenlebens, doch Gott gebrauchte ihn in der Geschichte seines Volkes. Johannes ging in die Wüste und die Jahre der Einsamkeit

Axel Kühner
13. Okt.
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Nimmst du mich noch einmal an?
Nimmst du mich noch einmal an? Herr, ich hab so viel getan gegen deinen Willen, deinen Rat. Hat deine Liebe vielleicht ihre Grenzen jetzt erreicht, und du kannst nicht mehr verzeihen, was ich tat? Ging ich auch zuerst nur kleine Schritte fort von dir, so spür ich doch zwischen uns jetzt die Unendlichkeit. Und um jede Stunde ohne dich, alle Tage fern von dir, alle eignen Wege tut es mir heut Leid. Nimmst du mich noch einmal an? Ob es wieder werden kann, so wie damals, als ic

Axel Kühner
12. Okt.
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Beizeiten
Einst wurde ein Raubmörder zum Tode am Galgen verurteilt. Der Gefängnisdirektor besuchte den Gefangenen am Abend vor seiner Hinrichtung...

Axel Kühner
11. Okt.
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Trübe Tage
Kaufkraft und Willenskraft
Überall, in jeder Gemeinschaft und bei jeder Arbeit kommt eine Zeit, da steht es dir bis oben hin, da meinst du es nicht mehr auszuhalten. Die Arbeit, die dir am Anfang so viel Freude machte, wird langweilig, und die Leute, mit denen du begeistert begonnen hast, findest du unmöglich. Wenn du dann einfach aufgibst, bist du für keinen und zu nichts mehr wert. Du wirst erst Glück und Erfolg haben, wenn du das gelernt hast: durchhalten. Heute ist zu viel von Kaufkraft die Rede un

Axel Kühner
vor 17 Stunden
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Nimm und lass!
Nimm dir Zeit für die Arbeit, sie ist eine Gabe Gottes. Lass dir Raum für die Muße, sie ist die Batterie für die Seele. Nimm dir die Freiheit, du selbst zu sein, Gott nimmt dich an, wie du bist. Lass Gott Gott sein, heilig, ewig, herrlich und unbegreiflich, mach ihn nicht zu deinem Kumpel oder Kuscheltier. Nimm alles, was das Leben bietet, danke Gott und teile es mit den Nächsten. Lass alles, was Gott verbietet, viele unnötige Schmerzen bleiben dir erspart. Nimm Rücksicht auf

Axel Kühner
vor 2 Tagen
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Traurig und tröstlich
Traurig ist die Geschichte von Claude Eartherly, dem Piloten, der die Atombombe auf Hiroshima abgeworfen hat. Nach seiner Entlassung aus der Armee verübte er zwei Selbstmordversuche und kam schließlich in eine psychiatrische Anstalt. Seine Schuldgefühle raubten ihm den Schlaf und den Verstand. Tröstlich ist der Brief, den 30 Mädchen aus Hiroshima an den Piloten schrieben. "Wir Mädchen sind zwar glücklicherweise dem Tod entkommen, aber durch die Atombombe haben wir Verletzunge

Axel Kühner
vor 3 Tagen
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Er hat große Dinge an mir getan
"Ich lobe dich, Herr, errettet durch deine Barmherzigkeit. Ich lobe dich, Herr, geehrt durch deine Erniedrigung. Ich lobe dich, Herr, geführt durch deine Milde. Ich lobe dich, Herr, regiert durch deine Weisheit. Ich lobe dich, Herr, beschirmt durch deine Macht. Ich lobe dich, Herr, geheiligt durch deine Gnade. Ich lobe dich, Herr, erleuchtet durch dein inneres Licht. Ich lobe dich, Herr, erhöht durch deine Güte." (Mechthild von Magdeburg) Und Maria sprach: Meine Seele erhebt

Axel Kühner
vor 4 Tagen
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Was haben wir in der Hand?
Eine alte indianische Geschichte erzählt von einer jungen Frau, die eines Tages vom Großen Geist die Erlaubnis erhält, einmal durch ein Kornfeld zu gehen und sich eine Ähre zu nehmen. Diese Ähre sollte dann in ihren Händen zu reinem Gold werden. Da ging die junge Frau in das Ährenfeld hinein. Sie ging ganz langsam und suchte nach der schönsten und größten Ähre. Jedes Mal, wenn sie eine gefunden zu haben glaubte, zögerte sie, weil sie eine noch bessere und reifere zu finden ho

Axel Kühner
vor 5 Tagen
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Schätze
Die wirklichen Schätze liegen nicht auf der Straße. Die wesentlichen Reichtümer sind nicht in den Schaufenstern ausgestellt. Die Werte, die das Leben lebenswert, den Menschen menschenwürdig und die Geschichte sinnvoll machen, sind nicht auf den Gemeinplätzen zu finden. Die Schätze, die ein Herz ausfüllen und ein Leben reich machen, muss man suchen, oft abseits der Wege, fern der Menge und jenseits des Gewohnten. Denn das ist das Besondere an den Schätzen, dass sie verborgen s

Axel Kühner
vor 6 Tagen
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