top of page
»Gedanken für den Tag«
Gewinn und Verlust
Es gibt nur einen wirklichen und am Ende noch gültigen Gewinn für mich, wenn Gott mich ganz gewonnen hat. Es gibt nur ein wirkliches und am Ende nicht entschuldbares Versagen, wenn ich mich Gott versagt habe. Alles, was bei Menschen Versagen genannt wird, kann Gott in seiner Liebe vergeben. Aber wer sich Gott selber versagt, richtet eine Mauer der Trennung auf, die Gott nicht gewaltsam einrennt. Auf unser menschliches Versagen hin gibt Gott uns seine Zusage: "Ich will ihnen v

Axel Kühner
15. Mai
In die Geschichte eingehen
Unterwegs frage ich einen jungen Mann, was er so macht. "Ich suche noch meinen Platz!" - "Was würden Sie denn am liebsten tun?" - "Ich würde gern etwas schaffen, wovon man in 500 Jahren noch redet!" Das ist der Traum vieler Menschen: in die Geschichte eingehen, etwas Bleibendes wirken, über das Vergängliche und Vergebliche hinaus wirken. Gott gab uns das Leben nicht, damit wir es vertändeln. Wir haben den Kopf nicht nur zum Huttragen oder Essen. Unsere Hände wollen nicht nur

Axel Kühner
14. Mai
Mutterhände
Es war einmal eine arme Schneiderfamilie mit vielen Kindern. Hans, der Älteste, sollte in die Welt hinausziehen, um selbst seinen Unterhalt zu verdienen. Beim Abschied streichelte ihn die Mutter mit ihren abgearbeiteten Händen, die rau und rissig von all den Mühen waren. Hans schloss sich auf seiner Wanderung zwei Prinzen an und wurde ihr Diener. Sie kamen in eine Stadt, in der die Leute erzählten, der König des Landes wolle dem seine hübsche Tochter zur Frau geben, der eine

Axel Kühner
13. Mai
Ein Haus
Ein Makler wollte einer jungen Frau ein Haus verkaufen. Ihre Antwort: "Wozu brauche ich ein Haus? Ich wurde im Krankenhaus geboren, im Kindergarten verwahrt, im College erzogen, in einem Auto bekam ich meinen Heiratsantrag, in der Kirche heiratete ich, wir essen in Restaurants, die Vormittage verbringe ich im Büro, die Nachmittage in Cafes, abends gehen wir ins Kino oder zum Tanzen. Und wenn ich sterbe, werde ich vom Bestattungsinstitut beerdigt. Alles, was ich brauche, ist e

Axel Kühner
12. Mai
Die Rose von Jericho
Die Legende erzählt von der Rose aus Jericho. Sie blüht in herrlicher Pracht und duftet mit wunderbarer Süße, solange sie genügend Wasser aus dem Boden beziehen kann. Wenn kein Regen mehr fällt und die Feuchtigkeit des Bodens nachlässt, rollt sie sich zusammen wie ein Ball. Bevor ihre Wurzeln austrocknen, rollt sie sich zusammen und lässt sich vom Wind forttreiben, um irgendwo, wo es Wasser gibt, wieder zu blühen und zu duften. Wenn jeder von uns, wenn die Wasser des Lebens u

Axel Kühner
11. Mai
Unsere Werke sind Gottes Werke
Kann man Christen an guten Werken erkennen? Christen sind zuerst einmal gute Werke Gottes. Christen sind das Liebeswerk Gottes, und als solche tun sie dann auch gute Werke, Werke der Liebe. Wer sich gefallen lässt, was Gott so gerne an uns tut, der wird dann auch gerne tun, was Gott gefällt. Wer sich von Christus dienen lässt, der wird dann auch ihm mit seinem ganzen Leben dienen wollen. Wir können nichts für Gott tun, wenn wir nicht empfangen haben, was er für uns getan hat.

Axel Kühner
10. Mai
Die vereitelte Scheidung
Es geschah einmal, dass eine Frau in Sidon mit ihrem Mann zehn Jahre lang lebte, ohne dass sie ein Kind gebar. Dem Gesetz in diesen Angelegenheiten folgend, gingen sie zum Rabbi, um sich scheiden zu lassen. Der Rabbi sprach zu ihnen: "Bei eurem Leben! Wie ihr, als ihr euch trauen ließet, bei einem festlichen Gelage zusammenkamt, so solltet ihr auch jetzt nicht ohne ein festliches Gelage auseinandergehen." Sie folgten dem Rat des Rabbi und bereiteten ein großes Fest. Als der M

Axel Kühner
9. Mai
Manchmal ist mein Gebet
Manchmal ist mein Gebet so wie ein Arm, den ich nach oben recke, um dir zu zeigen, wo ich bin, inmitten von Milliarden Menschen. Manchmal ist mein Gebet so wie ein Ohr, das auf ein Echo wartet, auf ein leises Wort, einen Ruf aus deinem Mund. Manchmal ist mein Gebet wie eine Lunge, die sich dehnt, um frischen Wind in mich hineinzuholen - deinen Hauch. Manchmal ist mein Gebet wie eine Hand, die ich vor meine Augen lege, um alles abzuschirmen, was mir den Blick verstellt. Manchm

Axel Kühner
8. Mai
Alter und Lebensalter
Jedes Lebensalter hat seinen Zauber und seine Mühe. Die Kindheit ist die Zeit des Entdeckens und Spielens, des Träumens und Lernens. Und wie viel Schmerzen und Tränen sind darin! Die Jugend ist die Zeit des Wählens und Findens. Ausbildung und Beruf, Freunde und Lebenspartner, Lebensaufgabe und Lebensziel werden gesucht und gefunden. Welch ein Abenteuer und Anstrengung zugleich! Die Zeit der Erwachsenen ist die Zeit des Ausgestaltens und Verwirklichens. Ausbauen und Festmachen

Axel Kühner
7. Mai
Sieg oder Niederlage
Wo verläuft die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg? Ist die Atombombe ein Erfolg? Ist die moderne Industrie ein Fortschritt oder der Anfang vom Untergang? Ist Reichtum ein Erfolg oder die teuerste Form des Scheiterns? Ist die Ehe eine Erfüllung oder der stärkste Ausdruck einer Sehnsucht? Ist die moderne Medizin die Bewahrung oder die Entwürdigung des Lebens? Eröffnen Erfolge wirklich die Freiheit des Lebens oder führen sie nur in goldene Käfige? Ist unter dem lieblichen Ma

Axel Kühner
6. Mai
Zweifel und Glaube
Thomas, der Zweifler, hieß Zwilling. Ist der Zweifel ein Zwillingsbruder des Glaubens? Gehören Glaube und Zweifel immer zusammen? Fragen und Zweifeln sind ein Ausdruck der menschlichen Würde. Tiere und Sterne, Bäume und Steine fragen und zweifeln nicht. Aber der Mensch hat die Würde des Fragens. Er muss abwägen und entscheiden, nachdenken und wählen. So setzt die Glaubensentscheidung den Zweifel eigentlich voraus. Das Wort Zweifel erinnert daran: "Zwei-Falten" = zwei Möglichk

Axel Kühner
vor 2 Tagen
The new way of life - Der neue Lebensweg
Eine Sonntagsausgabe der New York Times verbraucht 63.000 Bäume. In den USA gibt es mehr Psychoanalytiker als Briefträger. Die Verpackung von Cornflakes enthält mehr Nährstoffe als die Cornflakes selber. In Los Angeles gibt es mehr Autos als Menschen. Zehn Prozent des jährlichen Salzabbaus der ganzen Welt werden für die Enteisung der Straßen in den USA verwendet. Die Bevölkerung der USA macht etwa 6 % der Weltbevölkerung aus, verzehrt aber rund 60 % aller irdischen Ressourcen

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Beten ist alles
Die Hände ineinander falten, nicht handeln, keine Hand anlegen, keine Hände rühren, auf Gottes Handeln warten. Die Seele auseinander falten, sich öffnen, erklären, hinhalten, offen legen, alles rauslassen, auf Gottes Liebe zählen. Die Hände emporheben, sich ausstrecken, alles erwarten, Sehnsucht zeigen, Erfüllung empfangen, mit Gottes Einfluss rechnen. Die Seele hinunterbeugen, Schuld bekennen, bescheiden bitten, demütig werden, Gott groß sein lassen. Die Augen aufheben, Jesu

Axel Kühner
vor 4 Tagen
An den Händen erkennt man den Menschen
"Ex ungue leonem" - "An der Klaue erkennst du den Löwen!" sagten die Lateiner und meinten damit: An den Händen erkennt man einen Menschen. Babyhände, Mutterhände, Künstlerhände, Arbeiterhände, betende Hände, schlagende Hände, Bauernhände, Arzthände sprechen vom Menschen und sagen viel über seine Lebensart. Auch aus der Handschrift eines Menschen möchte die Wissenschaft der Graphologie auf den Charakter schließen. Selbst im Bereich des Okkulten meint man, aus der Hand eines Me

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Selig sind:
Selig sind, die es verstehen, die kleinen Dinge ernst und die ernsten Dinge gelassen anzusehen; sie werden weit kommen. Selig sind, die einen Berg von einem Maulwurfhaufen unterscheiden können; sie werden sich sehr viel Ärger ersparen. Selig sind, die fähig sind, sich auszuruhen und Stille zu haben, ohne dafür Entschuldigungen zu suchen; sie werden weise werden. Selig sind, die schweigen und zuhören können; sie werden dabei viel Neues lernen. Selig sind, die denken, bevor sie

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Der Mächtigste
Zu einem Rabbi kommen die Leute eines Tages mit einer wichtigen Frage: "Wer ist der Mächtigste im ganzen Land?" Der Rabbi überlegt und antwortet dann: "Wer die Liebe seines Feindes gewinnt, ist der Mächtigste im ganzen Land!" Normalerweise halten die Menschen den für mächtig, der gegen seine Feinde gewinnt. Aber die Liebe, die den Feind gewinnt, ist noch viel mächtiger. Solche Mächtigen voller Liebe und Liebende voller Kraft brauchten wir mehr. "Homo homini lupus est!" sagten

Axel Kühner
17. Okt.
bottom of page

