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»Gedanken für den Tag«
Der deinen Mund fröhlich macht
Der Mund ist die Öffnung zum Leben. Durch ihn atmen wir Lebens-Stoffe ein und Schadstoffe aus. Mit ihm trinken wir und stillen unseren Durst nach frischem Wasser. Mit ihm essen und schmecken wir, was zur Ernährung und Erhaltung lebensnotwendig ist. Mit ihm sprechen wir und teilen uns anderen mit. Mit ihm singen wir und drücken unsere Freude, Sehnsucht und Trauer aus. Mit ihm küssen wir als Zeichen der besonderen Liebe und Nähe zu einem Menschen. Und mit dem Mund beten wir zu

Axel Kühner
24. Juli
Wer kann am weitesten sehen?
Vor einem großen Mietshaus spielen die Kinder auf der Straße. Sie kommen beim Spiel auf die Frage, wer von den Kindern aus seiner Wohnung am weitesten sehen kann. Der Junge aus dem ersten Stock meint, er könne weit über die Felder und Wiesen sehen. Das Mädchen aus dem zweiten Stock behauptet, es könne in der Ferne den Deich vor dem Meer erkennen. Der Junge aus dem dritten Stock gar erklärt, er sehe bis aufs Meer und könne die Schiffe am Horizont erkennen. Die kleine Tochter d

Axel Kühner
23. Juli
Wann wird es Sonntag?
Eines Tages kamen unter einem großen Baum, so erzählt eine afrikanische Sage, die Tiere zusammen, weil auch sie - wie die Menschen - einen Sonntag haben wollten. Der König der Tiere, der Löwe, erklärte: Das ist ganz einfach. Wenn ich eine Gazelle verspeise, dann ist für mich Sonntag. Das Pferd meinte: Mir genügt schon eine weite Koppel, dass ich stundenlang austraben kann, dann ist für mich Sonntag. Das Schwein grunzte: Eine richtige Dreckmulde und ein Sack Eicheln müssen her

Axel Kühner
22. Juli
Fortsetzung folgt
Winston Churchill fiel als Kind einmal im Park seines Elternhauses in einen Teich. Der Gärtner des Vaters rettete den Jungen vor dem Ertrinken. Winston Churchills Vater wollte diese gute Tat belohnen. Und so bezahlte er dem Sohn des Gärtners, der ein begabter Junge war, die Ausbildung und das Medizinstudium. Aus ihm wurde ein guter Mediziner und der bekannte Forscher Alexander Flemming. Er erfand das Penicillin und wurde weltberühmt. Als Winston Churchill später an einer schw

Axel Kühner
21. Juli
Die fünfte Jahreszeit
Herr, der Urlaub ist da. Hab von ganzem Herzen Dank! Wie lange haben wir uns auf diesen großen Sonntag des Jahres gefreut. Nun ist es soweit. Herr, komm Du in unseren Urlaub hinein. Hab Dank für jeden dieser kostbaren, uns anvertrauten Tage! Lass von uns abfallen, was uns beschwert. Lass uns froh werden über alles, womit Du uns erfreuen willst. Lass uns dankbar sein für die Schönheit Deiner Schöpfung. Lass uns innehalten in Dir, dass alle Hast von uns weichen muss. Lass uns E

Axel Kühner
20. Juli
Zielpunkt
Der Weg ist das Ziel, sagen die einen und leben drauflos: "Just for fun" und "Genuss ohne Reue". Sie nehmen, was kommt, und nutzen, was geht. Sie fragen nicht, was bleibt, und sorgen nicht, wohin das führt. Der Weg ist nichts, das Ziel ist alles, sagen die anderen und leben auf ein großes Ziel hin: "Just for one" und "Verzicht ohne Reue". Sie fragen nur, was bleibt, und sorgen nur, wohin das führt. Dazwischen gibt es eine bessere Sicht des Lebens. Der Lebensweg ist wichtig, w

Axel Kühner
19. Juli
Der i-Punkt
Das Wort Punkt stammt vom lateinischen punctum, dem Einstich. Als die Buchstaben noch in die Unterlage eingeritzt wurden, war das kleinste Zeichen ein einzelner Einstich, eben ein punctum, ein Punkt. Der kleine Punkt ist winzig, aber wichtig, zum Beispiel am Ende eines Satzes als Schlusspunkt oder auf dem i als Vervollständigung des Buchstabens. So wurde der i-Punkt ein Bild für die letzte Abrundung und Krönung einer Sache. Ohne den i-Punkt ist der Buchstabe nicht ganz, unvol

Axel Kühner
18. Juli
Schlusspunkt
"Nun mach aber einen Punkt!" heißt: "Jetzt ist Schluss!" Der Punkt am Ende eines Satzes markiert den Abschluss. Alles ist gesagt - manchmal ohne Punkt und Komma -, aber mit dem Punkt ist Schluss. "Punkt, Schluss und Streusand darüber!" Diese Wendung erinnert an die Zeit, in der ein Brief mit Tinte geschrieben, mit dem Punkt beendet und mit Streusand abgelöscht wurde. Damit war der Schreibvorgang beendet und alles mitgeteilt. Zum Glück gibt es nicht nur in Briefen und Reden de

Axel Kühner
17. Juli
Strafpunkt
"Nach Rechtskraft des Bußgeldbescheides wird ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg eingetragen!" Strafpunkte im Straßenverkehr, Fehlerpunkte in der Ausbildung, Minuspunkte im Wettbewerb, überall drohen uns bei Fehlleistungen und Versagen Punkte. Noch schlimmer sind die Punkte, die Menschen in ihren Köpfen speichern und in ihre Herzen eintragen, wenn andere falsch und schlecht gehandelt haben. Strafpunkte setzen unter Druck und machen Angst. Aber sie erziehen auch.

Axel Kühner
16. Juli
Leistungspunkt
In der Schule, im sportlichen Wettkampf, in der Prüfung gibt es Leistungspunkte. Nach irgendeinem Punktsystem muss man die Leistung bewerten, einordnen und vergleichen können. Das Zeichen für die Leistungspunkte ist das Pluszeichen, und jeder möchte Pluspunkte sammeln. Mehr können, mehr leisten, mehr haben, mehr sein, solche Pluspunkte suchen wir. Zahlreich, erfolgreich, einflussreich ist die Steigerung des Lebens. Die Ideologie der Komparative hält uns besetzt: mehr, besser,

Axel Kühner
15. Juli
Zweifel und Glaube
Thomas, der Zweifler, hieß Zwilling. Ist der Zweifel ein Zwillingsbruder des Glaubens? Gehören Glaube und Zweifel immer zusammen? Fragen und Zweifeln sind ein Ausdruck der menschlichen Würde. Tiere und Sterne, Bäume und Steine fragen und zweifeln nicht. Aber der Mensch hat die Würde des Fragens. Er muss abwägen und entscheiden, nachdenken und wählen. So setzt die Glaubensentscheidung den Zweifel eigentlich voraus. Das Wort Zweifel erinnert daran: "Zwei-Falten" = zwei Möglichk

Axel Kühner
vor 2 Tagen
The new way of life - Der neue Lebensweg
Eine Sonntagsausgabe der New York Times verbraucht 63.000 Bäume. In den USA gibt es mehr Psychoanalytiker als Briefträger. Die Verpackung von Cornflakes enthält mehr Nährstoffe als die Cornflakes selber. In Los Angeles gibt es mehr Autos als Menschen. Zehn Prozent des jährlichen Salzabbaus der ganzen Welt werden für die Enteisung der Straßen in den USA verwendet. Die Bevölkerung der USA macht etwa 6 % der Weltbevölkerung aus, verzehrt aber rund 60 % aller irdischen Ressourcen

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Beten ist alles
Die Hände ineinander falten, nicht handeln, keine Hand anlegen, keine Hände rühren, auf Gottes Handeln warten. Die Seele auseinander falten, sich öffnen, erklären, hinhalten, offen legen, alles rauslassen, auf Gottes Liebe zählen. Die Hände emporheben, sich ausstrecken, alles erwarten, Sehnsucht zeigen, Erfüllung empfangen, mit Gottes Einfluss rechnen. Die Seele hinunterbeugen, Schuld bekennen, bescheiden bitten, demütig werden, Gott groß sein lassen. Die Augen aufheben, Jesu

Axel Kühner
vor 4 Tagen
An den Händen erkennt man den Menschen
"Ex ungue leonem" - "An der Klaue erkennst du den Löwen!" sagten die Lateiner und meinten damit: An den Händen erkennt man einen Menschen. Babyhände, Mutterhände, Künstlerhände, Arbeiterhände, betende Hände, schlagende Hände, Bauernhände, Arzthände sprechen vom Menschen und sagen viel über seine Lebensart. Auch aus der Handschrift eines Menschen möchte die Wissenschaft der Graphologie auf den Charakter schließen. Selbst im Bereich des Okkulten meint man, aus der Hand eines Me

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Selig sind:
Selig sind, die es verstehen, die kleinen Dinge ernst und die ernsten Dinge gelassen anzusehen; sie werden weit kommen. Selig sind, die einen Berg von einem Maulwurfhaufen unterscheiden können; sie werden sich sehr viel Ärger ersparen. Selig sind, die fähig sind, sich auszuruhen und Stille zu haben, ohne dafür Entschuldigungen zu suchen; sie werden weise werden. Selig sind, die schweigen und zuhören können; sie werden dabei viel Neues lernen. Selig sind, die denken, bevor sie

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Der Mächtigste
Zu einem Rabbi kommen die Leute eines Tages mit einer wichtigen Frage: "Wer ist der Mächtigste im ganzen Land?" Der Rabbi überlegt und antwortet dann: "Wer die Liebe seines Feindes gewinnt, ist der Mächtigste im ganzen Land!" Normalerweise halten die Menschen den für mächtig, der gegen seine Feinde gewinnt. Aber die Liebe, die den Feind gewinnt, ist noch viel mächtiger. Solche Mächtigen voller Liebe und Liebende voller Kraft brauchten wir mehr. "Homo homini lupus est!" sagten

Axel Kühner
17. Okt.
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