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»Gedanken für den Tag«
Aufwachen und Aufstehen
Was haben wir eigentlich bei unserer Geburt gemacht? Wir waren dabei, aber wir wurden geboren und mit dem Leben beschenkt. Was machen wir eigentlich beim Aufwachen? Wir sind dabei, aber es geschieht mit uns, und der neue Tag liegt wie eine wunderbare Gabe vor uns. Aufgeweckt werden wir, geboren werden wir. Leben beginnt also immer mit dem Geschenk des Lebens und des Tages, das wir passiv empfangen. Aber dann müssen wir aktiv werden. Das Aufstehen passiert dann nicht mehr mit

Axel Kühner
9. Juni
Traumhaft leben - lebhaft träumen
Nein, Träume sind keine Schäume. Sie sind wichtige Erfahrungen an der Grenze. Träume leben an der Grenze von Tag und Nacht. Wachträume sind Ausdruck einer Sehnsucht, und Nachtträume sind die Verarbeitung des Lebens im Innern. Träume deuten den Zusammenhang von Bewusstem und Unbewusstem an. Nur einen Teil unseres Seins erleben wir bewusst, ein anderer Teil vollzieht sich völlig unbewusst, aber ebenso real. Träume zeigen das Ineinander von aktivem Gestalten und passivem Widerfa

Axel Kühner
8. Juni
Zum Nachdenken
Eine Kirche, die Angst hat, die Welt zu verlieren, wird sich in der Welt verlieren. Eine Kirche hat nur soviel Einfluss auf die Welt, wie sie sich von ihr unterscheidet. Eine Kirche, die nur den Menschen im Blick hat, wird unmenschlich. Nur wenn sie Gott im Blick hat, kann eine Kirche auch menschlich sein. Der schmale Weg der Nachfolge Jesu lässt uns Fremde sein in dieser Welt. Aber nur als Jesusverhaftete werden wir die Weltverhafteten erreichen. Die Kirche ist nicht beauftr

Axel Kühner
7. Juni
In welchem Kreis?
"Die Leute", sagte der kleine Prinz, "schieben sich in die Schnellzüge, aber sie wissen gar nicht, wohin sie fahren wollen. Nachher regen sie sich auf und drehen sich im Kreis..." Und er fügte hinzu: "Das ist nicht der Mühe wert!" (Antoine de Saint-Exupéry) Immer schneller, immer aufgeregter und abgelebter drehen sich die Menschen im Kreis. Im Kreis um sich selber, im Kreis um irgendein goldenes Kalb, im Kreis um die Erde. Am Ende sind sie ganz schwindelig und krank. Es gäbe

Axel Kühner
6. Juni
Satt sein ist mehr!
Man erzählt von einem alten Bäcker, der ganz besonderes Brot hatte. "Sie sehen heute so bedrückt aus", fragte der Bäcker einen Mann, der bei ihm Brot einkaufen wollte. "Ich habe Angst um mein Kind, es ist gestern verunglückt und liegt nun in der Unfallklinik." Der Bäcker nahm das Brot auf dem Ladentisch, brach zwei Stücke ab und gab eines davon dem Mann. "Essen Sie mit mir das Brot", sagte er, "ich will an Sie und Ihr Kind denken." So etwas hatte der Mann noch nie erlebt, sol

Axel Kühner
5. Juni
Unsichtbare Kraft
Wenn beim Werkeln die Kiste mit Nägeln umfällt, und die vielen kleinen und großen Nägel im Sand liegen, wie soll man sie alle einzeln auflesen und zusammenbekommen? Man nimmt einen starken Magnet, fährt einige Male darüber und schon sind die Nägel wieder beisammen. Der Dreck fällt herunter und leicht kann man die Nägel wieder in die Kiste einsortieren. Man sieht dem Magneten nicht an, welche Kraft in ihm steckt, und doch sind die Kräfte wirksam und stark. Gottes Geist ist ein

Axel Kühner
4. Juni
Neuen Mut
"Der Heilige Geist kommt herab und erfüllt die Jünger, die vorhin dasaßen in Trauer und Furcht, und macht ihre Zungen feurig und zerspalten, entzündet sie, dass sie keck werden und frei von Christus predigen und sich vor nichts fürchten. Da siehst du ja klar, dass nicht sein Amt sei, Bücher schreiben noch Gesetze machen, sondern dass er ein solcher Geist ist, der in das Herz schreibt und schafft einen neuen Mut, dass der Mensch vor Gott fröhlich wird und Liebe zu ihm gewinnt

Axel Kühner
3. Juni
Weise Worte sind besser
Es war einmal ein Hirtenbüblein, das war wegen seiner weisen Antworten, die es auf alle Fragen gab, weit und breit berühmt. Der König des Landes hörte auch davon, glaubte es nicht und ließ das Büblein kommen. Da sprach er zu ihm: "Kannst du mir auf drei Fragen, die ich dir vorlegen will, Antwort geben, so will ich dich ansehen wie mein eigen Kind, und du sollst bei mir in meinem königlichen Schloss wohnen." Sprach das Büblein: "Wie lauten die drei Fragen?" Der König sagte: "D

Axel Kühner
2. Juni
Ich wachse
Die Zeder Ich wachse langsam. Meine Zeit ist eine lange Geduldigkeit. An jedem wuchs ich, was mir war, kein Reif zu jäh, kein Frost zu hart. Ich wachs am Dunkel, daraus ich stieg, ich wachs am Licht, darin ich mich wieg, ich wachs am Wurm, der an mir nagt, ich wachs am Sturm, der durch mich jagt. Verwandelnd zwing ich jede Kraft, hinaufzudehnen meinen Schaft. Ich dulde Blitz und Glut und Guss, ich weiß nur, dass ich wachsen muss. Und schau ich hoch auf alle Welt, und kommt di

Axel Kühner
1. Juni
Richtig leben
Wozu sind wir Menschen denn nun da, und wie können wir richtig leben, aufleben, erleben und überleben? Augustin hat einmal gesagt, dass wir Menschen dazu geschaffen wurden, um Gott zu genießen und die Welt zu gebrauchen. Aber der Mensch hat diese Ordnung verdreht und auf den Kopf gestellt. Er will die Welt genießen und Gott gebrauchen. Und beides geht nicht. Die Welt können wir nicht im letzten Sinn genießen, weil sie die Erfüllung für unsere Sehnsucht nicht bietet und enthäl

Axel Kühner
31. Mai
Ich glaube an Jesus Christus
"Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau geboren, sei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Ich glaube an Gott
"Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Frau und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Ver

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Stein auf Stein
Der Grundstein für das Leben ist von Gott gelegt. Jesus trägt mit seiner Liebe das ganze Lebenshaus. (Jesaja 28,16; 1.Korinther 3,11) Auch der beim Hausbau so wichtige Eckstein ist in den Winkel gesetzt und gibt dem Fundament den Halt. Gott hat den Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein für sein Reich gemacht. (Psalm 118,22; Epheser 2,20) Darauf werden als lebendige Steine die Glaubenden zum Hause Gottes aufgebaut. (1.Petrus 2,5f) Immer wieder hat Gottes Volk d

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Leben und Tod
Zweierlei ist am christlichen Glauben überzeugend: seine Liebe zum Leben und seine Überwindung des Todes. Der Tod ist schrecklich für Menschen, die geistlich tot sind, also ohne Beziehung zum lebendigen Gott sind. Sie bringt der Tod ins Verderben. Gottes Kinder, die geistlich lebendig sind, bringt der Tod zur Erfüllung und Krönung in das ewige Leben. Ist der Tod das Aus und die unabwendbare Niederlage, so ist das Leben nur eine von Anfang an verlorene Schlacht. Ist der Tod di

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Sonnengesang
Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein ist das Lob, der Ruhm und die Ehre und alles Preisen. Dir allein, Höchster, stehen sie zu, und kein Mensch ist würdig, dich nur zu nennen. Sei gelobt, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, besonders dem Herrn, dem Bruder Sonne; er ist der Tag, und du leuchtest uns durch ihn. Er ist schön und strahlend in großem Glanz, von dir, Höchster, trägt er ein Bild, das dir gleicht. Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne, am

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Abschied von Illusionen
Niemals komme ich mir selbst auf die Spur. Niemals bekomme ich mich selbst in den Griff. Niemals bin ich mir meiner selbst sicher. Niemals bin ich aus mir selbst verständlich. Niemals bin ich mir selbst genug. Niemals habe ich in mir selbst einen Sinn. Niemals bringe ich mich selbst ans Ziel. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich n

Axel Kühner
vor 7 Tagen
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