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»Gedanken für den Tag«
Dran bleiben - beharrlich sein
Die Ruhe eines Lebens ist nicht Faulheit und Nachlässigkeit, sondern die Kraft zur Beharrlichkeit. Vieles wird hektisch begonnen und frustriert beendet. Schnelle Begeisterung schlägt oft in ebenso schnelle Enttäuschung um. Hastig rennen Menschen los, unruhig jagen sie hin und her und sind dann tief erschöpft und innen leer. Die Schnecke geht zwar langsam, aber stetig und beharrlich ihren Weg. Sie kommt am Ende dahin, wohin mancher aufgeregte Angsthase nicht gelangt. Jesus bli

Wilhelm Sonnemann
8. Feb.
Gemach, gemach -langsamer werden!
Wer einen weiten Weg hat, läuft nicht. Menschen rennen und hasten, eilen und stürzen, weil alles nur so kurz gedacht und klein gesehen wird. Jesus ist nie gerannt, obwohl er ein kurzes Leben hatte. Aber Jesus wusste sich auf einem weiten Weg. Aus der Ewigkeit Gottes trat er in die Zeit auf Erden ein und ging zurück in die Herrlichkeit des Vaters. 30 Jahre lebte Jesus ein Alltagsleben als Zimmermann. Drei Jahre zog er als Wanderprediger durchs Land und hatte Zeit für die Mensc

Axel Kühner
7. Feb.
Die Schnecke
Langsam geht die Schnecke, fast lautlos, aber beharrlich und stetig. Sie kriecht an der Spitze der Bedächtigen. Sie überstürzt nichts. Zeit ihres Lebens hat sie Zeit zum Leben. Die Schnecke ist der stille Protest gegen den Gott der Geschwindigkeit, gegen alle Hektik und Hast, gegen den viel zu schnellen Fortschritt. Die Ruhe der Schnecke ist niemals Faulheit oder Bequemlichkeit, sondern Ausdruck von Bedacht und Besinnung. Die Schnecke ist langsam, klein und weich. Und gerade

Wilhelm Sonnemann
6. Feb.
Arbeitsbiene oder Faultier
Wussten Sie schon, dass im Bundesgebiet 1,5 Millionen Bienenvölker leben, dass ein Bienenvolk im Sommer etwa 60.000 Arbeitsbienen umfasst, dass eine Arbeitsbiene nur etwa sechs Wochen alt wird, dass die Arbeitsbienen bis zu 10 Millionen Blüten besuchen müssen, um ein Kilogramm Honig zu sammeln, dass etwa 80% der Blüten aller Kulturpflanzen von Bienen und Insekten befruchtet werden, dass der kurze Lebensweg der Arbeitsbiene eine einzigartige Leistung ist? Darum nennen wir Mens

Wilhelm Sonnemann
4. Feb.
Auf welcher Brücke gehen wir?
Eine der bekanntesten Brücken ist die Seufzerbrücke in Venedig. Sie spannt sich vom Dogenpalast, dem Sitz von Regierung und Gericht, zum berüchtigten Gefängnis, wo die Urteile vollstreckt wurden. Wie viele Seufzer von Verurteilten hat die Brücke wohl gehört? Wie viele Angstschreie haben sie zittern lassen? Wieviel Entsetzen hat sie gesehen? Ist nicht auch der Weg der Menschheit und der eines Lebens ein Weg über eine Seufzerbrücke, von der Verkündung bis zur Vollstreckung des

Wilhelm Sonnemann
3. Feb.
Lebendiges Leben
Ein reicher Geschäftsmann wird auf offener Straße überfallen. Er spürt die Pistole in seinem Rücken und hört die Stimme in seinem Ohr: "Geld oder Leben!" Der Geschäftsmann dreht sich um und antwortet: "Nehmen Sie das Leben, das Geld brauche ich noch!" Was machen die Güter des Lebens ohne den Geber des Lebens für einen Sinn? Was soll die Anhäufung von Mitteln des Lebens bei gleichzeitigem Verlust der Mitte des Lebens? Was bedeutet immer mehr Lebensunterhalt bei immer weniger L

Wilhelm Sonnemann
2. Feb.
Gold oder Leben
Midas erwarb sich der antiken Sage nach die Fähigkeit, dass alles, was er berührte, zu Gold wurde. Solche Midasse möchten viele Menschen sein. Sie träumen davon, dass alles, was sie anfassen, zu Gold und Reichtum wird. Solche glücklichen Hände wünschen sich viele Menschen, unter denen sich alles in Reichtum und Luxus verwandelt. Dem Midas jedoch wurde gerade diese Fähigkeit zum Verhängnis, weil auch die Nahrung, die er zum Essen brauchte, sich in hartes Gold verwandelte. So m

Wilhelm Sonnemann
1. Feb.
Trübe Tage
Die Macht des Faktischen
Eine stachelige Raupe sprach zu sich selbst: "Was man ist, das ist man! Man muss sich annehmen, wie man ist, mit Haut und Haaren. Was zählt, ist das Faktische. Alles andere sind Träume. Meine Lebenserfahrung lässt keinen anderen Schluss zu. Niemand kann aus seiner Haut!" Als die Raupe dies gesagt hatte, flog neben ihr ein wunderbarer Schmetterling auf. Es war, als ob Gott gelächelt hätte. (Lindolfo Weingärtner) Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns

Wilhelm Sonnemann
vor 1 Stunde
Ein bisschen geizig
Nach einem Missionsfest ist der Pfarrer bei einer Landwirtsfamilie eingeladen. Nach dem Essen nimmt die Frau den Pfarrer zur Seite, gibt ihm 100 Mark für die Mission und sagt dazu: "Lassen Sie es meinen Mann nicht wissen. Er ist ein bisschen geizig!" Als später der Mann dem Pfarrer das Vieh und die Anlagen zeigt, gibt er ihm 100 Mark für die Mission und meint: "Sagen Sie es nicht meiner Frau. Sie ist ein bisschen geizig!" So ein bisschen Geiz mag noch gehen, aber in seiner wi

Wilhelm Sonnemann
vor 1 Tag
Ein geheimnisvolles Haus
Wie ein geheimnisvolles Haus mit wunderbaren Räumen, herrlichen Aussichten, verlockenden Möglichkeiten, aber auch gefährlichen Stufen, bedrohlichen Ecken und dunklen Kellern liegt die Zeit vor uns. Das Haus ist verschlossen. Wir suchen den Schlüssel, um in das Haus zu gelangen und das Geheimnis zu erkennen. Wir möchten im Haus der Zeit geborgen leben, alle Räume durchschreiten und in Besitz nehmen, die Aussichten genießen und die Gefahren bestehen. Wer schließt uns das Geheim

Wilhelm Sonnemann
vor 2 Tagen
Altwerden
Herr, wir wissen nicht, wie viel Zeit Du uns anvertraust. Unsere Tage sind in Deiner Hand. Aber eines merken wir genau, dass wir von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr dem Ziel unseres Lebens näherkommen. Herr, ich denke manchmal darüber nach, wie das sein wird, wenn hier das Leben so weitergeht wie immer -, aber ich bin nicht mehr da. Die Straßenbahnen quietschen um die Ecken. Die Kehrmaschine säubert die Rinnsteine. Im Betrieb geht jeder wie immer seiner Arbeit nach, frühstückt,

Wilhelm Sonnemann
vor 3 Tagen
Was ist der Mensch?
In seinen Roman "Krebsstation" hat Solschenyzin eine alte islamische Legende eingeflochten: Warum wird der Mensch 100 Jahre alt? Allah verteilte das Leben und gab jedem Tier 50 Jahre. Der Mensch kam als letzter an die Reihe, und Allah hatte nur noch 25 Jahre zu vergeben. Der Mensch jammerte: "Das ist mir zu wenig!" - "Na", sagte Allah, "dann mach dich auf den Weg, vielleicht hat jemand von den Tieren ein paar Jahre übrig und gibt sie dir ab." Und der Mensch begegnete dem Pfer

Wilhelm Sonnemann
vor 4 Tagen
Feindesliebe
Es gibt Widrigkeiten im Leben und Feinde des Menschen. Sehr nüchtern geht die Bibel davon aus, dass Feinde da sind. Aber Jesus gibt uns einen guten Rat, wie wir mit dieser Feindseligkeit umgehen können. Wer seine Feinde hasst, die Rache oder Vergeltung selbst in die Hand nimmt, macht sich nur selbst kaputt und gibt dem anderen große Macht. Wer einen Menschen Hasst und sich an ihm rächen will, gibt ihm weitreichende Macht über sein Leben. Der andere wird über den Schlaf, den A

Wilhelm Sonnemann
vor 5 Tagen
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