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»Gedanken für den Tag«

Gold oder Leben

Autorenbild: Wilhelm Sonnemann
Wilhelm Sonnemann
1. Feb.
1 Min. Lesezeit

Midas erwarb sich der antiken Sage nach die Fähigkeit, dass alles, was er berührte, zu Gold wurde. Solche Midasse möchten viele Menschen sein. Sie träumen davon, dass alles, was sie anfassen, zu Gold und Reichtum wird. Solche glücklichen Hände wünschen sich viele Menschen, unter denen sich alles in Reichtum und Luxus verwandelt. Dem Midas jedoch wurde gerade diese Fähigkeit zum Verhängnis, weil auch die Nahrung, die er zum Essen brauchte, sich in hartes Gold verwandelte. So musste er schließlich bei all seinem Gold elend verhungern. Wie viele Menschen sind bei all ihrem Reichtum an Leib und Seele verhungert und sind im Grunde ganz arm geblieben! Wie anders war die Wirkung der Hände Jesu. Was er berührte, wurde geheilt und gesegnet, getröstet und aufgerichtet, versöhnt und geborgen. Jesus heilte mit seinen Händen die Kranken und segnete die Kinder, er teilte den Hungrigen das Brot aus und stillte die Stürme. Er richtete Schwache auf und machte Blinde sehend. Segnende, heilende, helfende Hände kann man sich nicht erwerben, aber schenken lassen. Darum halten wir Jesus unsere Hände hin, damit er sie füllt und gebraucht.


Jesus reckte seine Hand aus und rührte den Aussätzigen an und sprach zu ihm: Ich will's tun. Sei gereinigt!

Markus 1,41

Axel Kühner "Eine gute Minute, 365 Impulse zum Leben" © 1994 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 11. Auflage 2015 /

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

 
 
 
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