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»Gedanken für den Tag«
Wie weit ist es mit uns her?
Wenn jemand die Erwartung nicht erfüllt, die Leistung nicht bringt, die Aufgaben nicht bewältigt, das Leben nicht meistert, sagen wir: "Mit dem ist es auch nicht weit her!" Was einer heute lebt und schafft, ist und bewirkt, hat und kann, steht dieser Redensart nach in einem Zusammenhang mit der Geschichte und den Wurzeln seines Lebens. Wenn Menschen in der Vergangenheit gut gewachsen, tief gewurzelt und richtig geworden sind, können sie auch heute und jetzt gut sein und richt

Axel Kühner
18. Feb.
Aus der Enge in die Weite
Wer den blühenden Garten Gottes verlässt, findet sich in der Wüste der Welt wieder. Wer die Maßstäbe Gottes, die unser Miteinander ordnen, zerbricht, gerät hinter die Gitterstäbe von Schuld und Angst. Wer die Netze der Liebe Gottes, die uns auffangen, zerreißt, wird von den Netzen aus Neid und Hass eingefangen. Der Mensch wird in seiner falschen Freiheit krank und gekränkt von seiner Einsamkeit und Angst. Aber er steht mit seiner Selbstsucht und Sehnsucht, mit seiner Gier und

Axel Kühner
17. Feb.
Aus der Weite in die Enge
Dem Menschen ist es bei Gott zu eng. Er will hinaus in die Weite. Die Maßstäbe Gottes engen ihn ein. Er sucht die Freiheit und reißt sich von Gott los. So verliert er das Paradies, die Geborgenheit bei Gott. Dafür findet er sich in der tödlichen Weite der Weltwüste wieder und hat nun alle Freiheit, umzukommen. Er ist sich selbst verantwortlich, aber auch sich selbst preisgegeben. So findet sich der Mensch hinter den Gitterstäben der Angst und Gier, der Unerfülltheit und Einsa

Axel Kühner
16. Feb.
Schmerzen und Trost
Blaise Pascal (1623-1662) war Naturwissenschaftler, Erfinder, Schriftsteller, Philosoph und Christ. Er hatte ein kurzes, aber ungewöhnliches Leben. Mit 16 Jahren veröffentlichte er eine mathematische Studie über die Kegelschnitte. Als Zwanzigjähriger erfand er die erste Rechenmaschine. Aber er war von schwerer Krankheit gezeichnet. Von seinem 18. Lebensjahr an hat er nicht einen Tag ohne Schmerzen erlebt. Er starb mit 39 Jahren. Neben seinem im Mantel eingenähten "Memorial",

Axel Kühner
15. Feb.
Nicht vergessen!
Eine Witwe hatte alles an ihren Sohn gewandt, damit er etwas werden könnte. Nun war der Sohn ein erfolgreicher Geschäftsmann. Aber er hatte die Mutter darüber vergessen. Doch eines Tages, nach langen Jahren des Schweigens, packte den Sohn die Unruhe. Er machte sich auf den Weg, um nach der Mutter zu sehen. Er fuhr zwei Tage und stand endlich vor dem kleinen Haus. Die Mutter zog ihn überrascht und erfreut ins Haus. Es gab Stunden des Erzählens und des glücklichen Erinnerns. Ge

Axel Kühner
14. Feb.
Ein anständiger Vogel
Ein Mann kommt an den Königshof und sieht viele neue Dinge. Als er so durch den Palast schlendert, sieht er zum ersten Mal in seinem Leben einen königlichen Falken. Eine solche Vogelart hatte er noch nie gesehen. Er kannte aus seiner Heimat nur eine Taube. Also lockte er den Vogel, nahm die Schere und beschnitt die Krallen, die Flügel und den Schnabel des königlichen Falken. "Nun siehst du aus wie ein anständiger Vogel", sagte er, ‚wie schlecht haben sie dich hier behandelt."

Axel Kühner
13. Feb.
Ansichten
Diogenes lebte als Philosoph ein einfaches Leben. Eines Abends saß er vor seiner Tonne und aß zum Abendbrot Linsen. Sein Philosophenkollege Aristippos, der am Hofe ein angenehmes Leben führte, weil er dem König nach dem Munde redete, sagte zu Diogenes: "Wenn du lernen könntest, dem König gegenüber unterwürfig zu sein, müsstest du nicht solchen Abfall wie Linsen essen." Darauf entgegnete Diogenes: "Wenn du lernen könntest, mit Linsen auszukommen, brauchtest du nicht dem König

Axel Kühner
12. Feb.
Unterwegs und immer zu Haus - behaust sein
Die Schnecke trägt ihr Haus mit sich. Sie ist unterwegs und gleichzeitig zu Hause. Weiterziehen und sich Zurückziehen sind bei ihr ausgewogen. Die Schnecke bleibt sensibel für die Spannung von Nähe und Distanz. Sie streckt die Fühler aus und zieht weiter. Sie will Leben erfahren, ergehen, erkunden, erleben. Sie ist ganz offen und empfindsam für die kleinsten Dinge. Aber sie zieht auch die Fühler ein und sich in ihr Haus zurück. Sie braucht Nähe und Distanz zugleich, Weiterzie

Axel Kühner
11. Feb.
Die Fühler ausstrecken - empfindlich werden!
"Schnecke, Schnecke komm heraus, strecke deine Fühler aus!", haben wir als Kinder gesungen, wenn die Schnecke sich in ihr Haus zurückgezogen hatte. Die Schnecke ist weich und verletzlich. Mit ihren sensiblen Fühlern nimmt sie ihre Umgebung wahr und reagiert darauf. Aber die Schnecke ist nicht nur einfach weich und verletzlich. Sie scheidet das Harte aus sich aus und bildet daraus ihr Haus, in das sie sich zurückziehen kann. So hat auch Jesus das Harte des Lebens aus sich hera

Axel Kühner
10. Feb.
Besinnen vor Beginnen - bedächtig gehen
Bevor man redet, sollte man das Gehirn einschalten. Bevor man etwas beginnt, sollte man sich besinnen. Wer einen Sprung nach vorne machen will, geht weit zurück. Die Rückbesinnung unseres Handelns und Lebens fällt zu oft aus. So rennen wir los und stürzen voran. Jesus ging seinen Weg nach vorn, bedacht und rückversichert bei seinem Vater und seiner Weisung. Er lebte nach vorn und fragte zurück. So könnten wir unser Leben aufbauen, die Welt gestalten und an der Zukunft mitwirk

Axel Kühner
9. Feb.
Ich glaube an Jesus Christus
"Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau geboren, sei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erlöset, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in

Axel Kühner
vor 6 Tagen
Ich glaube an Gott
"Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Frau und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Ver

Axel Kühner
vor 7 Tagen
Stein auf Stein
Der Grundstein für das Leben ist von Gott gelegt. Jesus trägt mit seiner Liebe das ganze Lebenshaus. (Jesaja 28,16; 1.Korinther 3,11) Auch der beim Hausbau so wichtige Eckstein ist in den Winkel gesetzt und gibt dem Fundament den Halt. Gott hat den Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein für sein Reich gemacht. (Psalm 118,22; Epheser 2,20) Darauf werden als lebendige Steine die Glaubenden zum Hause Gottes aufgebaut. (1.Petrus 2,5f) Immer wieder hat Gottes Volk d

Axel Kühner
30. Okt.
Leben und Tod
Zweierlei ist am christlichen Glauben überzeugend: seine Liebe zum Leben und seine Überwindung des Todes. Der Tod ist schrecklich für Menschen, die geistlich tot sind, also ohne Beziehung zum lebendigen Gott sind. Sie bringt der Tod ins Verderben. Gottes Kinder, die geistlich lebendig sind, bringt der Tod zur Erfüllung und Krönung in das ewige Leben. Ist der Tod das Aus und die unabwendbare Niederlage, so ist das Leben nur eine von Anfang an verlorene Schlacht. Ist der Tod di

Axel Kühner
29. Okt.
Sonnengesang
Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein ist das Lob, der Ruhm und die Ehre und alles Preisen. Dir allein, Höchster, stehen sie zu, und kein Mensch ist würdig, dich nur zu nennen. Sei gelobt, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen, besonders dem Herrn, dem Bruder Sonne; er ist der Tag, und du leuchtest uns durch ihn. Er ist schön und strahlend in großem Glanz, von dir, Höchster, trägt er ein Bild, das dir gleicht. Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne, am

Axel Kühner
28. Okt.
Abschied von Illusionen
Niemals komme ich mir selbst auf die Spur. Niemals bekomme ich mich selbst in den Griff. Niemals bin ich mir meiner selbst sicher. Niemals bin ich aus mir selbst verständlich. Niemals bin ich mir selbst genug. Niemals habe ich in mir selbst einen Sinn. Niemals bringe ich mich selbst ans Ziel. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an. Wenn ich nur dich habe, so frage ich n

Axel Kühner
27. Okt.
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