top of page
»Gedanken für den Tag«
Unverschämte Weihnachtswünsche
Mehr Gehalt in den Festtagsreden, mehr Umsatz der guten Gedanken in die Tat, mehr Konsum der göttlichen Zuneigung, mehr Gewinn an wichtigen Einsichten, mehr Profit aus friedlichen Absichten, mehr Geschenke wie Zeit und Vertrauen, mehr Verschwendung von Liebe und Versöhnung! Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben! Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses, und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Str

Axel Kühner
20. Dez. 2025
Der unendliche Wert des Lebens
Den einen ist ein langes Leben geschenkt, die anderen sterben sehr jung. Ist ein langes Leben besser als ein kurzes? Was wirklich zählt, ist nicht die Quantität unserer Lebensjahre, sondern ihre Qualität. Jesus war gut dreißig, als er getötet wurde. Theresia von Lisieux war noch keine fünfundzwanzig, als sie nach schwerer Krankheit starb. Anne Frank war ein Teenager, als sie im KZ ihr Leben verlor. Aber das Leben aller drei ist für Generationen fruchtbar. Ein langes Leben ist

Axel Kühner
19. Dez. 2025
Die wahnsinnige Idee
Tennessee Williams hat ein Bühnenstück geschrieben: "Die Katze auf dem heißen Blechdach." Im Mittelpunkt steht der reiche und hungrige Big Daddy, der aus der Klinik entlassen wurde. Die Familie weiß, dass er sterben wird, weil er unheilbar krank ist. Aber sie spielen ihm alle Theater vor. Big Daddy sieht sein Leben zwischen den Fingern zerrinnen. Er steht im Zimmer mit seinem Sohn Brick allein und sagt, indem er auf die verschiedensten Gegenstände zeigt, die er mit Big Mama i

Axel Kühner
18. Dez. 2025
Eine Lampe im Haus
"Kannst du kein Stern am Himmel sein, sei eine Lampe im Haus!" (Arabisches Sprichwort) Sterne sind hoch über uns, so unerreichbar und unnahbar. Sterne sind so weit weg, Milliarden Lichtjahre, unvorstellbar. Sterne sind so kalt und leblos, ohne Wärme und Herz. Warum wollen die Menschen Sterne und Sternchen sein, so hoch hinaus und einsam, so weit weg und distanziert? Wenn es Abend wird und Nacht, wollen wir im Haus, im kleinen, überschaubaren und gewohnten Raum, eine Lampe sei

Axel Kühner
17. Dez. 2025
Was ein Lächeln vermag
In den ersten Jahren seiner Londoner Amtstätigkeit kam Spurgeon, der berühmte englische Prediger, auf seinem Weg zu seiner Kapelle immer an einem niedrigen Häuschen vorbei, dessen grünumrankte Fenster seine Blicke auf sich zogen. Aus einem derselben lachte ihn jedes Mal ein süßes Babygesicht an. Von Mutter- oder Schwesterhänden gehalten, tanzte das Kind lustig auf dem Fensterbrett hin und her, und Spurgeon, der Kinder sehr liebte, erwiderte jedes Mal in seiner gewinnenden Wei

Axel Kühner
16. Dez. 2025
Ein Mensch der Sehnsucht
"Ich danke meinem Gott, der gewollt hat, dass ich zeitlebens ein Mensch der Sehnsucht sein sollte. Ich preise dich, meinen Erretter, dass du mir auf der Erde kein Vaterland und keine Wohnung gegeben hast. Du hast mich vor der Torheit bewahrt, das Zufällige für das Wesentliche, den Weg für das Ziel, das Streben für die Ruhe, die Herberge für die Wohnung und die Wanderschaft für das Vaterland zu halten." (J. A. Comenius) Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die z

Axel Kühner
15. Dez. 2025
Vier Dinge braucht der Mensch
Die vier elementaren Grundbedürfnisse jedes Menschen sind im leiblichen Bereich: atmen, trinken, essen und schlafen. Kein Mensch kann ohne diese vier Möglichkeiten leben oder überleben. Auf dieser leiblichen Basis braucht der Mensch, um geistig-seelisch und sozial gesund zu sein, auch vier wichtige Erfahrungen: eine Liebeserklärung, eine Wertschätzung, einen Vertrauensbeweis und eine Herausforderung. Zu Weihnachten macht Gott uns diese vier besonderen Geschenke. Er erklärt un

Axel Kühner
14. Dez. 2025
Im Bauch des Vorurteils
Albert Einstein soll einmal gesagt haben, man könne eher einen Atomkern spalten als ein menschliches Vorurteil. Wahrscheinlich hat er Recht, denn es ist schwer, ein Vorurteil aufzuknacken. In einer griechischen Fabel wird sehr anschaulich das Vorurteil beschrieben. Ein Reisender bat Äsop um Auskunft über die Leute Athens: "Sag mir, guter Mann, wie sind denn die Leute in Athen? Kann man ihnen trauen und mit ihnen auskommen?" Worauf Äsop den Reisenden fragt: "Sag du mir erst, w

Axel Kühner
13. Dez. 2025
Das Lese- und Lebensbuch
Die Bibel ist nicht nur Nahrung für lebenshungrige Menschen - das auch. Die Bibel ist nicht nur eine Tankstelle, an der verbrauchte Kraft nachgetankt werden kann - das auch. Die Bibel ist nicht nur eine Vitaminspritze für Müde und Erschöpfte - das auch. Die Bibel ist nicht nur ein Belebungsbad für dreckige und verschwitzte Menschenkinder - das auch. Die Bibel ist nicht nur gute Medizin für kranke Herzen - das auch. Die Bibel ist nicht nur ein wirksames Beruhigungsmittel für a

Axel Kühner
12. Dez. 2025
Vertrauen wird belohnt
Um Rübezahl, den sagenhaften Berggeist des Riesengebirges, ranken sich viele Legenden. Er neckt die Wanderer, führt sie in die Irre, wenn sie ihn ärgern, oder beschenkt sie, wenn sie ihn um Hilfe bitten. Und vor allem hütet er die riesigen Bergschätze. Eine Sage erzählt, dass ihn eines Tages zwei arme Wanderer um eine milde Gabe bitten. Rübezahl gibt jedem von ihnen einen einfachen Stock. Der eine Wanderer verachtet das offensichtlich wertlose Geschenk, spottet über Rübezahl

Axel Kühner
11. Dez. 2025
Trübe Tage
Jesus ist unter uns
Der alte Abt eines berühmten Klosters war traurig darüber, dass kaum noch junge Mönche in das Kloster kamen und ihr Dienst mit ihnen alt und schwach geworden war. Da suchte er bei einem Rabbi einen Rat, und der gab ihm eine Weisung mit, die der Abt aber nur einmal seinen Klosterbrüdern sagen sollte: "Der Messias ist unter euch!" Als der Abt diesen Satz einmal seinen Brüdern gesagt hatte, gingen sie ganz anders miteinander um, feierten ganz anders ihre Gottesdienste und Gebets

Axel Kühner
vor 1 Tag
Die religiöse Pflicht
Ein Rabbi ging mit seinen Schülern aus dem Lehrhaus und sagte ihnen, er wolle noch eine religiöse Pflicht erfüllen. Die Schüler fragten ihn: "Wo gehst du hin?" Er antwortete: "Ich gehe ins Badehaus, um zu baden." Die Schüler fragten verwundert, ob das denn nun eine religiöse Pflicht sei. Der Rabbi antwortete: "Wenn schon die Statuen der Könige in den Parks täglich geputzt und gewaschen werden, wieviel mehr ist das für einen Lebenden, der nach dem Ebenbilde des lebendigen Gott

Axel Kühner
vor 2 Tagen
Mein Psalm
Ohren gabst du mir, hören kann ich nicht, der Du Taube heilst, Herr,erbarm Dich mein. Augen gabst Du mir, sehen kann ich nicht, der Du Blinde heilst, Herr, erbarm Dich mein. Hände gabst Du mir, wirken kann ich nicht, der Du Lahme heilst, Herr, erbarm Dich mein. Leben gabst Du mir, glauben kann ich nicht, der Du Tote rufst, Herr, erbarm Dich mein. Menschen gabst Du mir, lieben kann ich nicht, der Du Wunder tust, Herr, erbarm Dich mein. (Autor unbekannt) "Wie sich ein Vater übe

Axel Kühner
vor 3 Tagen
Warum hast du uns das getan?
Einst hatten sich europäische Siedler unter den Indianern angesiedelt. Aber sie waren zu den Eingeborenen grausam und betrogen sie schändlich. Nur eine Familie begegnete den Indianern wie Freunden und mit Achtung. Ein Indianer fasste darum Vertrauen und besuchte die Familie öfter, obwohl sie sich nicht recht verständigen konnten. Eines Tages erschien er aufgeregt bei den Siedlern und bat sie, mit ihm zu kommen. Sie verstanden aber nicht, was er wollte. So nahm der Indianer sc

Axel Kühner
vor 4 Tagen
Osterlied
Die Erde ist schön, und es lebt sich leicht im Tal der Hoffnung. Gebete werden erhört. Gott wohnt nah hinter dem Zaun. Die Zeitung weiss keine Zeile vom Turmbau. Das Messer findet den Mörder nicht. Er lacht mit Abel. Nicht irr surrt die Fliege an tödlicher Scheibe. Alle Wege sind offen. Im Atlas fehlen die Grenzen. Das Wort ist verstehbar. Wer Ja sagt, meint Ja, und, Ich liebe bedeutet: Jetzt und für ewig. Der Zorn brennt langsam. Die Hand des Armen ist nie ohne Brot. Geschos

Axel Kühner
vor 5 Tagen
Die Osterkerze
Ein grausamer Verwalter quälte die leibeigenen Bauern in Russland so sehr, dass sie ihn umbringen wollten. Doch Petruschka war dagegen. Er meinte, sie hätten kein Recht dazu, und er würde auch an Ostern das Feld pflügen. Tatsächlich kam am zweiten Ostertag der Befehl, das Haferfeld des Gutes zu pflügen. Die Bauern kamen, und niemand wagte, sich zu widersetzen. Alle Bauern schimpften und murrten über den Verwalter. Aber Petruschka kam im österlichen Festgewand, sang laut die O

Axel Kühner
vor 6 Tagen
bottom of page

