top of page

»Gedanken für den Tag«

  • AutorenbildAxel Kühner

Tote Dinge oder lebendiges Licht

"Es gab eine Zeit, da hatte die Kerze noch keine Flamme, da gehörte sie noch zur Welt der toten Dinge. Dann aber fiel Feuer auf sie, von oben, und schuf das Leuchten, das sie nun als ihr Haupt trägt, um dessentwillen sie überhaupt da ist. Wie das Feuer von oben kam, so weist auch die Flamme wieder nach oben. Sie bewegt sich wie eine himmlische Zunge. Unter der Gestalt solcher feurigen Zungen fiel einst der Heilige Geist auf die wartenden Jünger und entzündete sie zur flammenden Rede. Auch ich soll entzündet werden, damit ich zu brennen beginne. Die Kerze brennt und leuchtet und wirft in die Finsternis der Welt einen hellen Schein. Wer sie erblickt, der liebt ihr Licht in seiner Reinheit und Wärme. Die Kerze brennt und leuchtet und dient; je mehr sie brennt und leuchtet und dient, um so mehr nimmt sie ab. Sie opfert sich im Dienst an der Welt. Und dazu ist sie da: sich aufzuzehren im lichtspendenden Dienst an der Welt - wie es im Englischen heißt: ‚to spend and to be spent’. So wird mir die Kerze zum Vorbild christlichen Lebens: für andere dazusein, ihnen zu dienen und sich im Dienst aufzuopfern, aber in einem Dienst, der Licht verbreitet, weil er sein Licht von oben nimmt; in einem Dienst, der beständig nach oben weist. Mein Leben gleiche der leuchtenden Kerze." (Friso Melzer) Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen ... Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als dass es schon brennte. Lukas 12,35.49

 

Axel Kühner "Hoffen wir das Beste"

© 1997 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 9. Auflage 2016

Mit freundlicher Genehmigung des Verlage


31 Ansichten0 Kommentare

Silvester - ein Tag voller Möglichkeiten

Mutter und Vater für alle ihre kleinen und großen Mühen danken. Kinder und Schwiegerkinder mit einem besonderen Gruß erfreuen. Einem einsamen Menschen etwas Zeit und Nähe schenken mit guten Worten und

Zuspruch am Ende des Jahres

Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand, die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt. Es münden alle Pfade durch Schicksal, Schuld und Tod doch ein in Gottes Gnade trotz aller unsrer

Was ist das für eine Nacht?

Selma Lagerlöf erzählt in einer ihrer Legenden von der Nacht, in der das Jesuskind geboren wird. Josef geht über das Feld, um Feuer bei den Hirten zu holen. Er kommt zu einem Mann, dessen Herz durch e

Comments


Gedanken für den Tag

bottom of page