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»Gedanken für den Tag«

  • AutorenbildWilhelm Sonnemann

Signiert oder resigniert

Ein Junge fragt seinen Vater auf einer Bergwanderung: "Vater, sind auf den Bergen, wo die Kreuze stehen, Menschen abgestürzt?" "Nein", erklärt der Vater, "ein Kreuz auf einem Gipfel bedeutet, Menschen haben den Berg mit seinen Gefahren besiegt und bezwungen. Hier ist das Kreuz ein Zeichen des Sieges, nicht des Todes."


Wie viele Berge gibt es in unserem Leben, Berge von Schwierigkeiten, Berge der Sorge und Not, Berge von Leid und Schuld, Berge von Mühsal und Einsamkeit! Jesus hat alle diese Berge besiegt und bezwungen. Auf all diesen Bergen steht sein Kreuz, das Zeichen des Sieges. Wenn wir uns an Jesus halten, werden wir auf diesen Bergen nicht abstürzen, sondern sie mit ihm überwinden und meistern. Hat Jesus an unserem Leben sein Zeichen gemacht? Sind wir von Jesus handsigniert? Wer mit der Liebe und Vergebung Jesu signiert ist, lebt auf einen großen Sieg hin. Wer mit dem Kreuz Jesu nicht signiert ist, wird re-signiert sein, traurig und ohne Hoffnung, denn er lebt auf die große Niederlage des Sterbens und Verlierens hin. Darum wollen wir uns bewusst unter den Sieg Jesu stellen und ihn bitten, dass er uns zeichnet, segnet, signiert.


Als Johann Christoph Blumhardt auf dem Sterbebett lag, legte er seinem Sohn die Hand auf und sagte zu ihm: "Junge, ich segne dich zum Siegen!"


So möchte uns Jesus seine Hand auflegen und in aller Not und Angst, Sorge und Schwachheit zusprechen: "Ich segne dich zum Siegen!" Niemand ist zum Verlieren geboren. Jesus möchte, dass wir das Leben gewinnen. Darum rufen wir mit Jakob: "Herr, ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!"


Der Herr segne und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht

über dir leuchten und sei dir gnädig.

Der Herr wende dir sein Angesicht zu

und gewähre dir Heil.

 

Axel Kühner "Überlebensgeschichten für jeden Tag"

 © 1991 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 21. Auflage 2018

 Mit freundlicher Genehmigung des Verlages


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