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»Gedanken für den Tag«

  • AutorenbildAxel Kühner

Gott kommt uns entgegen

Bergleute wurden bei ihrer Arbeit unter Tage von einem Stolleneinbruch überrascht. Riesige Mengen von Geröll versperrten ihnen den Ausweg. Sofort gingen sie daran, sich den Weg freizuschaufeln. Aber die Erdmassen waren so gewaltig, ihre Schaufeln so winzig, die Kräfte bald erschöpft und die Luft schnell verbraucht, daß sie mutlos und verzweifelt aufgaben. Doch dann hörten sie von der anderen Seite die ersten Bemühungen der Rettungsmannschaft, und sogleich begannen sie mit neuer Hoffnung und ganz neuer Kraft, an ihrer Rettung zu arbeiten. Immer wieder horchten sie auf die näherkommenden Helfer, und immer wieder wurden sie selbst dadurch mit neuen Kräften und neuem Mut versehen, um schließlich aus der gefährlichen Situation befreit zu werden. Wie oft geraten wir durch Einbrüche im Leben in den Kerker der Angst, sind in Trauer und Einsamkeit verschüttet und sehen keinen Ausweg mehr. Unsere Kräfte und Bemühungen sind bald erlahmt, und Verzweiflung breitet sich aus. Doch wenn wir dann spüren, wie Gott in seiner Liebe und Menschen in ihrer Hilfsbereitschaft sich um uns bemühen, sich uns mit Fürsorge und guten Absichten entgegenarbeiten, dann gewinnen auch wir wieder neue Hoffnung. Die Liebe, die uns entgegenkommt, setzt in uns neue Kräfte und Energien frei. "Ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, säume doch nicht!" (Psalm 40,18)

 

Axel Kühner "Hoffen wir das Beste"

© 1997 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 9. Auflage 2016

Mit freundlicher Genehmigung des Verlage


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