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»Gedanken für den Tag«

  • AutorenbildWilhelm Sonnemann

Feuer der Liebe

Es gibt viele Feuer. Wir kennen die Glut der Leidenschaft, lodernden Zorn, glühenden Hass, brennenden Eifer, feuriges Temperament. Alle Feuer haben eines gemeinsam: sie lassen schmutzige, graue Asche zurück. Menschen brennen vor Begeisterung, werden vom Feuer der Leidenschaft entfacht, erglühen im Zorn und Eifer, lodern auf im Idealismus oder vor Wut und Hass. Aber alle diese Feuer verbrannten schließlich die Menschen und ließen Asche zurück.


Es gibt ein Feuer, das Menschen in Brand steckt, ohne sie zu verbrennen. Das Feuer der Liebe Gottes entfacht, aber verzehrt den Menschen nicht. Gottes Liebe lässt den Menschen zu einer hellen Flamme des Lebens aufleuchten, aber es bleibt keine Asche zurück. Das hat Mose schon damals in der Wüste erlebt. Vierzig Jahre hütete er die Schafe seines Schwiegervaters. Wie of t hatte er einen Dornbusch von der Sonnenglut entzündet brennend zu Asche werden sehen. Aber eines Tages war es anders. Der Busch brannte und verbrannte nicht. Das war die Wirklichkeit Gottes, die anders ist als alle Feuer dieser Welt. Mose bog von seinem Weg ab und begegnete Gott und der Berufung seines Lebens.


Wenn uns Gott mit seiner Liebe anzündet, mit dem Feuer seines Geistes brennend macht, dann verbrennen wir nicht, sondern werden zu einer lodernden Fackel der Hoffnung und Freude.


"Ich bin gekommen, dass ich ein Feuer anzünde auf Erden; was wollte ich lieber als dass es brennete schon!"

(Lukas 12,49)

 

Axel Kühner "Überlebensgeschichten für jeden Tag"

© 1991 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 21. Auflage 2018

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages


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