Gedanken für den 21.10.2017

Beten ist alles

Die Hände ineinander falten, nicht handeln, keine Hand anlegen, keine Hände rühren, auf Gottes Handeln warten.
Die Seele auseinander falten, sich öffnen, erklären, hinhalten, offen legen, alles rauslassen, auf Gottes Liebe zählen.
Die Hände emporheben, sich ausstrecken, alles erwarten, Sehnsucht zeigen, Erfüllung empfangen, mit Gottes Einfluss rechnen.
Die Seele hinunterbeugen, Schuld bekennen, bescheiden bitten, demütig werden, Gott groß sein lassen.
Die Augen aufheben, Jesus im Auge haben, nach Heil ausschauen, bis zum Thron Gottes sehen und Gottes Barmherzigkeit wahrnehmen.
Die Lasten ablegen, Not und Sorge, Leid und Kummer, Angst und Trauer, alles abgeben und bei Gott liegen lassen.
Beten ist Einfalt und Vielfalt, Beugung und Erhebung, Loslassen und Festhalten, menschlich und göttlich zugleich.
"Für mich ist das Gebet ein Aufschwung des Herzens, ein einfacher Blick zum Himmel empor, ein Schrei der Dankbarkeit und der Liebe, aus der Mitte der Prüfung wie aus der Mitte der Freude; kurz, es ist etwas Großes, Übernatürliches, das mir die Seele ausweitet und mich mit Jesus vereint." (Therese von Lisieux)

Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Daniel 9,18




Aus Axel Kühner: Eine Gute Minute,
© Aussaat-Verlag, D-Neukirchen-Vluyn.
ISBN: 3-7615-1571-5

Quelle: www.miriam-stiftung.de